600 Eisfischer sitzen auf Eisscholle fest

Abenteuerliche Rettungsaktion

Dumm gelaufen: Rund 600 Fischer haben auf einer großen Eisscholle vor der Halbinsel Sachalin festgesessen, weil sie Warnungen vor Treibeis und schlechten Wetterbedingungen ignorierten. Dann mussten sie teilweise auf abenteuerliche Weise gerettet werden - wie das Video zeigt.

Eisfläche löst sich vom Ufer

Eisscholle abgebrochen
Pfiffig, aber gefährlich: Mit der Mini-Eisscholle zurück ans Ufer

Die riesige Eisfläche vor der Halbinsel Sachalin im äußersten Osten Russlands hatte sich zuvor vom Ufer gelöst. Die Einsatzkräfte nutzten ein Luftkissenboot, Hubschrauber und Schneefahrzeuge, um die Fischer in Sicherheit zu bringen, teilte der Zivilschutz in Juschno-Sachalinsk mit.

​Seit Tagen warnen die Behörden davor, auf das Eis zu gehen, weil das die Wetterverhältnisse nicht zuließen. Das Eis breche durch Wellen, Wind sowie Ebbe und Flut und werde auf das offene Meer getrieben.

Nicht immer geht das Eisfischen glücklich aus

Eisfischer
Nicht so gängig, gibt's aber auch in Deutschland. Eisfischer auf dem zugefrorenen Diemelsee im Sauerland. © deutsche presse agentur

Bereits am Wochenende waren dort 600 Fischer auf einer Scholle ins Meer getrieben.  Zu solchen Zwischenfällen kommt es in Russland, wo das Eisfischen sehr beliebt ist, immer wieder. Oft sind Dutzende Menschen betroffen. Bisweilen geht das winterliche Abenteuer auch tödlich aus, wenn die Schollen auf das Meer treiben, brechen und die Menschen ertrinken oder erfrieren.

Das kann in Deutschland in diesem Jahr sowieso nicht passieren. Unser Soft-Winter gibt sich völlig kälte- und eisfrei.