Frühlingsgefühle beim Feldhamster

Der Feldhamster auf Wolke 7
Der Feldhamster auf Wolke 7 © deutsche presse agentur

Auf Wolke 7

Gerade erst aufgewacht, hat der Feldhamster derzeit nur eines im Sinn: Er will sich so schnell wie möglich paaren. Dabei stellt er kaum Ansprüche; hat er ein Hamsterweibchen gefunden, ist es "die Richtige". Der Feldhamster schwebt jetzt auf Wolke 7.

Winterschlaf der Feldhamster endet

Während die Männchen in diesen Tagen so schnell wie möglich aus den Bauen klettern, um auf den Kornfeldern Nahrung zu suchen, "pusseln" die Feldhamster-Weibchen noch in ihren Wohnhöhlen herum. Das hat einen guten Grund: "Beide Geschlechter beenden den Winterschlaf ungefähr zur selben Zeit, aber die Männchen tauchen zuerst an der Oberfläche auf", sagt Carina Siutz, Feldhamsterforscherin und Forschungspreisträgerin der Deutschen Wildtier Stiftung. "Wir nehmen an, sie wollen schnell Energiereserven aufstocken und möglichst viel futtern, um körperlich in Bestform zu kommen."

Feldhamster sind Einzelgänger

Für ein erfolgreiches Date strengt sich der sonst alleinlebende "Single" enorm an. Feldhamster sind überzeugte Einzelgänger; nur zur Paarung treffen sich Männchen und Weibchen. Die Paarung findet dann im Bau des Weibchens statt. 

Feldhamster
Ein Feldhamster krabbelt auf einer Ackerfläche im aus seinem Bau. © deutsche presse agentur

Wie kommt es zum "Match"? "Das ist oft schwierig", sagt Siutz. In Deutschland sind Feldhamster selten; in manchen Regionen sogar vom Aussterben bedroht. Leben zu wenige Hamster an einem Ort, muss das Männchen auf eine intensive Suche gehen, um eine Partnerin zu finden. Häufig wandern sie deshalb in ihrem Territorium mehrere Kilometer ab, bis sie den Bau eines Weibchens ausgemacht haben. Sobald das Weibchen auftaucht, erhält es eindeutige Avancen, denen es sich nicht entziehen kann. Ist der Bau verschlossen, bleibt das Männchen geduldig wartend vor dem Eingang sitzen, bis sich die Verehrte zeigt.