August-Eiszeit in Deutschland: Minusgrade im Erzgebirge gemessen

Minus 2 Grad in Marienberg-Kühnhaide

Jetzt hat es uns also erwischt. Die nach Deutschland eingeflossene Polarluft hat uns negative Temperaturwerte beschert. In der Nacht auf Donnerstag fiel das Thermometer auf -2 Grad. Im Erzgebirge wurde diese Temperatur in Marienberg-Kühnhaide gemessen. Zwar auf etwas mehr als 700 Meter, aber dennoch ein echter Kälteschock.

Polarluft, Kälte
Nichts mit draußen sitzen. Bodenfrost ist angesagt.

Denn auch in den Niederungen war es kaum wärmer. In Bad Königshofen beispielsweise am Fuße der bayerischen Rhön war es auf 288 Metern 1 Grad kalt. Auch der Ort Kaltennordheim in der thüringischen Rhön machte seinem Namen bei 1 Grad alle Ehre. Die Mittelgebirge erstarren also.

Franken, Sachsen, Hessen, auch im Sauerland und im Hunsrück rutschten die Temperaturen in den Keller. 0 Grad in Bad Berleburg, nur 1 Grad in Dill im Hunsrück, 2 Grad im hessischen Bergland. Auch auf der Schwäbischen Alb war es mit nur einem Grad saukalt. Da muten die 10 Grad an der Küste ja fast sommerlich an.

Schuld an der Kälte sind ein Tief über Skandinavien und ein Hoch über dem westlichen Atlantik, die kalte Luft aus der Polarregion nach Mitteleuropa schaufeln.

Das Grauen im August ist aber bald vorbei. Am Freitag machen sich die Temperaturen wieder auf den Weg in Richtung 20 Grad, Niederschläge sind besonders in der Nordhälfte unterwegs. Und das Wochenende bringt dann verbreitet schon wieder Werte über 25 Grad und mehr Sonnenschein, nur im Norden ist bei 20 Grad Schluss.