Zwei Modelle liefern sich einen harten Fight

7-Tage-Wettertrend: Frost mit Frust - Der Frühling kriegt einen Dämpfer

Eiskaltes Winter-Comeback oder leicht frühlingshaft?

Nach dem Februar-Frühling hat eine Kaltfront nun dieses verrückte Wetter mit Temperaturrekorden nach der Wahnsinnskälte ad acta gelegt. Heraus kam ein völlig durchschnittlicher Februar, der am Anfang viel zu kalt und am Ende viel zu warm war. Erst Hammerkälte, dann sechs Tage in Folge über 20 Grad im Winter – das gab es noch nie und ist ein weiteres Zeichen des Klimawandels. Wenn der Regen durch ist, winkt der Winter am Horizont. Aber schafft er es auch wirklich wieder bis zu unseren Haustüren?

Wann ist eigentlich Frühling?

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Samstag: Kaltstart ins Wochenende

Wir starten mit -2 bis +3 recht frisch in den Tag, an Ober- und Hochrhein gibt’s schon mildere 3 bis 6 Grad. Anfangs lungern noch dickere Restwolken an den Alpen, sonst ist es im Süden und Westen recht sonnig. Im Norden und Osten gibt es einen Mix aus Sonne und Wolken, dabei ist es im Osten am wenigsten sonnig. Die Temperaturen liegen zwischen 7 und 13, im Erzgebirge um 5 Grad.

Sonntag: Frost und Bodenfrost bleiben Thema

Die Burg Mildenstein in Leisnig (Sachsen) zur blauen Stunde im Winter.
Diesen Winter sollten wir noch lange nicht abschreiben. Es wird kühler, ab Donnerstag möglicherweise richtig kalt. © imago images/Sylvio Dittrich, Sylvio Dittrich via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Nach einer kalten Nacht mit Frost in der Südhälfte und zumindest Bodenfrost in vielen weiteren Regionen gibt es im Süden viel Sonnenschein. In der Nordhälfte sind mehr Wolken unterwegs, aber auch hier bleibt es trocken. 7 Grad gibt‘s an der See, 13 Grad am Oberrhein und alle Abstufungen dazwischen.

Montag und Dienstag: Nachtfrost und tagsüber recht warm

Zum meteorologischen Frühlingsanfang am 1. März ziehen die Temperaturen an. Bei reichlich Sonnenschein gibt’s in der Mitte und im Süden 12 bis 17 Grad, wobei die höchsten Werte wie so oft am Oberrhein zu finden sind. Im Norden mit mehr Wolken bleiben die Temperaturen bei 7 bis 10 Grad hängen. Nachts herrscht verbreitet leichter Frost.

Mittwoch: Ein spannender Tag, denn er wird wohl zeigen, in welche Richtung es geht

Auch der Mittwoch verläuft noch im Großen und Ganzen recht frühlingshaft harmonisch. In der Mitte und im Süden viel Sonne und wir registrieren einen Anstieg der Temperaturen auf 10 bis 15 Grad. Nachts bleibt es weiterhin kalt, weil nicht allzuviele Wolken das schützende Mäntelchen ausbreiten.

Ab Donnerstag: Es wird kühler, das ist klar. Nur wie kalt?

So und nun wird es spannend: Denn ab Donnerstag wird es von Norden wieder spürbar kühler. Wie kalt tatsächlich, das ist noch unsicher. Nach dem amerikanischen Modell wäre es ein kurzer Kälteeinbruch, der vor allem den Norden und Osten treffe würde und schon ab der folgenden Woche zu Ende wäre. Nach dem europäischen Modell käme der Winter dagegen nochmal richtig zurück mit Dauerfrost, Schnee und eisigen Nächten.

Der Frühling legt also erstmal eine Pause ein. Zu hoffen bleibt, dass es ab Mitte der Woche unbeständiger wird. Wasser fehlt! Das ECMWF-Modell berechnet allerdings eine weitere Trockenphase.

So lange halten sich die frühlingshaften Temperaturen

Die Wetterlage: Der Winter ist noch nicht gegessen

Die Kaltfront von Tief ERICK über Nordosteuropa überquert Deutschland und beendet unseren Rekordfrühling mitten im Winter – 6 Tage hintereinander mit über 20 Grad gab es noch nie! Es kühlt teilweise um 10 Grad ab. Immerhin ist der Saharastaub weg, durch den Regen und die frische Luft sinkt auch die Pollenkonzentration von Erle und Hasel. Nachts gibt es zunehmend Bodenfrost oder leichten Frost! Das alles zeigt: Der Winter ist noch nicht gegessen.

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