Knapp 100 Grad Unterschied

Extreme Temperaturkontraste in Amerika - krasse Hitzewelle gegen Megafrost

von Ame­lie von Kru­e­de­ner

Temperaturen von Argentinien.
Teile von Südamerika scheinen zu glühen.

Mit 100 Grad Temperaturunterschied könnte der amerikanische Kontinent in dieser Woche noch glänzen. In Argentinien rollt eine Hitzewelle an, während in Kanada Tiefsttemperaturen von -52 Grad gemessen werden.

In Argentinien rollt eine brachiale Hitzewelle heran - Stromausfall in Buenos Aires

RTL-Meteorologe Martin Pscherer schätzt die Lage in Argentinien so ein: „Argentinien steht eine enorme Hitzewelle bevor. Zur Zeit werden hier schon Temperaturen bis 43 Grad erreicht. Und das ist noch nicht das Ende. In den nächsten Tagen wird es teilweise noch heißer mit Höchstwerten bis 45 Grad und mehr. Selbst ein Knacken des Hitzerekordes von 48,9 Grad ist nicht ganz auszuschließen.“

700.000 Menschen im Großraum Buenos Aires mussten die Hitze zwischenzeitlich ohne Klimaanlage ertragen: der Strom war ausgefallen. Grund für den Stromausfall war Medienberichten zufolge ein Brand an einer Stromtrasse außerhalb von Buenos Aires. Zuvor hatten die Netzbetreiber Höchststände beim Strombedarf gemeldet. Wegen der Hitze schalteten nämlich viele Menschen ihre Klimaanlagen an. Am Mittag wurden in Buenos Aires rund 39 Grad gemessen.

Bereits seit Wochen läuft es nicht rund beim Polarwirbel – besonders in den USA und Kanada.

Hohe Temperaturen auch in der Antarktika

Polarstation mit hohen Temperaturen.
Der bisherige Rekord vom 21. Januar 1999 lag bei 10,1 Grad Celsius.

Die Extremtemperaturen in Argentinien haben als traurige Begleiterscheinung einen weiteren Rekord gebrochen: In der Polarstation Belgrano II, der südlichsten von 13 argentinischen Forschungsstationen in der Antarktika, zeigte das Thermometer 11,4 Grad Celsius. Das ist die höchste Temperatur seit Beginn der Aufzeichnung. Damit wurde der bisherige Rekord vom 21. Januar 1999 mit 10,1 Grad Celsius klar überschritten.

-52 Grad in Kanada

Und damit geht es zum gerade tiefgefrorenen nördlichen Teil des amerikanischen Kontinents, dem eisigen Kanada: An der Station Rabbit Kettle Hot Springs wurden -52,8 Grad gemessen. Dieser Wert bleibt nur knapp hinter dem Rekord der Nordwest-Territories von -54,7 Grad vom März 2017 in Mould Bay auf der Prince Patrick Insel zurück.

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Kälte mit extremen Niedriggraden

Auch sonst gibt es aktuell über Nunavut bis Ontario und Quebec teils unter -30 Grad, darunter auch in Orten südlich des 50sten Breitengrades wie zum Beispiel Lake Superior Provincial Park in Ontario (47,7 Grad nördliche Breite) oder Val D´Or in Quebec (48,1 Grad nördliche Breite).

Auch dieses Jahr startet schon mit Extremwetter

2022 macht also weiter mit Extremwetter-Ereignissen. Schon 2021, das als das fünftwärmste Jahr seit der Wetteraufzeichnungen gilt, sorgte für etliche besorgniserregende Höchststände und viele Naturkatastrophen.

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