Arktisches Meereis wird schneller dünner

Arktisches Meereis wird schneller dünner

Die Dicke des Arktiseis schrumpft innerhalb von 40 Jahren über 2,30 Meter

Die negativen September-Rekorde bei der flächenmäßigen Eisausdehnung in der Arktis werden inzwischen fast standardmäßig gemeldet. Bislang wurde aber unterschätzt, wie schnell auch die Dicke des Eises abnimmt. Das haben jetzt Wissenschaftler vom Polar Science Center der University of Washington in Seattle bei der Auswertung verschiedener Datensätze festgestellt. Die Studie wurde im Fachmagazin 'The Cryosphere' veröffentlicht.

Demnach hat die Dicke des Eises im Zentrum der Arktis seit 1975 um 65 Prozent abgenommen. Von durchschnittlich 3,59 Metern ist die Dicke auf 1,25 Meter im Jahr 2012 gesunken. Für den September, das Ende des arktischen Sommers, liegt der Rückgang sogar bei minus 85 Prozent. Hier ist das Eis zuletzt auf durchschnittlich nur noch 44 Zentimeter Stärke geschmolzen.

Das arktische Meereis zählt zu einem der gefürchteten Kippelemente im Klimasystem. Wenn es schmilzt, dann kann der dunklere Ozean mehr Wärme aufnehmen und so die Erderwärmung erheblich beschleunigen. An Nord- und Südpol erwärmt sich die Erde sehr viel stärker als im globalen Durchschnitt.

Quelle: klimaretter.info