Herbst kommt bald an

42-Tage-Wettertrend: Hitzewelle geht noch etwas weiter

von Karim Belbachir

Der Sommer bleibt auch dem restlichen August erhalten. Die aktuelle Hitzewelle scheint sogar noch ein paar Tage länger anzuhalten. Nach einem kleinen Hitzeausschlag Anfang September macht sich aber bereits der Herbst bemerkbar. Nur beim Niederschlag hält dieser sich zurück, auch wenn es meist schon etwas mehr Regen in den Prognosen zu sehen ist.

Oben im Video: Sommertage, Hitzetage, Tropennächte – das ist normal in Deutschland

Das Wetter im Norden: Hitze hält noch etwas an

Wettervorhersage für 42 Tage in Hamburg
Der 42-Tage-Wettertrend für den Norden Deutschlands am Beispiel von Hamburg (Stand der Vorhersage 10. August 2022)

Nach den aktuellen Prognosen für die kommenden 42 Tage hält die Hitze im Norden noch eine Weile an. 30 Grad und mehr sind selbst in Hamburg verzeichnet. Erst im letzten Augustdrittel gehen die Temperaturen deutlich runter. Das scheint aber nicht das letzte Mal zu sein, dass die Hansestadt die 30 Grad sieht. Anfang September geht es noch ein weiteres Mal hoch auf der Temperaturkurve, aber offensichtlich kühlt es anschließend ab. Unter 20 Grad sind dann an der Tagesordnung. Einher gehen die Temperaturstürze mit einsetzendem Regen – im August wie auch im September. Die Mengen könnten allerdings etwas größer sein. Mitte September ist es nämlich schon wieder vorbei mit dem Niederschlag.

Das Wetter im Westen: Tropische Nächte vor der Nase

Wettervorhersage für 42 Tage in Köln
Der 42-Tage-Wettertrend für den Westen Deutschlands am Beispiel von Köln (Stand der Vorhersage 10. August 2022)

Auch dem Westen bleibt das warme Wetter noch ein paar Tage länger erhalten. Immerhin sind keine Hitzespitzen von 35 Grad oder gar noch mehr in der Prognose zu sehen. Selbst tropische Nächte sind in Köln noch dabei. Anschließend gibt es einen kleinen Temperaturgalopp mit Aufs und Abs, wobei auch hier Ende August und Anfang September nochmal die Hitzemarke von 30 Grad erreicht werden könnte. Der Rest des Septembers zeigt sich eher unterkühlt. Nur noch selten werden 20 Grad erreicht. Für die Trockenheit ist das aber ein gutes Zeichen, vor allem, weil gleichzeitig mehr Regen fällt. Das gilt vor allem ab Mitte August und dann erneut ab Anfang September. Jeder Tropfen wird dankbar angenommen.

Das Wetter im Osten: Mit 37 Grad in der Spitze

Wettervorhersage für 42 Tage in Berlin
Der 42-Tage-Wettertrend für den Osten Deutschlands am Beispiel von Berlin (Stand der Vorhersage 10. August 2022)

Mit einer Hitzespitze von 37 Grad geht der Osten in den kommenden Tagen ins Rennen. Die neuesten Prognosen zeigen für Berlin erst im letzten Augustdrittel ein Absinken der Temperaturen auf ein sommerliches Niveau. Doch so schnell gibt der Sommer im Osten nicht auf. Nach einer kurzen Phase mit nochmal 30 Grad, geht es dann langsam in den Herbst über. In Sachen Niederschlag ist in den aktuellen Prognosen auch mehr Regen zu sehen. Die Regensummen im August sind aber eher zu vernachlässigen. Mehr fällt da schon Anfang September und trotzdem ist es doch sehr wenig insgesamt. Und so bleibt die Waldbrandgefahr im Osten weiterhin bestehen.

Das Wetter im Süden: Herbst kommt pünktlich

Wettervorhersage für 42 Tage in München
Der 42-Tage-Wettertrend für den Süden Deutschlands am Beispiel von München (Stand der Vorhersage 10. August 2022)

Wesentlich trockener als in den letzten Prognosen sieht es mittlerweile im Süden aus. Zwar ist Anfang September ein großer Regentag dabei, allerdings ist weder davor noch danach genug dabei, um alle Pflanzen glücklich zu machen. Nach der zweiten Septemberwoche ist es dann auch schon vorbei mit dem Niederschlag. Die Temperaturen gehen nach der Mitte des Augusts nochmal hoch bis auf 35 Grad, ansonsten halten sie sich aber im sommerlichen Bereich von 25 bis 28 Grad. Im September macht sich dann aber schon der Herbst bemerkbar mit kühlem und regnerischem Wetter.

