Pünktlich zum Winteranfang

7-Tage-Wettertrend: Zwischen kompletter Einwinterung und Larifari-Winter

Der eisige Ostwind kehrt zurück. Damit bringt das Wetter der kommenden Tage Frost, Glätte und Schnee nach Deutschland. Pünktlich zum meteorologischen Winteranfang gibt es Winterwetter. Wir klären, was wann wo passiert.

Oben im Video: So strömt die Kaltluft zu uns

Donnerstag: Kältere Luft und erste Flocken

Höchsttemperaturen am 01. Dezember 2022
Ab Donnerstag ist es frühwinterlich kalt bei uns. Im Osten gibt es meist nur noch Temperaturen um 0 Grad.

Am Donnerstag haben wir es erst einmal mit ruhigem Wetter zu tun. Viele Wolken und Nebelfelder sorgen für einen grauen Himmel. Im Norden und Westen gibt es ab und an etwas Regen. Ab dem späten Nachmittag kann es besonders in Thüringen leichte Schneefälle geben. Die Sonne zeigt sich nur sporadisch.

Die Temperaturen gehen im Ostwind zurück auf 1 bis 7 Grad. Am Nordrand der östlichen Mittelgebirge kann es örtlich leichten Dauerfrost geben.

Lese-Tipp: Das ist der Unterschied zwischen meteorologischem und kalendarischem Winteranfang

Freitag: Winter in Deutschland macht ernst

Schneebedeckung am Freitag, 02. Dezember
Am Freitag brieten sich Schneefälle von Südwesten bis in die Mitte aus. Bis zum Nachmittag bildet sich in den blauen Regionen wohl eine Schneedecke aus. In den anderen Regionen sind Luft und Böden dafür wohl noch zu mild.

Am Freitag ist es dann so weit: Von Südosten zieht ein Schneefallgebiet auf. Von Bayern bis nach Hessen, Thüringen und Sachsen schneit es oft bis in die Niederungen. Zum Abend rutschen die Niederschläge bis nach Südniedersachsen, NRW und Rheinland-Pfalz. Im Westen bleibt es in den tiefen Lagen oft bei Schneeregen. Eher herbstliches Wetter mit Regenschauern und kräftigem Wind gibt es an den Küsten.

Die Sonne zeigt sich am meisten vom Emsland bis in die Uckermark – also im Norden abseits der Küsten. Die Höchstwerte liegen im östlichen Bergland knapp unter dem Gefrierpunkt. Im Südwesten sind 6 Grad drin.

Samstag: Weiße Überraschungen in der Mitte und im Norden

Schneebedeckung am Samstag, 03. Dezember 2022
Spannend! Eventuell hat sich am Samstagmorgen eine Schneedecke über fast der gesamten Mitte ausgebildet. In den Flussniederungen wird das sicherlich schwierig, aber selbst im Rheinland könnte es kurzzeitig weiß sein.

Der Samstagmorgen bringt für die Mitte Deutschlands eine weiße Überraschung. Die Schneefälle ziehen nach Norden bis Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Südbrandenburg. Vielleicht sogar bis nach Berlin. Zum Nachmittag schneit es kaum noch. Immer mehr Schnee gibt es aber auch in den Schauern an den Küsten, vor allem im eisigen Wind an der Ostsee.

Die Sonne hat es weiterhin schwer und scheint am ehesten im Umfeld der Berge und abseits der Schauer im Norden. Die Höchstwerte liegen zwischen 5 Grad am Oberrhein und minus 2 Grad in Thüringen. Die gefühlten Temperaturen liegen deutlich darunter.

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Sonntag: Der 2. Advent bringt Schmuddelwinter mit Sonnenchancen

Sonnenstunden am Sonntag, den 04. Dezember 2022
Die Sonne macht sich in den kommenden Tagen rar, auch am 4. Advent. Wenn sich Nebel und Hochnebel auflösen, sieht es im Südwesten sowie im Südosten am besten aus. Etwas Hoffnung besteht aber auch für den Norden.

Wolken, Nebel und Hochnebel dominieren auch den 2. Advent. Dabei kann es besonders im Osten etwas Schnee oder Schneeregen geben. Das gleiche gilt auch weiterhin für die windigen Küsten. Etwas Sonnenschein gibt es im Umfeld der Berge und im norddeutschen Binnenland. Also wenig Veränderung – auch bei den Temperaturen: Minus 1 bis plus 6 Grad.

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Montag: Larifari-Winter zum Wochenstart

Höchsttemperaturen am Montag, 05. Dezember 2022
Ganz im Ernst: So richtiges Winter-Feeling kommt bei meist knapp über 0 Grad natürlich nicht auf. Am Montag schmilzt damit der gefallene Schnee leicht vor sich hin oder sogar ganz weg. Damit ist aber auch Glätte tagsüber kein Thema.

Am Montag ziehen im Osten wohl erneut schwache Regen- und Schneefälle durch. Der Winter ist hier nichts Halbes und nichts Ganzes. In den mittleren und höheren Lagen ist die Einwinterung aber in vollem Gange. An den Küsten halten die Schauer weiterhin durch. Ansonsten ändert sich wenig bei Temperaturen von 0 bis 7 Grad.

Dienstag und Mittwoch: Nasskalt und trüb mit Fragezeichen.

Höchsttemperaturen Europa am Dienstag, 06. Dezember 2022
Im Norden und Osten von uns herrscht tiefster Winter mit Höchstwerten unter minus 10 Grad. Das Potential für richtigen Winter ist gegeben. Am Mittelmeer ist es dagegen noch halbwegs warm.

Am Dienstag gibt es kurz gesagt ein Wetter-Déjàvu zum Nikolaustag. Der Mittwoch bringt sowohl Tendenzen einer Milderung als auch Tendenzen einer Abkühlung – ja nach Wettermodell. Zumindest kommt damit wieder etwas Spannung ins Geschehen.

Motor des Winters - so entwickelt sich der Polarwirbel

In der Vorhersage wird die Temperatur in einigen Kilometern Höhe dargestellt. Je gleichförmiger die blauen, also kalten Bereiche zusammenhängen, umso stärker ist der Polarwirbel. Werden hingegen große Lücken und mildere Einschübe in Richtung Nordpol berechnet, dann ist der Wirbel instabiler. Bei einem Polarwirbel-Split teilen sich die blauen Flächen in zwei Teile auf.

Unsere Wettertrends und Themenseiten

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(phe)