Da liegt Musik in der Wetterluft

7-Tage-Wettertrend: Sturm-Doppel mit Schnee-Aufschlag

Über uns brodelt sich ordentlich was zusammen. Sturmtief eins huscht gerade aus Skandinavien über uns herüber, Sturmtief zwei macht sich von den Britischen Inseln auf den Weg. Das gibt Sturm- und Orkanböen für uns. Regen, Schneeregen und dann auch noch Graupelgewitter machen ebenfalls mit. Oft heißt es dann: Glättegefahr durch gefrierende Nässe. Im Alpenraum droht eine weitere extreme Wetterlage: lang anhaltender Schneefall lässt die Lawinengefahr steigen.

Dienstag: Kurze Pause vor dem nächsten Sturm

Von einer Wetterberuhigung kann man nicht sprechen, auch wenn der Wind nur noch an der Küste und im Bergland tobt. Im Norden ist es bei Wind, Regen und Graupelgewittern sehr ungemütlich. In der Mitte macht das Wetter einen weiteren Glätteexkurs durch Schnee und gefrierenden Regen. Im Süden und Südwesten geht es hingegen trocken und recht freundlich zu. Die Temperaturen liegen zwischen 1 Grad an der Nordsee bis zu 8 Grad im Rheinland.

Windgeschwindigkeiten
Der Wind weht in der Nordhälfte des Landes noch kräftig.

Mittwoch: Der Sturm ist zurück

Windgeschwindigkeiten am Mittwoch
Windgeschwindigkeiten bis 120 Kilometer pro Stunde können uns am Mittwoch um die Ohren fliegen.

Der Sturm legt wieder einen Zahn zu. An der Küste und im Bergland sind erneut schwere bis orkanartige, auf dem Brocken Orkanböen möglich. Damit das wechselhafte Wetter auch seinem Namen alle Ehre macht, regnet es kräftig. Auch Graupelgewitter und Schnee im Bergland sind drin. Die Schneefallgrenze liegt bei ungefähr 500 Metern. Die Höchstwerte liegen zwischen 3 bis 8, im Bergland bei nur 1 Grad.

Donnerstag: Bis zu 50cm Neuschnee - Lawinengefahr steigt

Schneewahrscheinlichkeit am Donnerstag, 2. Februar in Deutschland
Schnee für halb Deutschland. In den Alpen droht damit Lawinengefahr.

Im Norden kommt die Sonne an, in der Mitte und Westen gibt es einen Sonne-Wolken-Schauer-Mix, im Osten und Süden eine fette Schneewalze. Dort schneit es so richtig und innerhalb von 24 Stunden können, je nach Modell, zwischen 20 und 50cm Neuschnee runterkommen. Die Lawinengefahr steigt! In Sachsen und Bayern liegen die Temperaturen zwischen 0 bis 3 Grad, sonst bei 4 bis 8 Grad. So stürmisch wie am Vortag ist es zwar nicht, der Wind lässt allerdings nur allmählich nach.

Freitag: Steigende Temperaturen und möglicherweise schon wieder Sturm

Temperaturen am ´Freitag
Frost gibt es nur noch in der Nacht. Am Tag liegen die Temperaturen zwischen 2 und 9 Grad.

Es wird milder: Die Höchstwerte liegen bei 2 bis 9 Grad. Im Osten bleibt es eher trocken. Doch das ist dann auch die einzige Region, die ohne Schauer durch den letzten Tag der Arbeitswoche kommt. Viele Wolken bringen oft auch Regen und im Südosten oberhalb von 400 bis 800 Metern auch reichlich Schnee.

Meteorologe Martin Pscherer hat ein neues Sturmtief im Visier: „Die Woche wird insgesamt sehr windig bis stürmisch. Nach den Tiefs von Montag und Mittwoch ist möglicherweise noch nicht Schluss mit der stürmischen Wetterlage. Viele Modelle sehen ein weiteres Sturmtief am Freitag mit den kräftigsten Böen vor allem von der Nordsee bis in den Osten Deutschlands.“

Wochenende mit viel Schnee für die Alpen

Das Wochenende verspricht sehr wechselhaft zu werden. Im Osten bleibt es meist trocken, sonst sehr unbeständig mit vielen Wolken und Schauern. Was die Schneemengen im Süden des Landes angeht, sind sich die Wettermodelle noch nicht einig: Im Schwarzwald sind 20 bis 50cm, in den Alpen in Lagen über 1000 Metern 30 bis 80 Zentimeter, in den Staulagen ist sogar 1 Meter Neuschnee möglich. Im Bereich Allgäu/Arlberg sowie Berchtesgadener Land wären nach manchen Modellen sogar noch deutlich mehr als 1 Meter Neuschnee möglich.

Motor des Winters - so entwickelt sich der Polarwirbel

In der Vorhersage wird die Temperatur in einigen Kilometern Höhe dargestellt. Je gleichförmiger die blauen, also kalten Bereiche zusammenhängen, umso stärker ist der Polarwirbel. Werden hingegen große Lücken und mildere Einschübe in Richtung Nordpol berechnet, dann ist der Wirbel instabiler. Bei einem Polarwirbel-Split teilen sich die blauen Flächen in zwei Teile auf.

Unsere Wettertrends und Themenseiten

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(eve)