Klimacheck: Wie ist das Wetter im Sommer in Deutschland?

Hier ein kleiner Klimacheck für unsere Sommermonate Juni, Juli und August:

  • meteorologischer Sommeranfang ist der 1. Juni, das Ende ist am 31. August
  • in dieser Zeit bekommen wir im Deutschlandschnitt normalerweise um die 230 Liter Regen pro Quadratmeter
  • in Sachen Sonnenschein ergattert jeder Sommermonat im Schnitt um die 210 Sonnenstunden, so dass es am Ende gerne mal um die 630 Stunden Sonne sind
  • besonders heiße Sommer waren beispielsweise der Sommer 2003 (Durchschnittstemperatur über 19,5 Grad) oder die Sommer 2018 und 2019 (im Mittel knapp 19,3 Grad)
  • außergewöhnliche Trockenheit brachten uns in Summe unter anderem die Sommermonate in den Jahren 2018 und 2019
  • sehr nass verliefen zum Beispiel die Sommer 2011, 2017 oder 2021. Aber auch in den Sommern 2015 oder 2016 gab es regional etliche regenintensive Unwetterlagen
  • die heißeste Phase mit vielen Stationen von um die 40 Grad und mehr erlebten wir im Juli 2019 als mit 41,2 Grad in Duisburg-Baerl auch der aktuelle deutsche Hitzerekord aufgestellt wurde
Lese-Tipp: Das Wetter im Juni – das alles kann der erste Sommermonat

Wettervorhersage: So funktioniert unser 42-Tage-Wetter

Bevor sich die Menschen Gedanken um die Vorhersage von Wetter gemacht haben, sind ihnen schon gewisse Regelmäßigkeiten aufgefallen. Hieraus sind dann auch Bauernregeln entstanden. Das waren – wenn man so will – auch die ersten Formen der Langfrist-Wettervorhersagen. Bis heute ist in diesem Gebiet natürlich rasant viel passiert und wir sind Lichtjahre von den Ursprüngen entfernt.

Erste Wetterbeobachtungen und das Erkennen von Zusammenhängen und physikalischen Gesetzen gründeten die moderne Form der Wettervorhersage. Und die hat definitiv richtig viel zu bieten. Ein Teil der Vorhersagen zielt dabei auf Langfristprognosen ab. Ursprünglich vor allem für die Energiewirtschaft entwickelt, halten sie auch in unserer alltäglichen Wetterwelt mehr und mehr Einzug. Die experimentellen Monats- und Jahreszeiten-Vorhersagen des Amerikanischen Wetterdienstes NOAA beispielsweise. Und auch unser 42 Tage-Trend geht – basierend auf dem europäischen Wettermodell – in den Bereich von mehreren Wochen mit den Charts für Höchsttemperatur, Tiefsttemperatur und Niederschlag. Kombiniert mit dem Fachwissen unserer Meteorologen/-Innen und Redakteure/-Innen, um Ihnen einen Blick über die aktuellen Trends und Fakten für die kommenden sechs Wochen zu geben.

Unsere Wettertrends und Themenseiten

Sollten Sie Interesse an weiteren Wetter-, Klima- und Wissenschaftsthemen haben, sind Sie bei wetter.de bestens aufgehoben. Besonders ans Herz legen können wir Ihnen auch den 7-Tage-Wettertrend mit der Wetterprognose für die kommende Woche. Wie sich das Wetter kurzfristig entwickelt, können Sie in unserem Wetterbericht für drei Tage lesen. Diese werden täglich aktualisiert. Vielleicht interessiert Sie eher wie sich das Klima in den vergangenen Monaten verhalten hat und wie die Prognose für das restliche Jahr aussieht. Dafür haben wir unseren Klimatrend für Deutschland.

Damit Sie auch unterwegs kein Wetter mehr verpassen, empfehlen wir unsere wetter.de-App für Apple- und Android-Geräte.

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Woher bekomme ich alte Wetterdaten?

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(kfb)