Schnee kommt in Sichtweite

42-Tage-Wettertrend: Herbst 2022 mag es abwechslungsreich

von Karim Belbachir

Der Herbst ist vollends angekommen, denn mit Regen geht es in den Oktober und es wird deutlich kühler. Im November sind sogar Frostnächte dabei und in München möglicherweise auch schon Schnee. Die Chancen auf den Goldenen Oktober wollen wir hier aber auch nicht verschweigen, denn die steigen im zweiten Monatsdrittel.

Oben im Video: Die Temperaturentwicklung in Deutschland für die nächsten 14 Tage

Das Wetter im Norden: Graues Herbstwetter

Wettervorhersage für die kommenden 42 Tage in Hamburg
Der 42-Tage Trend für den Norden am Beispiel von Hamburg (Stand der Vorhersage 28. September 2022)

Der Start in den Oktober beginnt für die Norddeutschen noch recht mild. Typische 13 bis 17 Grad sind bis Mitte des Monats für Hamburg veranschlagt. Das wird einen Norddeutschen nicht wirklich vom Hocker hauen. Richtung letztes Monatsdrittel sinken die Temperaturen dann und werden teilweise einstellig. So bleibt es dann auch bis in den November hinein. Richtiges Herbstwetter also! Die Nächte sind im Norden schon merklich kühler, bleiben aber meist im mittleren einstelligen Bereich. Im November stehen aber einige frostige Nächte bevor. Immerhin halten diese nicht lang. Beim Niederschlag hält sich Petrus aber zurück. Nennenswerten Regen sehen wir eigentlich nur Anfang Oktober verzeichnet, ansonsten sind zwar immer wieder ein paar einzelne Regentage eingestreut, die jedoch nicht häufig. Klingt wirklich nach grauem Herbstwetter.

Das Wetter im Westen: Schmuddelwetter im November

Wettervorhersage für 42 Tage in Köln
Der 42-Tage Trend für den Westen am Beispiel von Köln (Stand der Vorhersage 28. September 2022)

Der Westen bekommt knackt im Oktober zwar noch mal die 20-Grad-Marke, aber so richtig lange halten die Phasen nicht an. Immerhin dürfte es aber zum Ende des ersten Monatsdrittels für ein paar Tage des Goldenen Oktobers in Köln reichen. Zum Monatsende hin wird es dann stetig kühler. Das mündet dann einstelligen Temperaturwerten im November und ein paar Frostnächten. So richtig nach oben orientieren sich die Temperaturen dann auch nicht mehr. Stattdessen mischt sich noch Regen darunter. Richtiges Schmuddelwetter – nass, kalt und ungemütlich. Niederschlag gibt es allerdings auch schon Anfang Oktober. Da kommt richtig was runter. Mitte Oktober fällt weiterer nennenswerter Regen, ansonsten bleibt es meist trocken.

Das Wetter im Osten: Regen ist Mangelware

Wettervorhersage für 42 Tage in Berlin
Der 42-Tage Trend für den Osten am Beispiel von Berlin (Stand der Vorhersage 28. September 2022)

Die Berliner dienen uns erneut stellvertretend für den Osten. Schmuddelwetter hat Petrus für den Osten nicht vorgesehen, aber kühler wird es auf jeden Fall. Sind es bis Mitte Oktober noch rund 16 Grad, sinken die Temperaturen dann im letzten Monatsdrittel auf im Schnitt 10 Grad. Im November sind es dann nur noch einstellige Werte. Ein paar frostige Nächte gibt es dann auch mit Tiefstwerten von bis zu -4 Grad. Beim Regen hat der Osten offenbar erneut nicht laut genug „Hier!“ gerufen, denn die Niederschlagsmengen sind wahrlich überschaubar. Anfang Oktober sind ein paar Regentage verzeichnet, dann machen sich die Schauer rar.

Das Wetter im Süden: Erster Schnee im November?

Wettervorhersage für 42 Tage in München
Der 42-Tage Trend für den Süden am Beispiel von München (Stand der Vorhersage 28. September 2022)

Mit deutlich mehr Regen ist der Süden gesegnet. Der September endet mit Regenschauern, die auch noch bis in den Oktober anhalten. Weiteren nennenswerten Niederschlag gibt es dann zum Ende des Oktobers. Richtig viele Schauer sind aber Anfang November verzeichnet. Bei dann frostigen Nächten könnte es in München auch schon ersten Schnee geben. Warten wir’s ab! Ein wenig goldenen Oktober sieht München, das als Beispiel herhalten muss, zu Beginn der zweiten Oktoberwoche, aber auch zur Monatsmitte noch mal. Danach sinken die Temperaturen in den einstelligen Bereich und halten sich dann dort auch. Der November beginnt mit Frostnächten, die dann keine Ausnahme darstellen.

