5 Fakten zum Klimawandel

Wir befinden uns bereits mitten im Klimawandel und der ist im Wesentlichen vom Menschen verursacht. Das ist bereits seit Jahren anerkannter Stand der Wissenschaft.

Professor Stefan Rahmstorf ist einer der renommiertesten Klimaforscher in Deutschland. In einem "Fact Sheet" fasst er den gesicherten Stand der Wissenschaft zusammen.

Rahmstorf, der am "Potsdam Institut für Klimafolgenforschung" (PIK) arbeitet, ist außerdem Mitglied des IPCC und des "Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen" (WBGU). Er führt in seiner Faktensammlung vom September 2006 fünf Kernaussagen an, die in der Wissenschaft "allgemein als Tatsachen akzeptiert sind".

1. Die Konzentration von CO2 in der Atmosphäre ist seit ca. 1850 stark angestiegen. Und zwar von dem für Warmzeiten typischen Wert von 280 ppm (parts per Million, Teile pro Million) auf inzwischen 380 ppm.

2. Für diesen Anstieg ist der Mensch verantwortlich, in erster Linie durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe (Kohle, Öl, Gas, Benzin), in zweiter Linie durch Abholzen von Wäldern.

3. CO2 ist ein klimawirksames Gas, das den Strahlungshaushalt der Erde verändert. Ein Anstieg der Konzentration führt zu einer Erhöhung der oberflächennahen Temperaturen. Verdoppelt sich der CO2-Gehalt der Luft, steigt die globale Mitteltemperatur um 2 bis 4 °C an. Der wahrscheinlichste Anstieg beträgt 3°C.

4. Seit 1900 stieg die globale Temperatur um ca. 0,8°C an. Die Temperaturen der abgelaufenen zehn Jahre waren global die wärmsten seit Beginn der Messungen im 19. Jahrhundert und seit mindestens mehreren Jahrhunderten davor.

5. Der überwiegende Teil dieser Erwärmung ist auf die gestiegene Konzentration von CO2 und anderen anthropogenen (aus menschlicher Aktivität stammenden) Gasen zurückzuführen.

Rahmstorf unterstreicht, dass diese fünf Erkenntnisse auf Jahrzehnten der Forschung und Tausenden von Studien beruhen, so dass es "praktisch undenkbar" sei, dass sie auf einmal umgestoßen werden könnten.