Aus Angst vor Waldbränden in Kalifornien: Energieversorger knipst den Strom aus

dpatopbilder - Ein Waldbrand wütet am 10.10.2017 in Napa County (USA) in der Nähe der Weinberge. Bei den verheerenden Wald- und Buschbränden im Norden Kaliforniens sind mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. (zu dpa «Mindestens 17 Tote bei Brände
Die Angst vor Waldbränden in Kalifornien ist groß! © dpa, Stuart Palley, zeus joh gfh soe

Vorsichtsmaßnahme gegen Waldbrände

Der US-Energieversorger Pacific Gas & Electric (PG&E) hat in weiten Teilen Nordkaliforniens die Stromversorgung abgeschaltet. Bis zu 800.000 Kunden, also mehr als eine Million Menschen, werden in den nächsten Tagen in 34 Bezirken des Westküstenstaates von der Maßnahme betroffen sein. PG&E bezeichnet den Schritt als Vorsichtsmaßnahme wegen der erhöhten Waldbrandgefahr bei starken Winden.

Feuerausbreitung durch schlecht gewartete Stromleitungen, 2018 gab es 85 Tote

Vorwürfe gegen PG&E wegen schlecht gewarteter Stromleitungen sind nach zahlreichen Großbränden in Kalifornien in den vergangenen Jahren immer wieder laut geworden. Der verheerende Waldbrand in der nordkalifornischen Ortschaft Paradise, der im vorigen November 85 Menschen das Leben kostete, soll durch defekte Stromleitungen ausgelöst worden sein. Starker Wind, warme Temperaturen und eine trockene Vegetation trugen Untersuchungen zufolge dazu bei, dass sich das Feuer extrem schnell ausbreitete.

Camp-Feuer: 18.000 Gebäude brannten aus

Das sogenannte Camp-Feuer war am frühen Morgen des 8. November ausgebrochen. Mehr als 18.000 Gebäude brannten binnen Stunden aus, darunter fast 14.000 Wohnhäuser. 85 Menschen kamen ums Leben, Zehntausende wurden obdachlos. Es war der Brand mit den meisten Toten in Kalifornien seit Beginn der Aufzeichnungen.