Wie wird das Wetter in Deutschland im Herbst?

Hier ein kleiner Klimacheck für unsere Herbstmonate September, Oktober, November:

  • Meteorologisch beginnt der Herbst am 1. September und endet mit dem November
  • Kalendarisch findet der Wechsel gut drei Woche später statt. Grund ist die Statistik und die Vergleichbarkeit von Jahreszeiten
  • Die heißesten Temperaturen bringt der Herbst für gewöhnlich zu Beginn, wenn die Sonne noch kräftig ist und die Tage lang
  • Spitzenreiter im Herbst mit 36,5 Grad sind die Wetterstationen an der Sternwarte in Jena (gemessen im Jahr 1911) sowie Bühlertal in Baden-Württemberg (gemessen im Jahr 1947).
  • Und selbst im ersten Oktoberdrittel sind in den Wetter-Hitlisten noch Spitzen von etwas über 30 Grad verzeichnet
  • Gleichzeitig legt aber mit häufigeren Nachtfrösten natürlich schon die Kälte nach und lässt im Laufe des Herbstes wiederholt die Schneefallgrenze sinken
  • Statistisch gesehen können wir dabei im Deutschlandmittel auf rund 330 Sonnenstunden hoffen
  • Regen ist im Schnitt um die 190 Liter pro Quadratmeter drin
  • Die Temperaturmittel liegt bei rund 9 bis 10 Grad
  • Eine der schönsten Phasen im Herbst ist der Altweibersommer, der für gewöhnlich ab Mitte September los legt

Lese-Tipp: Mehr zum Wetter-Potenzial in Deutschland im Herbst

Wettervorhersage: So funktioniert unser 42-Tage-Wetter

Bevor sich die Menschen Gedanken um die Vorhersage von Wetter gemacht haben, sind ihnen schon gewisse Regelmäßigkeiten aufgefallen. Hieraus sind dann auch Bauernregeln entstanden. Das waren – wenn man so will – auch die ersten Formen der Langfrist-Wettervorhersagen. Bis heute ist in diesem Gebiet natürlich rasant viel passiert und wir sind Lichtjahre von den Ursprüngen entfernt.

Erste Wetterbeobachtungen und das Erkennen von Zusammenhängen und physikalischen Gesetzen gründeten die moderne Form der Wettervorhersage. Und die hat definitiv richtig viel zu bieten. Ein Teil der Vorhersagen zielt dabei auf Langfristprognosen ab. Ursprünglich vor allem für die Energiewirtschaft entwickelt, halten sie auch in unserer alltäglichen Wetterwelt mehr und mehr Einzug. Die experimentellen Monats- und Jahreszeiten-Vorhersagen des Amerikanischen Wetterdienstes NOAA beispielsweise. Und auch unser 42 Tage-Trend geht – basierend auf dem europäischen Wettermodell – in den Bereich von mehreren Wochen mit den Charts für Höchsttemperatur, Tiefsttemperatur und Niederschlag. Kombiniert mit dem Fachwissen unserer Meteorologen/-Innen und Redakteure/-Innen, um Ihnen einen Blick über die aktuellen Trends und Fakten für die kommenden sechs Wochen zu geben.

Unsere Wettertrends und Themenseiten

Sollten Sie Interesse an weiteren Wetter-, Klima- und Wissenschaftsthemen haben, sind Sie bei wetter.de bestens aufgehoben. Besonders ans Herz legen können wir Ihnen auch den 7-Tage-Wettertrend mit der Wetterprognose für die kommende Woche. Wie sich das Wetter kurzfristig entwickelt, können Sie in unserem Wetterbericht für drei Tage lesen. Diese werden täglich aktualisiert. Vielleicht interessiert Sie eher wie sich das Klima in den vergangenen Monaten verhalten hat und wie die Prognose für das restliche Jahr aussieht. Dafür haben wir unseren Klimatrend für Deutschland.

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(kfb)