Wetter 2020 - das waren die Wetter-Highlights des Jahres

Als Orkan Sabine das ganze Land lahm legte

Das Wetter-Jahr 2020 im Rückblick

Das Wetterjahr 2020 steht natürlich im Zeichen von Orkan Sabine Anfang Februar – das Tief, das genau über den Sitz von wetter.de in Köln zog. Die Trockenheit war ein bestimmendes Thema und die daraus resultierenden Sorgen über unsere Wasserversorgung. Und dann kam noch eine Hitzewelle.

An dieser Stelle widmen wir uns dem Orkan Sabine, der schon im Vorfeld riesige Schlagzeilen machte, weil die Warnungen sehr deutlich waren und viele das für überzogen hielten. Es wurde sogar ein Bundesligaspiel abgesagt. Dass am Ende nur wenige Menschen zu Schaden kamen, liegt auch an den frühen Warnungen.

Sturm Sabine legt Deutschland lahm und tötet 14 Menschen

Der bei uns unter dem Namen „Sabine“ wütende Orkan vom 9. und 10. Februar hatte in Europa viele Namen. „Ciara“ in Westeuropa, „Elsa“ in Norwegen – doch zerstörerisch war der Orkan überall. 14 Menschen kamen ums Leben, der Flugverkehr wurde lahmgelegt – und es wurden Windspitzen von 178 km/h auf dem Feldberg und 170 km/h auf dem Brocken gemessen.

Im Erzgebirge flog das Dach einer Turnhalle weg, in Bayern saßen bis zu 60.000 Menschen ohne Strom in ihren Wohnungen, ein Kran stürzte in den Frankfurter Kaiserdom. Was Sabine sonst noch aus dem Weg räumte, sehen sie im Video.

Sturm Sabine: Ganz Europa getroffen – Unser Artikel vom 11. Februar

So sah es nach Orkan Sabine in Hannover aus.
So sah es nach Orkan Sabine in Hannover aus. © imago images/localpic, via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Da ging gar nix: Bundesliga, Bahn, Skispringen - und der Strand auf Wangerooge einfach weg

Vor „Sabine“ war im Vorfeld umfangreich gewarnt worden. Etliche Veranstaltungen wurden abgesagt, Menschen blieben zuhause, fuhren nicht zur Arbeit, die Bahn hatte ihren Verkehr ohnehin mehr oder weniger eingestellt. Der Schul- und Kitabetrieb wurde am 10. Februar in mehreren Regionen eingestellt. Das Bundesligaspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln wurde abgesagt, das Skispringen in Willingen sowieso. Die durch den Sturm ausgelösten Sturmfluten spülten den Badestrand auf Wangerooge fast vollständig weg.

Manche hielten die Maßnahmen damals für übertrieben, aber dank der Warnungen im Vorfeld kamen nicht so viele Menschen zu Schaden wie befürchtet. Am Ende starben in Deutschland nur zwei Menschen durch den Sturm.

Übrigens: Durch den Orkan stellten Windkraftanlagen mit einer Einspeisung von 109 Gigawatt einen europaweiten Windkraftrekord auf.

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