Regen und Schnee

42-Tage-Wettertrend: Winter lässt es im Dezember krachen - vor allem auf den Bergen

Wie wird das Wetter im Dezember 2021?

Wer den Winter im Dezember 2021 sucht, der muss - nach jetzigem Stand - herauf auf die Berge. Denn hier werden sich Schnee und Frost am häufigsten einfinden. Doch auch im Flachland bestehen Chancen. Auch wenn ansonsten oftmals Regen fällt. Der Dezember dürfte allerdings aufgrund der durchaus turbulenten Entwicklung sicherlich noch für einige Überraschungen gut sein. Hier die aktuellen Trends bis ins neue Jahr.

Oben im Video: Wann bleibt der erste Schnee liegen?

Das Wetter im Norden: Selten Frost, aber oft Regen

Die Graphik zeigt den 42-Tage-Wettertrend für den Norden am Beispiel von Hamburg. Hier zeigt sich der Dezember 2021 selten frostig. Wirklich mild wird es aber im Regen auch nicht.
Der 42-Tage-Wettertrend für den Norden am Beispiel von Hamburg (Stand: 24.11.2021) © wetter.de

Es fehlt zum Teil gar nicht so viel bei den Temperaturen, dass aus dem Regen auch mal Schnee werden könnte. Allerdings sind die momentanen Trends doch eher auf der nasskalten und nicht durchgreifend winterlichen Seite. Immerhin spart das bei den Heizkosten. Zumindest etwas, da sich eben auch nur gelegentlich mal frostige Nächte dazu gesellen.

Das Wetter im Westen: Winter mit mehr Ambitionen

Die Graphik zeigt den 42-Tage-Wettertrend für den Westen am Beispiel von Köln. Der Winter dürfte im Dezember 2021 nicht chancenlos bleiben. Wer es aber im Westen sicher weiß haben möchte, der muss herauf ins Bergland.
Der 42-Tage-Wettertrend für den Westen am Beispiel von Köln (Stand: 24.11.2021) © wetter.de

Im Westen sind im Vergleich zum Norden schon ein paar kühlere Abschnitte mit nennenswertem Nachtfrost in den aktuellen Trends dabei. Aber richtig nach Winter sieht das noch nicht wirklich aus. Immerhin: gerade der Abwärtstrend ab Weihnachten könnte Winterfreunden Hoffnung machen. Und wenn alle Stricke reißen: das Sauerland ist ja nicht weit. Sollte es so kommen, wie es die Prognosen jetzt zeigen, dann könnte es in den höheren westlichen Mittelgebirgen ganz ordentlich in puncto Winter aussehen.

Das Wetter im Osten: Absturz zum Jahresende

Die Graphik zeigt den 42-Tage-Wettertrend für den Osten am Beispiel von Berlin. Der Dezember 2021 zeigt sich hier weniger wechselhaft. Allerdings legt der Trend zu Silvester einen satten Absturz hin.
Der 42-Tage-Wettertrend für den Osten am Beispiel von Berlin (Stand: 24.11.2021) © wetter.de

Der derzeitige Trend zeigt im Osten mit die mildesten Werte. Gleich mehrfach geht es in Richtung 10-Grad-Marke und etwas darüber hinaus. Nachts geht es jedoch auch einige Male gen Frostgrenze und darunter. Den markantesten Absturz legt die Temperaturkurve am Monatsende hin. Dann wäre demnach auch mal Dauerfrost möglich. Ob es auch davor schon mal für einen Schneemann reicht? Je nach Timing könnte es schon passen. Ein nachhaltiger Wintereinbruch im Dezember ist aber vorerst nicht in Sicht.

Das Wetter im Süden: Bergwinter mit Weihnachtstauwetter

Die Graphik zeigt den 42-Tage-Wettertrend für den Süden am Beispiel von Garmisch. Der Bergwinter scheint sicher, die Weiße Weihnacht hingegen eher nicht.
Der 42-Tage-Wettertrend für den Süden am Beispiel von Garmisch (Stand: 24.11.2021) © wetter.de

Auch im Süden schiebt der Winter im Dezember häufiger eine ruhige Kugel. Aber eben nur in den tieferen Lagen. Sobald es rauf geht auf die Berge, sind die momentanen Langfristprognosen im Hinblick auf Schnee und Frost schon wesentlich optimistischer. Was sich derweil zeigt ist, dass das Weihnachtstauwetter pünktlich sein könnte. Spannung ist somit definitiv angesagt. Zumal der Dezember 2021 bei den jetzigen Vorhersagen deutschlandweit alles in allem normal temperiert verlaufen soll. Das hält die Chancen für den Winter auf jeden Fall weiterhin im Rennen.

