Wie will der Sommer werden?

Das sagen die Bauernregeln im April

von Claudia Träger

Diese Bauernregel für den April kennt jedes Kind: Der April macht, was er will. Sie beschreibt das launische Aprilwetter, das zwischen sonnigen Abschnitten, Schauern – gerne mit Graupel oder Schnee, Wind und Regenbogen hin- und herspringt. Sie stimmt definitiv und ist meteorologisch zu erklären. Eine Variante dieser Regel mit praktischem Tipp: Gehst du im April bei Sonne aus, lass nie den Regenschirm zu Haus. Andere Bauernregeln sollen aber etwas über das Wetter im Verlauf des Jahres aussagen. Den Regeln liegen Erfahrungen der Landwirte und anderen Menschen, die vom Wetter abhängig waren, zugrunde. Einige Bauernregeln für den April nehmen wir hier mal unter die Lupe.

Im Video: So entwickeln sich die Temperaturen in den nächsten 14 Tagen

Die Bauernregeln für den April haben so einiges über die Ernte zu sagen.
Aprilwetter und Kartenglück, wechseln jeden Augenblick.

Das sagt das Wetter im April über das Wetter im Mai

Auf Ausgleich, auf den die Hochs und Tiefs und ihre Luftströmungen in der Atmosphäre ohnehin aus sind, setzen diese beiden Bauernregeln:

  • Ist der April zu schön, kann im Mai der Schnee noch wehn.
  • Ist der April schön und rein, wird der Mai um so wilder sein.

Einen Ausreißer in diesem Zusammenhang macht die Bauernregel zum 4. April

  • Ist Ambrosius schön und rein, wird Sankt Florian (4. Mai) milder sein.

Kälte und Schnee Ende April bis weit in den Mai hängt nach Bauernregeln vom 24. und/oder 28. April ab.

  • Wenn's friert an Sankt Fidel (24. April), bleibt's 15 Tag noch kalt und hell.
  • Friert's am Tag von Sankt Vital (28. April), friert es wohl noch fünfzehn Mal.
Kälte ist dagegen nicht mehr zu befürchten, wenn es im April Gewitter gibt.
  • Grollt der Donner im April, ist vorbei des Reifes Spiel.

Regen im April und seine Vorzüge - das sagen die Bauernregeln

Die Bauernregeln für den April sagen viel über die Zusammenhänge zwischen Wetter im April und Ernte aus.
Warmer Regen im April lässt die Pflanzen sprießen.

Auch heute freut sich die Landwirtschaft über Regen im April. In der wichtigen Wachstumsphase der Pflanzen ist Wasser einfach total wichtig. Jede Menge Bauernregeln widmen sich diesem Zusammenhang.

  • April kalt und nass füllt Scheuer und Fass.
  • Regen im April, jeder Bauer will.
  • Bringt der April viel Regen, so deutet der auf Segen.
  • Je mehr im April die Regen strömen, desto mehr wirst du vom Felde holen.
  • April warm und nass, tanzt die Magd ums Butterfass.


Aber aufgepasst! Wenn's viel regnet am Amantiustag (das ist der 8. April), ein dürrer Sommer folgen mag. Das ist dann natürlich auch wieder nicht so gut. Die Richtigkeit dieses Reims ist sogar belegt. Regnet es um dem 8. April überdurchschnittlich häufig, ist die Wahrscheinlichkeit für trockene Hochsommermonate Juli und August relativ hoch. In zwei von drei Jahren ist dies der Fall.

Trockenheit im April und die Folgen - Bauernregeln verweisen auf Gefahren

Schon die Bauernregeln sagen, dass Trockenheit im April für die Ernte schlecht ist.
Trockenheit im April ist extrem schlecht für die Landwirtschaft.

Umgekehrt ist es natürlich eine Gefahr für die Ernte, wenn der Regen im April ausbleibt. So wurde auch für diese Fälle, die in den letzten Jahren schon häufiger vorkommen, gereimt:

  • Ist der April zu trocken und licht, so gerät das Futter nicht.
  • Trockener April stellt die Mühlen still.
  • April windig und trocken, macht alles Wachstum stocken.
Nicht ganz so pessimistisch ist diese Bauernregel, die sich nicht unbedingt auf Trockenheit, aber immerhin auf viel Sonne und Wärme bezieht:
  • Bleibt der April recht sonnig und warm, macht er den Bauern auch nicht arm.

Lese-Tipp: Was sind Bauernregeln eigentlich und stimmen sie überhaupt?

Sonnenschein im April und seine Wirkungen nach Bauernregeln

  • Gibt's im April mehr Regen als Sonnenschein, wird warm und trocken der Juni sein.
  • Gibt's an Markus (25. April) Sonnenschein, so bekommt man guten Wein.

Ruppiges Wetter im April - gut für die Ernte

Gar nicht so schlimm für die Landwirtschaft ist rauhes Aprilwetter mit Regen, Wind, Gewittern und Schnee. Da haben die Bauernregeln auch recht, denn das ist schließlich normal für den April.

  • Wenn der April Spektakel macht, gibt’s Heu und Korn in voller Pracht.
  • Wenn der April stößt rau ins Horn, so steht es gut um Heu und Korn.
  • Aprilsturm und Regenwucht, kündet Wein und gold'ne Frucht.
  • Bläst der April mit beiden Backen, gibt's viel zu jäten und zu hacken.
  • Donner im April viel Gutes künden will.
  • Im April ein tiefer Schnee, keinem Dinge tut er weh.

Und noch mehr Lostage, die auf das Jahr und die Ernte schauen

Wein Heu, Körner, Butter - die Bauernregeln verbinden oft Wetter mit der Ernte.
Viel Sonne im April, bringt viele Körner und gute Wein. Das hier ist alerdings ein Rapsfeld im April.
  • Ist Sankt Vinzenz (5. April) Sonnenschein, gibt es vielen guten Wein.
  • Ist Sankt Vinzenz Sonnenschein, bringt es viele Körner ein.
  • Gewitter am Sankt Georgstag (23. April), ein kühles Jahr bedeuten mag.
  • Wenn an Sankt Georg der Regen fehlt, wird man hernach damit gequält.

Für den Tanz in den Mai wünschen sich die allermeisten Bauern vermutlich trockenes Wetter. Wenn es anders kommt, ist das vielleicht ein Trost:

  • Regen auf Walpurgisnacht (30. April) hat stets ein gutes Jahr gebracht.

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