Bei minus 30 Grad: Passagiere müssen 16 Stunden in diesem "Eisvogel" aushalten

Passagiere frieren im Frostflieger in Kanada
Passagiere frieren im Frostflieger in Kanada 13 Stunden ausharren bei -30° Celsius 00:35

Niemand durfte von Bord

Diese Reise werden sie so schnell nicht vergessen: 250 Menschen an Bord eines US-Flugzeuges müssen 16 Stunden an Bord ausharren, draußen herrschen bitterkalte Minusgrade und niemand darf raus. Das berichten US-Medien. Erst musste der Jet notlanden, dann konnte die Maschine wegen technischer Probleme nicht weiterfliegen. 

Nichts zu essen, nichts zu trinken - und die Kälte

Die Maschine auf dem Weg vom US-Bundestaat New Jersey nach Hongkong landete wegen eines Notfalls im kanadischen Goose Bay. Ein Mann musste dort ins Krankenhaus gebracht werden. Wegen der arktischen Temperaturen von minus 30 Grad fror eine Tür zu, es konnte nicht weitergehen. Und: weil an dem Airport nachts keine Zollbeamten im Einsatz sind, durfte niemand das Flugzeug verlassen!

Schnell verbreitete sich die Kälte im Flugzeug, berichteten einige der Passagiere via Twitter. Es seien zwar Decken verteilt worden, doch das hätte kaum geholfen. Außerdem mussten die Menschen an Bord stundenlang ohne Essen und Trinken ausharren, ehe es Donuts und Kaffee einer Fastfood-Kette gegeben habe.

Erst am nächsten Vormittag sei eine Ersatzmaschine eingetroffen. Die flog die durchgefrorenen Gestrandeten allerdings nicht nach Hongkong, sondern nach Newark. Ironie des Schicksals: Dort waren sie tags zuvor auch gestartet.