Australier spüren Klimawandel nun im Portemonnaie

Australische Buschfeuer: Verheerende Schadensbilanz der Brände

Klimarat veröffentlicht Schadensbilanz

Wochenlang hat es gebrannt in Australien - auch in den Touristenregionen in "Down Under". Jetzt gibt es erste Schadensmeldungen - die Australier spüren den Klimawandel nun auch im Portemonnaie. Die Buschbrände in Australien haben einer Schätzung zufolge allein im Tourismus einen Schaden von umgerechnet mindestens 2,6 Milliarden Euro ausgelöst. Das geht aus einer Bilanz des australischen Krisensommers hervor, den der Klimarat nun veröffentlichte. 

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"Sommer wie diesen nie erlebt"

ARCHIV - 07.01.2020, Australien, Kangaroo Island: Ein verletzter Koala sitzt nach den Buschfeuern auf Kangaroo Island. (zu dpa
Die Bilder der verletzten Koalas gingen um die Welt. © dpa, David Mariuz, dm ss tli nwi kde

Fast 80 Prozent aller Australier seien von den Folgen der monatelangen Brände direkt oder indirekt betroffen gewesen, erklärte der Climate Council. "Ich kämpfe seit 50 Jahren gegen Feuer - und einen australischen Sommer wie diesen habe ich noch nie erlebt", sagte der frühere Feuerwehrchef des am schwersten betroffenen Bundesstaats New South Wales, Greg Mullins.

Der Klimawandel habe die noch dagewesenen Feuer angeheizt. Laut der Mitteilung gingen zwischen November und Februar bei den Versicherungen in vier Bundesstaaten 23.000 Schadensmeldungen ein. 

Dramatische Vorher-Nachher-Bilder der Brände

Vom Feuer zur Überschwemmung ist es nicht weit

Insgesamt brannten in Australien über Monate 12,5 Millionen Hektar nieder, das ist mehr als ein Drittel der Fläche von Deutschland. 33 Menschen starben, 3.000 Häuser wurden zerstört. Premierminister Scott Morrison sprach von einem "Schwarzen Sommer" für das Land.

Besonders schlimm war die Situation im Januar und im Südosten. In den vergangenen Wochen half der Regen, die Lage unter Kontrolle zu bringen, er löste aber auch Überschwemmungen aus.

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