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit auf weiße Weihnachten?

Pünktlich zur Weihnachtszeit kommt immer auch die Frage nach Schnee zum Fest auf. Wir haben mal in die Statistik geschaut. Und so ist die Faktenlage:

Seit der letzten deutschlandweiten weißen Weihnacht im Jahr 2010 erlebten alle Winterfreunde eine extreme Durststrecke. Denn danach gab es eine Serie von sehr milden Weihnachtstagen wie seit mindestens 60 Jahren nicht mehr. Wenn man bis in die 1950er-Jahre zurückblickt, dann zeigt sich ein eindeutiges Bild. Wer es an Weihnachten weiß haben möchte, der muss auf die Berge. Oberstdorf, Oberwiesental oder herauf in den Hochschwarzwald oder auf den Brocken.

Und wie ist es mit Schnee zum Fest in den größeren Städten?

Seit 1950 bekamen die Menschen in Hamburg 12 Mal eine geschlossene Schneedecke von mindestens einem Zentimeter. Ähnlich war es in Frankfurt mit 11 Mal. Davor rangierten Berlin (16 Mal) sowie München mit 25 Jahren, in denen es Schnee zur Weihnachtszeit gab. Deutlich bescheidener sieht es in den Tieflagen im Westen und Nordwesten aus. In Köln bescherte Frau Holle in den vergangenen Jahrzehnten zum Beispiel nur 4 Mal eine weiße Weihnacht.

Weiß oder grün? – Unser Wetter an Weihnachten 2021: So sind die Trends für Schnee zum Fest

Wettervorhersage: So funktioniert unser 42 Tage-Wetter

Bevor sich die Menschen Gedanken um die Vorhersage von Wetter gemacht haben, sind ihnen schon gewisse Regelmäßigkeiten aufgefallen.Hieraus sind dann auch Bauernregeln entstanden. Das waren – wenn man so will – auch die ersten Formen der Langfrist-Wettervorhersagen. Bis heute ist in diesem Gebiet natürlich rasant viel passiert und wir sind Lichtjahre von den Ursprüngen entfernt.

Erste Wetterbeobachtungen und das Erkennen von Zusammenhängen und physikalischen Gesetzen gründeten die moderne Form der Wettervorhersage. Und die hat definitiv richtig viel zu bieten. Ein Teil der Vorhersagen zielt dabei auf Langfristprognosen ab. Ursprünglich vor allem für die Energiewirtschaft entwickelt, halten sie auch in unserer alltäglichen Wetterwelt mehr und mehr Einzug. Die experimentellen Monats- und Jahreszeiten-Vorhersagen des Amerikanischen Wetterdienstes NOAA beispielsweise. Und auch unser 42 Tage-Trend geht – basierend auf dem europäischen Wettermodell – in den Bereich von mehreren Wochen mit den Charts für Höchsttemperatur, Tiefsttemperatur und Niederschlag. Kombiniert mit dem Fachwissen unserer Meteorologen/-Innen und Redakteure/-Innen, um Ihnen einen Blick über die aktuellen Trends und Fakten für die kommenden sechs Wochen zu geben.

Unsere Wettertrends und Themenseiten

Sollten Sie Interesse an weiteren Wetter-, Klima- und Wissenschaftsthemen haben, sind Sie bei wetter.de bestens aufgehoben. Besonders ans Herz legen können wir Ihnen auch den 7-Tage-Wettertrend mit der Wetterprognose für die kommende Woche. Wie sich das Wetter kurzfristig entwickelt, können Sie in unserem Wetterbericht für drei Tage lesen. Diese werden täglich aktualisiert. Vielleicht interessiert Sie eher wie sich das Klima in den vergangenen Monaten verhalten hat und wie die Prognose für das restliche Jahr aussieht. Dafür haben wir unseren Klimatrend für Deutschland.

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Woher bekomme ich alte Wetterdaten?

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(bal)