Australien: Neue Hoffnung für das Great Barrier Reef

Neue Hoffnung für das Great Barrier Reef?
Neue Hoffnung für das Great Barrier Reef? Das Korallenriff in Australien ist bedroht 00:01:31
00:00 | 00:01:31

Das größte Korallenriff der Erde ist vom Aussterben bedroht

Seit Jahren wachsen in Australien die Sorgen um das Great Barrier Reef, die zunehmende Umweltverschmutzung und der fortschreitende Klimawandel haben das größte Korallenriff der Erde an den Rand des Aussterbens gebracht. Etwa zwei Drittel des Riffs gelten mittlerweile als zerstört, die meisten Korallen dort sind ausgeblichen oder abgestorben. Doch es gibt Hoffnung: Forschern ist es jetzt erstmals gelungen, Korallen zu transplantieren. Wie das funktioniert, erklären wir in unserem Video.

Australischen Forschern glückt Korallen-Transplantation

Das Great Barrier Reef gilt schon lange als bedroht - aber jetzt könnte es Hoffnung geben.
Das Great Barrier Reef gilt schon lange als bedroht. © dpa, James Cook University, as ms wst tmk

Die Nachzucht von Korallen stellt eine schwierige Aufgabe dar, Versuche neue Population am Great Barrier Reef anzusiedeln, schlugen in der Vergangenheit mehrfach fehl. Der neue Plan der australischen Forscher sieht vor, Korallen-Larven direkt auf dem Riff großzuziehen. Das funktioniert erstaunlich gut, allerdings ist die Methode zeitraubend und teuer.

Das Great Barrier Reef war einst für seine Farbenpracht bekannt, in den vergangenen Jahren geben wissenschaftliche Untersuchungen jedoch vermehrt Anlass zur Sorge. Rund 1.500 Kilometer des Riffs sind von der sogenannten Korallenbleiche betroffen. Forscher bezweifeln, dass das Ökosystem sich von alleine erholen kann.

Die Gründe für das Sterben oder Ausbleichen der Korallen sind vielfältig. Eine Hauptursache ist jedoch die gestiegene Wassertemperatur im Pazifik. Korallen leben in wechselseitigen Beziehungen mit Algen. Bei hohen Wassertemperaturen werden die Algen giftig, woraufhin die Korallen sie abstoßen und ihre Farbe verlieren.