Achtung, Ansteckungsgefahr: Darum sollten wir tote Tiere niemals anfassen!

Ein Feldhase hockt im Gras
© deutsche presse agentur

Hasenpest bei tot aufgefundenem Hasen festgestellt

Im bayrischen Deggendorf ist ein Fall von Hasenpest aufgetreten. Ein im Stadtgebiet tot aufgefundener Hase war mit dem Krankheitserreger infiziert, wie das Landratsamt Deggendorf am Montag unter Berufung auf das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mitteilte.

Auch für Menschen gefährlich!

Achtung! Die Krankheit ist auch für Menschen ansteckend und lebensgefährlich. Kontakt mit kranken oder toten Tieren muss vermieden werden. Die Symptome ähneln denen einer Grippe, die Krankheit wird mit Antibiotika behandelt. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 50 infizierte Feldhasen in Bayern registriert.

Hasenpest, auch Nagerpest genannt, ist eine bakterielle Infektionserkrankung, die vor allem bei wildlebenden Nagern vorkommt und häufig zum Tod führt. Betroffene Tiere magern ab, haben struppiges Fell, einen schwankenden Gang und werden teilnahmslos. Neben Hasen können sich Kaninchen, Mäuse, Ratten, Eichhörnchen und Vögel infizieren. Wer ein lebloses Tier findet, sollte den Jagdrevierbesitzer oder die Polizei informieren.

So können Sie sich schützen:

Folgende Vorsichtsmaßnahmen in Bezug auf erkrankte oder an einer Krankheit verendete Tiere empfiehlt das Bayrische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit:

  • Vermeidung von ungeschütztem Kontakt zu Wildtieren, insbesondere bei offensichtlichen kranken Tieren
  • Vermeidung von ungeschütztem Kontakt zu Kadavern von Wildtieren
  • Einhalten der Arbeitshygiene beim Umgang mit erkrankten oder toten Wildtieren
  • Einhalten der Arbeits- und Küchenhygiene beim Umgang mit Wildbret während der Vorbereitung und der Zubereitung
  • Wildgerichte nur gut durchgegart verzehren


Quelle: DPA/RTL.de