Arktische Kälte im Anmarsch

42-Tage-Wettertrend: Winter schlägt im Februar richtig heftig zu

von Oliver Hantke

Wir sind mitten im Hochwinter und in den Bergen ist es tatsächlich ordentlich winterlich. Aber wie sieht es denn im Flachland mit einer ordentlichen Schippe Schnee aus? Die letzte Januarwoche will auf jeden Fall schon einmal in den Nächten knackig kalt werden. Leider sind dann Niederschläge (noch) nicht dabei. Die kommen aber im Februar. Und nach der ersten Februarwoche steigen die Chancen auf Schnee bis ins Flachland. Dazu wird es bitterkalt. Selbst am Tage sollen die Werte bei knapp -10 Grad liegen – und das wohlgemerkt in Köln! Der Wintermonat Februar macht seinem Namen also alle Ehre, denn erst zum Ende des Monats sollen die Temperaturen wieder in den zweistelligen Plusbereich steigen.

Das Wetter im Norden: Es wird tief winterlich

Der 42 Tage Wettertrend für Hamburg: Kälte, Dauerfrost und Schnee zeichnen sich im Februar ab
Der 42 Tage Wettertrend für den Norden am Beispiel von Hamburg (Stand der Vorhersage: 19. Januar 2022) © wetter.de

In der letzten Januarwoche rutschen die Temperaturen noch einmal unter den Gefrierpunkt und es gibt viel Frost in den Nächten. Viel Niederschläge sind nicht zu sehen. Deswegen besteht durchaus Hoffnung, dass uns die Wintersonne ein wenig verwöhnen könnte.

Dann aber kommt der Februar und es wird wieder unbeständiger. Erst nasskalt mit wenigen Plusgraden und dann wird es ab dem Ende des ersten Wochenendes richtig kalt. In den Nächten rauschen die Tiefstwerte auf teilweise -15 Grad ab. Und auch Plusgrade am Tage sind dann fast völlig verschwunden. Und es fällt Schnee, der sich bis zum ende des Monats halten kann, denn erst Richtung Karneval (Altweiber ist am 24. Februar) soll es wieder milder werden.

Das Wetter im Westen: Der Winter setzt sich auch im Westen fest

Der 42 Tage Wettertrend für Köln:  Der Winter setzt sich auch im Westen fest
Der 42-Tage-Trend für den Westen Deutschlands am Beispiel von Köln (Stand der Vorhersage: 19. Januar 2022) © wetter.de

Dem Westen ergeht es ähnlich wie dem Norden. Mit wenig Niederschlag und niedrigen Temperaturen geht es in die letzte Januarwoche. Die Nächte werden frostig. Die Hoffnung auf mehr Sonne am Tage besteht auch hier. Der Februar startet dann nasskalt. Zu Beginn der zweiten Dekade könnte es auch in Köln schneien. Und auch hier sacken die Temperaturen dann in den Keller. Zweistellige Minusgrade sollen auch hier erreicht werden. Erst zum Ende der Prognose, also pünktlich zu Karneval, sollen sie Höchstwerte wieder an die 10-Grad-Marke stoßen und die Fröste vorbei sein.

Das Wetter im Osten: Eine längere kalte und sehr frostige Periode steht an

Der 42-Tage-Trend für Berlin: Eine längere kalte und frostige Periode steht an
Der 42-Tage-Trend für den Osten Deutschlands am Beispiel von Berlin (Stand der Vorhersage: 19. Januar 2022) © wetter.de

Auch im Osten Deutschlands schlägt der kalte und eisige Winter zu. Schon die letzte Januarwoche wird dauerfrostig, bevor es zum Monatswechsel und in der ersten Februarwoche nasskalt zur Sache geht. Doch zum Ende der ersten Monatsdekade geht es richtig steil abwärts. Richtung Monatsmitte werden fast zweistellige Minusgrade als Höchsttemperatur berechnet, in der letzten Februarwoche soll es in den Nächten bis an die -20 Grad gehen. Das ist eiskalter Winter, wie man ihn von früher her im Osten kennt. Da in dieser Kälteperiode auch immer mal wieder Niederschläge mit dabei sind, sammeln sich auch einige Zentimeter Schnee an. Erst am letzten Februar-Wochenende soll es dann auch hier milder werden.

