Er filmt da, wo andere Urlaub machen

Auge in Auge mit Haien, Mantarochen und Co.: Lennart aus Oldenburg arbeitet als Unterwasserkameramann

Es ist Lennarts Traumjob - der ihn trotzdem manchmal traurig macht

Lennart Rossenfeld aus Oldenburg taucht seit 13 Jahren. Der 25-jährige ist Unterwasserkameramann und reist für seine Bilder um die ganze Welt. In Raja Ampat in West Papua filmt er Mantarochen, auf den Bahamas Tigerhaie. Seine Lieblingsbilder entstanden auf den Azoren. „Man muss zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein“, sagt der Oldenburger. Im Video zeigt uns Lennart seine schönsten Bilder. Er erzählt, warum sein Lieblingstier der Unterwasser-„Chef“ ist und welche Momente ihn bei seiner Arbeit wirklich traurig machen.

Warum Haie keine Killer sind

Ein Hai auf den Azoren, aufgenommen von Unterwasserkameramann Lennart Rossenfeld
Ein Hai auf den Azoren, aufgenommen von Unterwasserkameramann Lennart Rossenfeld © Lennart Rossenfeld / Feed your dreams

Lennarts Lieblingstier ist der Hai. Schon seitdem er 16 Jahre alt ist, ist er von dem Charisma der Tiere fasziniert. Den Killer-Ruf hätten Haie zu Unrecht, sagt der Unterwasserkameramann. Aber man muss trotzdem vorsichtig sein und sie immer im Blick behalten. „Die einzige Gefahrenquelle, die man mit Haien eigentlich haben kann, ist, wenn du die Übersicht über die Tiere verlierst.“

Knochenjob Unterwasserkameramann

Unterwasserkameramann Lennart Rossenfeld bei der Arbeit
Unterwasserkameramann Lennart Rossenfeld bei der Arbeit © Lennar Rossenfeld / Feed your Dreams

Zu Lennarts Kunden gehören Touristikunternehmen und Fernsehsender. Er erlebt aufregende Momente und sieht wunderschöne Bilder aus einer anderen Welt. In Kenia ist Lennart schon mit Walhaien getaucht.

Das klingt vielleicht so, als würde er Geld mit einer tollen Urlaubsreise verdienen. Aber sein Beruf ist ein Knochenjob. Etwa 20 Kilogramm Tauchausrüstung plus 15 Kilogramm Kameraequipment schleppt er auch zwischen den Tauchgängen mit sich herum.

Ein wichtiger Faktor bei seiner Arbeit sei aber auch der Kopf, sagt Lennart: „Dieses Mentale. Du steigst morgens um sieben in deinen Tauchanzug ein und steigst abends um zehn aus diesem Anzug raus. Es kann jederzeit passieren, dass du von jetzt auf gleich 100 Prozent geben musst, denn oft hast du nur eine Chance, um dieses Bild einzufangen.“