Unwetterartige Regenmengen

7-Tage-Trend: DWD und RTL-Meteorologen warnen vor Dauerregen

Winterausrüstung angesagt: In den Alpen über ein Meter Neuschnee

Nach dem kalendarischen Herbstbeginn stellt sich nun unser Wetter komplett um und die Tiefs übernehmen. Damit steuern wir wettermäßig in den Voll-Herbst mit allem was dazu gehört: Wolken, Wind, Regen und teils nasskalte Luft. Gleichzeitig sorgt die intensive Wetterlage mit einem Tiefdruck-Karussell am Wochenende für reichlich Neuschnee in den Alpen. Hier gilt also: vom Altweibersommer direkt in den Winter. 

Wo es am meisten regnet und wo der Herbst direkt in den Winter übergeht, sehen Sie oben im Video.

RTL-Meteorologe zum Regen und zum Wintereinbruch

Archivbild zum Wintereinbruch in den Alpen.
Ein Treffen der Jahreszeiten, das auch gefährlich werden kann: Jetzt noch nackte Waden im Altweibersommer, bald schon sinkt die Schneefallgrenze auf 1000 Meter. © dpa, A3419 Stefan Puchner

RTL-Meteorologe Carlo Pfaff schätzt die Lage ein: „In den Alpen steht ab Freitag ein Wettersturz inklusive Temperatursturz bevor. Von Freitag bis Sonntag sind hier 70 bis 100 Liter Regen pro Quadratmeter zu erwarten. Dazu sinkt die Schneefallgrenze allmählich auf 1000 bis 1300 Meter Höhe, in den Hochlagen kommen vom Allgäu bis zum Berchtesgadener Land bis zu einem Meter Neuschnee zusammen. Von Wanderungen in den Alpen ist daher ab Freitag dringend abzuraten!“

Der DWD warnt in Staulagen sogar vor bis zu 120 Liter pro Quadratmeter innerhalb von 48 Stunden! Konkret wird an den Alpen und im südlichen Alpenvorland von Donnerstagabend bis Samstagabend vor Dauerregen gewarnt.

Freitag und am Wochenende: Herbst in Deutschland, Winter in den Alpen

Archivbild
Die Saison für Strandkörbe ist jetzt definitiv vorbei. Zumindest aber bleibt es an den Küsten am Wochenende noch am wärmsten. Mehr als 16 Grad sind aber nicht mehr drin. © dpa, Bodo Marks, bom fdt

RTL-Meteorologe Pfaff fasst unsere Aussichten zusammen: „Am Freitag gibt es im Süden und im Osten zum Teil sehr ergiebige Regen. Auch der Norden kann aus dichten Wolken ein paar Schauer abbekommen. Im Westen bleibt es hingegen überwiegend trocken. Dazu erwarten uns nur noch 10 bis 17 Grad.

Am Samstag ist es im Süden und Osten weiter nass, wobei die Schneefallgrenze gegen 1200 Meter sinkt. Auch sonst ist es meistens wolkig, es fällt aber nur wenig Regen. Die Temperaturen: zwischen 5 Grad an den Alpen und 15 Grad an der See.

Der Sonntag bringt dann vor allem im Norden und im Südwesten mitunter kräftigen Regen. Dabei bleibt es weiterhin herbstlich kühl bei 6 bis 16 Grad. Abgerundet wird das Bild vom Voll-Herbst von einem zeitweise lebhaften bis stürmischen Wind.“

Und was bringt die neue Woche? Regen

Auch nach dem kalten und nassen Grusel-Herbst-Wochenende, bleibt es noch eine kleine Weile ziemlich lausig. Denn das Tiefdruck-Karussell dreht sich weiter über uns und damit gibt es bis zum September-Ende überall mal Regen. So könnte der Montag besonders für die Westhälfte einige Liter bereithalten. Und das ist ja im Prinzip auch gut so, schließlich gilt es ja, die große Trockenheit des Sommerhalbjahres zumindest etwas aufzuholen.

Wetterlage: Der Herbst bläst den Sommer weg

Die Wetterlage stellt sich nun nachhaltig um: Altweiber- und Spätsommerhoch „Manfred“ ist inzwischen am Schwarzen Meer angekommen und damit ist der Weg für die Tiefdruckgebiete frei. Zuerst kommt Tief „Valentina“, anschließend Tief „Wicca“ – und damit kehrt der Herbst ein. Eine Wetterlage, die sich bis mindestens Mitte nächster Woche halten wird. Ein neues Hoch ist nämlich vorerst nicht in Sicht.

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