Das Wetter im Süden: Vier Wochen winterliche Kälte mit Schnee

Der 42 Tage Wettertrend für Garmisch-Partenkirchen: Vier Wochen winterliche Kälte
Der 42-Tage-Trend für den Süden Deutschlands am Beispiel von Garmisch-Partenkirchen (Stand der Vorhersage: 19. Januar 2022) © wetter.de

Auch im Süden schauen wir vor allem im Bergland auf eine längere tief winterliche Phase. Schnee und Frost halten sich ab dem kommenden Wochenende fast durchgehend. Zarte Plusgrade sind nur noch zum Monatswechsel zu sehen. Ansonsten heißt es Dauerfrost bis in die letzte Februar-Dekade hinein. Auch hier sind Tiefstwerte in der Nacht von bis zu -15 Grad berechnet. Und auch tagsüber bleiben die Werte häufig tief im einstelligen Bereich hängen. Dazu immer wieder Niederschläge, die zu einer tief verschneiten Landschaft führen werden. In der letzten Februar-Woche Frostabschwächung und am Tage leichte Plusgrade, die bis zum Ende der Prognose fast zweistellig werden.

Das Wetter im Februar - Wetter der Extreme

Hier ein kleiner Überblick für das mögliche Wetter im Januar:

  • Enorme Temperaturunterschiede
  • Nächtliche -36 Grad wurden in Extremfällen schon gemessen
  • Gleichzeitig kann der Januar auch schon Vorfrühling mit Spitzenwerten bis um die 20 Grad
  • Das macht also eine Temperaturspanne von über 50 Grad
  • In punto Niederschlag hat der Februar normalerweise am wenigsten von allen Monaten zu bieten

Lese-Tipp: Februar – der letzte Wintermonat mag es gerne eisig

Wettervorhersage: So funktioniert unser 42-Tage-Wetter

Bevor sich die Menschen Gedanken um die Vorhersage von Wetter gemacht haben, sind ihnen schon gewisse Regelmäßigkeiten aufgefallen.Hieraus sind dann auch Bauernregeln entstanden. Das waren – wenn man so will – auch die ersten Formen der Langfrist-Wettervorhersagen. Bis heute ist in diesem Gebiet natürlich rasant viel passiert und wir sind Lichtjahre von den Ursprüngen entfernt.

Erste Wetterbeobachtungen und das Erkennen von Zusammenhängen und physikalischen Gesetzen gründeten die moderne Form der Wettervorhersage. Und die hat definitiv richtig viel zu bieten. Ein Teil der Vorhersagen zielt dabei auf Langfristprognosen ab. Ursprünglich vor allem für die Energiewirtschaft entwickelt, halten sie auch in unserer alltäglichen Wetterwelt mehr und mehr Einzug. Die experimentellen Monats- und Jahreszeiten-Vorhersagen des Amerikanischen Wetterdienstes NOAA beispielsweise. Und auch unser 42 Tage-Trend geht – basierend auf dem europäischen Wettermodell – in den Bereich von mehreren Wochen mit den Charts für Höchsttemperatur, Tiefsttemperatur und Niederschlag. Kombiniert mit dem Fachwissen unserer Meteorologen/-Innen und Redakteure/-Innen, um Ihnen einen Blick über die aktuellen Trends und Fakten für die kommenden sechs Wochen zu geben.

Unsere Wettertrends und Themenseiten

Sollten Sie Interesse an weiteren Wetter-, Klima- und Wissenschaftsthemen haben, sind Sie bei wetter.de bestens aufgehoben. Besonders ans Herz legen können wir Ihnen auch den 7-Tage-Wettertrend mit der Wetterprognose für die kommende Woche. Wie sich das Wetter kurzfristig entwickelt, können Sie in unserem Wetterbericht für drei Tage lesen. Diese werden täglich aktualisiert. Vielleicht interessiert Sie eher wie sich das Klima in den vergangenen Monaten verhalten hat und wie die Prognose für das restliche Jahr aussieht. Dafür haben wir unseren Klimatrend für Deutschland.

Damit Sie auch unterwegs kein Wetter mehr verpassen, empfehlen wir unsere wetter.de-App für Apple- und Android-Geräte.

Wüstenstaat Deutschland - Die Doku im Online Stream auf RTL+

Woher bekomme ich alte Wetterdaten?

Bei uns gibt es nicht nur aktuelle Informationen und Artikel rund um Wetter und Klima. Aus der Wetter- und Klimadatenbank unseres meteorologischen Partners können Sie detaillierte Wetteraufzeichnungen und Klimastatistiken für tausende Wetterstationen und Orte weltweit erwerben.

(oha)