Delta bringt krasse Regenmengen

Atlantische Hurrikan-Saison 2020: Louisiana zum vierten Mal getroffen

Atlantische Hurrikan-Saison 2020: Louisiana zum vierten Mal getroffen
© AP, Gerald Herbert, STW

Riesen-Hurrikan "Delta": 430 Liter Regen pro Quadratmeter

Sturm auf Sturm prallt auf die Küste der Vereinigten Staaten. Besonders betroffen: Louisiana. Der Bundesstaat mit der großen Küstenstadt New Orleans wurde bereits vom vierten Sturm in diesem Jahr heimgesucht. 

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Hurrikan Delta bringt verheerende Regenfälle.
Hurrikan Delta bringt verheerende Regenfälle. © REUTERS, ADREES LATIF, AL

Vor sechs Wochen wütete "Laura" genau dort

Der Sturm „Delta“ traf mit Windgeschwindigkeiten von gut 150 Kilometern pro Stunde auf die Küste des US-Bundesstaates Louisiana und brachte heftige Regenfälle mit sich. Laut Fernsehsender CNN galt für rund fünf Millionen Menschen im Mississippi River Valley eine Warnung vor Sturmfluten. 

Im Südwesten Louisianas fielen demnach in einigen Gegenden rund 430 Liter Wasser pro Quadratmeter. In dem Bundesstaat hatten am Samstagmorgen rund 600.000 Kunden nach Angaben der Webseite Poweroutage.us keinen Strom, in Texas und Mississippi gab es je rund 100.000 Ausfälle.

Dieser Truck wurde von den Windböen einfach umgeworfen.
Dieser Truck wurde von den Windböen einfach umgeworfen. © ADAM FIELDS via REUTERS, ADAM FIELDS, LP

Mehr als 200.000 Haushalte ohne Strom

Der Hurrikan schwächte sich über dem Golf von Mexiko zuvor von Stufe drei auf Stufe zwei ab - und Meteorologen rechneten damit, dass er auf seinem Weg durch Louisiana schnell an Kraft verlieren werde.

Die Behörden verwiesen unter anderem darauf, dass der Wind zum Teil immer noch herumliegende Trümmerteile des vorherigen Hurrikans „Laura“ durch die Gegend wirbeln könnte.

Regen ohne Ende - und die Schäden der vorhergehenden Hurrikane sind noch gar nicht repariert.
Regen ohne Ende - und die Schäden der vorhergehenden Hurrikane sind noch gar nicht repariert. © REUTERS, KATHLEEN FLYNN, CP/OLA

Drei Meter hohe Sturmfluten

An vielen Häusern sind die Schäden von „Laura“ noch nicht behoben. So war auf Fernsehbildern zu sehen, dass zahlreiche Gebäude blaue Planen statt fester Dächer haben.

Rund 10.000 Menschen wohnen seitdem immer noch in Hotels, wie Gouverneur John Bel Edwards am Freitag sagte. Angesichts der Corona-Krise sollen Notunterkünfte bei Evakuierungen nur kurz genutzt werden. Danach würden die Menschen schnell auf weitere Hotelzimmer verteilt werden, sagte Edwards. Die Behörden rechneten mit zum Teil bis zu drei Meter hohen Sturmfluten. 

Atlantische Hurrikan-Saison 2020 auf absoluten Rekordkurs: Bereits 26 benannte Stürme

Die Hurrikan-Saison 2005 war bislang bei vielen Rekorden für die atlantische Sturmsaison das Maß der Dinge. Katrina, Wilma und Rita sind aufgrund der Stärke und der Zerstörungen sicherlich noch vielen von uns im Gedächtnis. Auch die Anzahl der Stürme war 2005 enorm. Insgesamt gab es damals 28 benannte Systeme. Allerdings bildete sich beispielsweise der Sturm „Gamma“ erst am 13. November 2005. Also im Vergleich zur aktuellen Saison über einen Monat später. Ihm folgten damals mit „Delta“, „Epsilon“ und „Zeta“ noch drei weitere Stürme. In diesem Jahr steht aber zu befürchten, dass es noch mehr tropische Sturmsysteme sein werden. Damit ist die atlantische Hurrikan-Saison 2020 auf einem absoluten Rekordkurs. Zumal aus dem Tropentief „Twenty-Six“ ja inzwischen Hurrikan „Delta“ geworden ist. Im Jahr 2005 bildete sich „Delta“ erst am 22. November.

Video: So entsteht ein Hurrikan

Die atlantische Hurrikansaison geht vom 01. Juni bis zum 30. November

Das Hurrikan-Jahr 2020 hat es in sich. Denn bereits vor dem offiziellen Start bildete sich ein Hurrikan. Am 16. Mai kam Arthur und traf im weiteren Verlauf die Bahamas und Florida. Und auch die nachfolgenden Stürme gingen teilweise als die frühesten in der Saison in die Wettergeschichte ein. Zudem wütete Hurrikan „Laura“ an der US-Südküste.

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