Frau Holle grüßt die Zugspitze

7-Tage-Wettertrend: Erst Saharastaub und Blutregen, dann ein satter Temperatursturz

Nochmals erwartet uns ein brisanter Wettermix über Deutschland. Denn mit Tief FINJA steigt die Unwettergefahr deutlich an - selbst einzelne Tornados sind nicht auszuschließen, bevor der Sommer sich vorerst einmal aus unseren Breiten verabschiedet. Das gilt ebenso für das lange Wochenende, das ja ab Donnerstag mit Christi Himmelfahrt beziehungsweise dem Vater- und Herrentag beginnt. Hier die Details für die ganze Woche.

Montag: Unwetter, Starkregen, Hagel, Sturmböen, Tornadogefahr

Gewitterwahrscheinlichkeit über Deutschland - vor allem im Süden und Westen sind am Montag teils kräftige Gewitter möglich.
Die Wahrscheinlichkeit für Gewitter steigt durch Tief FINJA erneut deutlich an

Bereits in der Nacht breitet sich im Süden neben Wolken auch Saharastaub aus, der durch den nachfolgenden Regen ausgewaschen werden und so für den sogenannten Blutregen sorgen kann. Tagsüber geht es im Norden und der Osten sonnig in die neue Woche. Derweil sind im Süden und Westen schon rasch Schauer und lokale Gewitter unterwegs, die sich im Tagesverlauf weiter ausbreiten und intensivieren können. Das gilt im Prinzip in der gesamten Südwesthälfte - also von Bayern bis herauf nach NRW und ins südliche Niedersachsen. Neben blitzintensiven Gewittern mit der Gefahr von Starkregen sowie Hagel und Sturmböen sind leider intensivere Phänomene wie Orankanwinde und einzelne Tornados nicht auszuschließen. Das Ganze passiert auf einem warmen Temperaturniveau von oft 22 bis 27 Grad, was aber auch mit einer ordentlichen Portion Schwüle zusammengeht.

Lese-Tipp: Alles zum Unwetterfahrplan für Deutschland am Montag

Dienstag: Abkühlung mit Dauerregen im Süden

Vorhersage der Höchstwerte für Dienstag, 24. Mai 2022 - Sommer geht auf Tauchstation
Kühle Atlantikluft löst den Sommer dauerhaft ab

Insbesondere im Süden verläuft der Tag grau, sehr nass und teilweise gewittrig. Ansonsten bleibt es ebenfalls durchwachsen mit weiteren Schauern, die vor allem im Norden mit Blitz und Donner durchziehen können. Dabei ist es sehr windig und kühler als am Vortag mit 15 bis 25 Grad. Insbesondere gilt das für den regennassen Alpenrand, der von 27 Grad am Montag auf um die 15 Grad absackt. Damit bekommt die Zugspitze – Deutschlands höchster Berg mit knapp 3000 Metern – eine Portion Neuschnee aufs Dach.

Schnee auf der Zugspitze - das geht auch im Sommer

dpatopbilder - 26.08.2018, Bayern, Grainau: Schnee und Eis bedecken auf dem Gipfel der Zugspitze ein Schild mit der Aufschrift "Freistaat Bayern". Foto: Sven Hoppe/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Schnee auf der Zugspitze

Mittwoch: Landesmitte zeigt sich freundlich

Im Norden sowie im Süden geht es durchwachsen und mit zum Teil gewittrigen Schauern weiter. Dabei weht der Wind im Norden mitunter auch stürmisch. Deutlich besser und sonniger kommt derweil die Landesmitte durch den Mittwoch. Dazu erreichen die Temperaturen häufig zwischen 15 und 23 Grad. Lediglich im Breisgau winkt auch mal die Sommermarke von 25 Grad.

Donnerstag - der Feiertag: Outdoor-Wetter zum Wandern und Radeln

Vorhersage der Sonnenstunden für Donnerstag, 22. Mai 2022 - wechselhaftes Wetter erwartet uns wohl auch weiterhin
Ein bisschen was in Sachen Sonne geht auch am Vater- und Herrentag

Im Süden und Osten kommt die Sonne endlich mal wieder besser zum Zuge. Ein optimales Timing also, was man vom Westen und vom Norden eher nicht so sagen kann. Denn der Norden zeigt sich weiterhin unbeständig mit Schauern und Wind, während im Westen ebenfalls kompaktere Wolken aufziehen. Die Temperaturen umspielen am Oberrhein nach wie vor die Sommermarke von 25 Grad. Im übrigen Land bleibt’s dagegen bei lauwarmer Hausmannskost mit meist nicht mehr als 15 bis 23 Grad. Aber für eine längere Wanderung oder eine ausgedehnte Fahrradtour sind diese Temperaturen natürlich durchaus idealer als 30 Grad und mehr.

Freitag - der Brückentag: Regen scheint sicher - nur nicht, wo er fällt

Mit jedem weiteren Tag gehen die unterschiedlichen Wettermodelle getrennte Wege. Vertraut man dem Amerikanischen Wettermodell, dann zeigen sich der Norden und der Süden wechselhaft. Behält des Europäische Wettermodell Recht, dann gibt es über der breiten Mitte Schauer. Kurzum: irgendwo wird es sehr wahrscheinlich am Brückentag durchwachsen sein. Wesentlich sicherer ist hingegen, dass es am ehesten im Südwesten für Spitzenwerte um die 25 Grad reichen wird. Ansonsten pendeln sich die Quecksilbersäulen auf 14 bis 22 Grad ein.

Wetter am Wochenende: alles wie gehabt oder endlich wieder ein Hoch?

Prognosen für die Höchstwerte am Sonntag, 28. Mai 2022 - kein Sommer ist in Sicht
Sommer zeigt sich am langen Wochenende unterkühlt

Derzeit sind die Wetterkarten noch gemischt. Ein Teil der Berechnungen will den Norden erneut mit Wind und Regengüssen eindecken, sich sich zum Teil auch mal weiter südwärts ausbreiten könnten. Es gibt aber auch Ansätze, die mit einem stabileren Hoch liebäugeln. So oder so wird es aber weiterhin schwer für den Sommer - Samstag voraussichtlich bei 15 bis 24 und Sonntag wahrscheinlich bei 14 bis 23 Grad.

Temperaturvorhersage für die nächsten 14 Tage

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(bal)