So wird das Wetter 2022

Das sagen die Bauernregeln im Februar

von Amelie von Kruedener

Schneeglöckchen im Februar
Schneeglöckchen sind die ersten Frühlingsboten im Jahr. Oft bekommen wir sie im Februar zu sehen.

Die Bauernregeln im Februar schauen auf das Wetter im Jahr 2022. Der 100-jährige Bauernkalender bezieht sich auf die alten Erfahrungen der Landwirte und Menschen, die vom Wetter abhängig waren. Früher war es überlebenswichtig – aber auch heute ist der Blick auf die Bauernregeln interessant. Und genau darum geht es hier: Im 42-Tagetrend gehen wir die Sache dann meteorologisch an.

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Allgemeine Bauernregeln im Februar

Auf den gesamten Monat schauen diese Bauernregeln und geben einen Überblick auf das Frühjahr oder sogar auf das ganze Jahr.

  • Der Feber muss stürmen und blasen, soll das Vieh im Lenze grasen.
  • Ein nasser Februar bringt ein fruchtbar Jahr.

Ok, das heißt wohl, dass es besser wäre, wenn der Februar auch wirklich kalt und windig ist.

  • Wenn im Feber die Mücken geigen, müssen sie im Märzen schweigen.
  • Wenn’s im Februar nicht schneit, schneit’s in der Osterzeit.
  • Nebel im Februar – Kälte das ganze Jahr.

Die Lostage im Februar als Wetterpropheten

Manche Bauernregeln gehen von einem bestimmten Tag aus, einem sogenannten Lostag. Wenn an diesem Tag das Wetter so und so ist, dann wird es Tage, Wochen oder Monate später voraussichtlich so oder so sein. Diese Lostage sind meist kirchliche Feiertage oder Gedenktage an Heilige – so konnten es sich die Bauern gut merken.

Schneemänner gehören zum Februarwinter.
Schnee gehört für uns in den Januar oder Februar. Aber sogar für den 4. Mai gibt es eine Bauernregel, die im Jahr 2019 wahr wurde: Der Florian, der Florian, noch einen Schnee(mann)hut setzen kann!

Ist bis Dreikönigtag kein Winter, so kommt auch keiner mehr dahinter

2. Februar: Mariä Lichtmess, Darstellung des Herrn

  • Lichtmess im Klee, Ostern im Schnee.
  • Wenn es Lichtmeß stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit.

5. Februar: St. Agatha

  • Agathe, unsere Gottesbraut, die macht, dass Schnee und Eis wegtaut.
  • Der Tag der heiligen Agathe, der war oftmals reich an Schnee.

6. Februar: Dorothea

  • Nach dem Dorotheentag kein Schnee mehr gerne kommen mag.

Das waren die kältesten Winter in Deutschland

Die kältesten Winter in Deutschland
Die Grafik zeigt die historisch kältesten Winter in Deutschland nach der mittleren Temperatur von Dezember bis Februar, seit 1881.

Auf trockenen, kalten Januar folgt viel Schnee im Februar

9. Februar: Apollonia

  • Kommt die Jungfrau Apollonia, sind auch bald die Lerchen wieder da.
  • Ist’s an Apollonia feucht, der Winter oft sehr spät entfleucht.

14. Februar: Valentin von Terni (Valentinstag)

  • Am Tage des St. Valentein, da friert das Rad samt Mühle ein.
  • Hat’s zu Sankt Valentin gefroren, ist das Wetter lang verloren.
  • Hat der Valentin viel Regenwasser, wird der Frühling noch viel nasser.
  • Ist’s am Valentin noch weiß, blüht zu Ostern schon der Reis.

18. Februar: Simon

  • Nach dem Simonstage soll uns der Frost nicht lange plage‘.

21. Februar: Felix

  • Felix und Petrus (22. Februar) zeigen an, was wir vierzig Tag für Wetter ha’n.

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Im Februar Schnee und Eis, macht den Sommer heiß

Die Bauernregeln im Februar sagen auch schon einiges über den Sommer voraus.
Der Februar gilt eigentlich als der härteste Wintermonat. Doch schon seit vielen Jahren sieht es bei uns anders aus. Oft kann man den Vorfrühling ohne harten Frost mehr als nur erahnen. Folgt man den Bauernregeln, täten Frost und Schnee einem schönen Sommer ganz gut.

Der 22. Februar sagt für ganze 40 Tage das Wetter vorher

22. Februar: Petri Stuhlfeier

  • Wenn’s friert auf Petri Stuhlfeier, friert’s noch vierzehnmal heuer.
  • Die Nacht zu Petri Stuhl zeigt an, was wir noch 40 Tag für Wetter han.
  • Ist Petri Stuhlfeier kalt, hat der Winter noch 40 Tage Gewalt.
  • Ist es mild und nach Petri offen der Bach, kommt auch kein großes Eis mehr nach.

Die letzten Tage im Februar

24. Februar: Matthias

  • Ist es an St. Matthias kalt, hat die Kälte noch lang Gewalt.
  • Wenn neues Eis Matthias bringt, so friert es noch 14 Tage; wenn noch so schön die Lerche singt – die Nacht bringt neue Plage.
  • Trat Matthias stürmisch ein, kann’s bis Ostern Winter sein.

26. Februar: St. Alexander und 27. Februar: St. Leander

  • Alexander und Leander riechen Märzenluft miteinander.

Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich's Wetter oder es bleibt, wie es ist.

Die Bauernregeln im Februar sagen viel über die Länge des Winters voraus.
Zwei Bauernregeln, die absolut ihre Berechtigung haben: "Abendrot, schön Wetterbot“ und „Morgenrot, schlecht Wetter droht."

Es geht das Gerücht um, dass die ersten Bauernregeln bereits in der Antike entstanden sind. Aufgrund der Notwendigkeit für Landwirte und Gärtner kann man sich vorstellen, dass man jede Form der Vorhersage nutzen wollte. Oft geht es dabei um Großwetterlagen, wie beim Siebenschläfer etwa. Die einzelnen Tage als Prognose heranzuziehen, ist heute aber auch ein bisschen so wie würfeln. Auch wenn bekannte Bauernregeln wie die Eisheiligen zu 70 Prozent zutreffen, die meisten Bauernregeln sind heute einfach ein Spaß.

Und nun ein Blick auf das ganze Jahr

29. Februar: St. Roman

  • War der Romanus hell und klar, bedeutet es ein gutes Jahr.
  • An Romanus und Lupizinius (21. März) – unsere Sonne scheinen muss.

Wir drücken uns die Daumen, dass es ein gutes Jahr wird.

Unsere Wettertrends und Themenseiten

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(avo)