600 Menschen sitzen in Krankenhaus fest - 4.000 Haushalte ohne Strom

Die Feuerwehr des Nachbarbezirks Lungau postete dieses Bild bei Facebook.
Die Feuerwehr des Nachbarbezirks Lungau postete dieses Bild bei Facebook. © Facebook

Zufahrt ist versperrt

Der Winter hat unsere österreichischen Nachbarn in der Steiermark mit voller Wucht getroffen. Dort ist in der Nacht so viel Schnee gefallen, dass 4.000 Haushalte ohne Strom sind. Das Landeskrankenhaus Stolzalpe in Murau sei von der Außenwelt abgeschnitten, berichtete "ORF.at". Dort sollen sich 600 Menschen befinden. Der Ort liegt zwischen dem Skigebiet Schladming und Klagenfurt.

Notarzt rechtzeitig evakuiert

Schnee, Sturm, umstürzende Bäume - die Feuerwehr in Österreich ist im Dauereinsatz. Autos und Lkw ohne Winterreifen hätten für Probleme gesorgt, sagte ein Sprecher dem Sender. Sogar die A9 hätte zwischenzeitig gesperrt werden müssen. 

Umgekippte Bäume hätten dann die Zufahrt zum Krankenhaus Stolzalpe blockiert. Der eigentlich dort ansässige Notarzt sei allerdings rechtzeitig evakuiert worden, sodass er sich außerhalb um Patienten kümmern könnte. Die Menschen im Krankenhaus könnten derzeit noch problemlos versorgt werden, weil es genügend Vorräte gebe.

Tausende ohne Strom

Wie der Anbieter "Energie Steiermark" im ORF sagte, gehe man davon aus, dass es noch länger Probleme mit der Stromversorgung gebe. Etwa 4.000 Haushalte seien ohne Strom. "Im Moment müssen wir davon ausgehen, dass es einige hundert, wenn nicht einige tausend Haushalte geben wird, die auch in den Nachtstunden ohne Strom sind. Wir sind jedenfalls mit Hochdruck dabei, alle möglichen Reparaturarbeiten zu leisten", zitiert der Sender Urs Harnik von der Energie Steiermark. In manchen Teilen sei sogar das Mobilfunknetz ausgefallen.