Australien: Alle Brände in Bundesstaat New South Wales unter Kontrolle

FILE - In this Saturday, Jan. 4, 2020 file photo, smoke from a fire at Batemans Bay, Australia, billows into the air as strong winds and high temperatures were forecast to spread flames. On Thursday, Feb. 13, 2020, scientists from the U.S. National O
Dieses Foto zeigt Rauch von einem Feuer in Batemans Bay (Australien), Es stammt vom 4. Januar. © AP, Rick Rycroft, RR

Die desaströsen Brände im Südosten Australiens haben die Welt beschäftigt. Nun gibt es gute Nachrichten: Alle Feuer in dem am schwersten betroffenen Bundesstaat New South Wales sind unter Kontrolle. Der Regen der vergangenen Tage hat die Löscharbeiten begünstigt.

Feuerwehr: „Sehr traumatischen und anstrengenden“ Brandsaison

Nach einer „sehr traumatischen und anstrengenden“ Brandsaison seien das „großartige Neuigkeiten“, teilte die Feuerwehr am Donnerstag auf Twitter mit.  In dem südöstlichen Bundesstaat, der am schwersten von den Feuern betroffen war, sind seit September Millionen Hektar Land verbrannt. 25 Menschen starben dort, unter ihnen sechs Feuerwehrleute, und mehr als 2.400 Häuser wurden von den Flammen zerstört. Unzählige Tiere starben.

„Ohne den Regen wäre es nicht möglich gewesen“

Als im Januar die Prognosen Niederschläge zeigten, keimte Hoffnung auf.

Anfang Februar setzte dann besonders heftiger Regen ein und überflutete ganze Landstriche. Die Unwetter haben die Löscharbeiten aber begünstigt: „Die Feuerwehr hat sehr hart gearbeitet, aber ohne den Regen wäre es nicht möglich gewesen“, sagte Feuerwehrsprecher James Morris.

Auch in den nächsten Tagen fällt Regen:

Im Pazifik rückte Zyklon „Uesi“ in Richtung der australischen Lord-Howe-Insel, sie liegt etwa 600 Kilometer östlich des Kontinents. Möglicherweise könnte der Zyklon Stufe zwei von fünf erreichen. Die Insel gehört zum Welterbe der Unesco. Das Festland wird der Zyklon voraussichtlich nicht erreichen.

Die Unwetter kosteten mindestens ein Menschenleben

Die lang ersehnten Niederschläge kosteten aber auch mindestens ein Menschenleben. Nach heftigen Regenfällen war im benachbarten Bundesstaat Queensland in einem Fluss die Leiche eines 75 Jahre alten Kajak-Paddlers gefunden worden. Zuvor galt der Mann laut Polizei als vermisst.

Zudem wurde an einem Wasserfall in der Touristenregion Gold Coast nach einer 26 Jahre alten Frau gesucht. Helfer mussten mindestens 19 Rettungsaktionen starten, unter anderem für ein Pflegeheim, das wegen der Wassermassen evakuiert wurde.

Allein in New South Wales gab es etwa ein Dutzend Warnungen vor Überschwemmungen. In Sydney und im Umland waren wegen des Regens noch immer mehr als 20.000 Haushalte ohne Strom.

A supplied image shows park staff moving koalas to drier enclosures during a flash-flood at the Australian Reptile Park in Somersby, NSW, Australia, January 17, 2020.   Mandatory credit AAP Image/Supplied by the Australian Reptile Park/via REUTERS
Diese Koalas mussten vor Überschwemmungen im Australian Rpetile Park in Somersby gerettet werden. © REUTERS, STRINGER, EA/KC/LP

Die Brandsaison ist noch nicht vorbei

Zwar brennen in New South Wales nach Angaben der Feuerwehr noch immer 24 Feuer. Die meisten von ihnen seien aber klein und würden sich „sehr wahrscheinlich“ nicht ausbreiten, sagte Feuerwehrsprecher Morris. „Wir sind extrem glücklich. Das ist eine riesige Erleichterung.“

Die Feuerwehr sei weiter im Einsatz, um die betroffenen Gebiete zu beobachten. Denn: „Die Brandsaison ist nicht vorbei.“ Manchmal dauere sie bis April.