Jahresendrally in Schnee und Eis?

42-Tage-Wettertrend: Schneechancen an Weihnachten und Frost zu Silvester

Der Dezember wird eisig und trocken - und Weihnachten richtig kalt

Die Trockenheit, die uns der November 2020 gebracht hat, könnte im Dezember durchaus etwas abgemildert werden. Denn unsere aktuellen 42-Tage-Wettertrends zeigen für den Dezember 2020 ein abwechslungsreiches Bild. Zwar ist auch mal ein längerer Hochdruck-Abschnitt drin. Gerade zu Weihnachten werden die Ausschläge bei den Niederschlagsvorhersagen aber wieder häufiger und intensiver. Gleichzeitig sind auch keine wirklich milden Temperaturen in Sicht, was wiederum fürs Bergland den Traum der Weißen Weihnacht näher rücken lässt. Im Flachland heißt es dagegen nach wie vor Daumen drücken.

Im Video oben: Wann bleibt der erste Schnee liegen?

Hintergrund und mehr zum Thema Winter:

Der 42-Tage-Wettertrend für den Norden

Die Graphik zeigt den 42-Tage-Wettertrend für Hamburg. Hier bleibt es im Dezember 2020 meistens wechselhaft und bei Tageshöchsttemperaturen von um die 5 Grad fehlt auch zum Schnee nicht allzu viel.
Der 42-Tage-Wettertrend für den Norden am Beispiel von Hamburg. Hier ziehen immer wieder Tiefs mit Regen durch. Für Schnee fehlen nur noch ein paar Grad nach unten. © wetter-ressort

Das Wetter im Norden: Es fehlt nicht viel zum Schnee

Los geht es im Norden. Hamburg bekommt von der trockenen Wetterberuhigung im Dezember am wenigsten zu spüren. Hier ziehen immer wieder Tiefs mit Regen durch. Denn so richtig kalte Luft für einen Flachland-Winter sehen die Wettercomputer derzeit noch nicht. Aber: Bei Höchsttemperaturen von um die 5 Grad plus sind ist der Schnee auch nicht allzu weit entfernt. Kurzum: Hier geht noch was.

Der 42-Tage-Wettertrend für den Osten

Die Graphik zeigt den 42-Tage-Wettertrend für Berlin. Die Temperaturen sind durchaus mal im frühwinterlichen Bereich. Aber für Weiße Weihnachten fehlen auf jeden Fall die Niederschläge. Richtig winterlich ist der Trend für den Januar 2021.
Der 42-Tage-Wettertrend für den Osten am Beispiel von Berlin. Es muss noch was passieren in Sachen Niederschlag. Denn auch wenn die Temperaturen im Dezember mitspielen, so fehlen doch die Niederschlagssignale. © wetter-ressort

Das Wetter im Osten zeigt sich trocken und im Januar 2021 auch kalt

Weiter nach Berlin. Im Osten - so viel lässt sich momentan relativ sicher sagen - haben es die Tiefausläufer am schwersten und die Schauer sind am wenigsten ausgeprägt. Selbst wenn die Temperaturen noch etwas nach unten korrigiert werden, so muss in Punkto Niederschlag ebenfalls noch was passieren. Erst zum Jahreswechsel wollen die Großrechner ein winterliches Hoch mit längerem Nachtfrost kommen lassen.

Der 42-Tage-Wettertrend für den Westen

Die Graphik zeigt den 42-Tage-Wettertrend für Köln. Hier ist es im Dezember 2020 zwar sehr wechselhaft. Aber die Temperaturen müssten für Schnee zum Fest noch etwas nach unten korrigiert werden. Auf den Bergen im Westen sind die Chancen aber gut.
Der 42-Tage-Wettertrend für den Westen ist ziemlich wechselhaft. Niederschläge für Schnee zum Fest wären also ausreichend vorhanden. Im Bergland sicherlich mit guten Chancen auf Schnee. Im Flachland ist es aus heutiger Sicht noch etwas zu mild. © wetter-ressort

Das Wetter im Westen: Winter auf den Bergen, weniger Chancen auf Schnee im Flachland

Im Westen will der Winter zwar im Bergland durchaus was probieren in Sachen Winter. Aber im Flachland - wie bei der Vorhersage für Köln - wird es eng für die Weiße Weihnacht. Es ist nach den aktuellen Vorhersagen einfach noch etwas zu mild. Allerdings gilt auch hier - ähnlich wie bei den Nordlichtern: Es bleibt durchaus spannend und ganz chancenlos sind die Schnee-Wünsche zum Fest ganz sicher nicht.

Der 42-Tage-Wettertrend für den Süden und die Berge

Das Wetter im Süden und auf den Bergen: Der Winter 2020 will es wissen

Zuletzt heißt es: Ab in den Süden und rauf auf die Berge. Hier sind die Chancen auf die Weiße Weihnacht weiterhin am größten. Nachts geht es nahezu durchweg in den Minusbereich und auch tagsüber ist es winterlich kalt mit nur wenigen Ausnahmen. Was bei dieser Vorhersage noch zur 100-prozentigen Schnee-Sicherheit zum Fest noch fehlt, das sind mehr Niederschläge. Bis jetzt sehen die Wetterrechner unsere Frau Holle noch zu verhalten - gerade im zweiten Dezember-Drittel bis zum Heiligabend. Aber das kann sich ja noch ändern.

So funktioniert unser 42 Tage-Wetter

Bevor sich die Menschen Gedanken um die Vorhersage von Wetter gemacht haben, sind ihnen schon gewisse Regelmäßigkeiten aufgefallen. Hieraus sind dann auch Bauernregeln entstanden. Das waren – wenn man so will – auch die ersten Formen der Langfrist-Wettervorhersagen. Bis heute ist in diesem Gebiet natürlich rasant viel passiert und wir sind Lichtjahre von den Ursprüngen entfernt.

Erste Wetterbeobachtungen und das Erkennen von Zusammenhängen und physikalischen Gesetzen gründeten die moderne Form der Wettervorhersage. Und die hat definitiv richtig viel zu bieten. Ein Teil der Vorhersagen zielt dabei auf Langfristprognosen ab. Ursprünglich vor allem für die Energiewirtschaft entwickelt, halten sie auch in unserer alltäglichen Wetterwelt mehr und mehr Einzug. Die experimentellen Monats- und Jahreszeiten-Vorhersagen des Amerikanischen Wetterdienstes NOAA beispielsweise. Und auch unsere 42 Tage-Trend geht – basierend auf dem europäischen Wettermodell – in den Bereich von mehreren Wochen mit den Charts für Höchsttemperatur, Tiefsttemperatur und Niederschlag. Kombiniert mit dem Fachwissen unserer Meteorologen/-Innen und Redakteure/-Innen, um Ihnen einen Blick über die aktuellen Trends und Fakten für die kommenden sechs Wochen zu geben. Dieser Artikel wird immer am Wochenende mit neuen Karten aktualisiert

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