Winter gibt Kostproben

42-Tage-Wettertrend: Nass-kalter November im Herbst-Modus mit Nachtfrost

Wie wird das Wetter in den nächsten sechs Wochen?

Nach den letzten Tagen des goldenen Oktobers dreht das Wetter zum neuen Monat Richtung Herbst. Und das nass-kalte Herbstwetter hält bis Mitte November an. Viel Regen, Bodenfrost und teilweise sogar Schnee sind mit von der Partie. Trockenes und deutlich milderes Wetter lässt dann auf einen angenehmen Spaziergang mit einem Gefühl von Indian Summer hoffen. Die kurze Phase sollte genossen werden, denn im Anschluss macht sich schon der Winter bemerkbar.

Oben im Video: Wann bleibt der erste Schnee liegen?

Das Wetter im Norden: Nächte bringen Bodenfrost und möglicherweise Schnee

Prognose für die nächsten 42 Tage in Hamburg: Nächte bringen Bodenfrost und möglicherweise Schnee
Wettervorhersage für Hamburg für 42 Tage (Stand der Prognose 27. Oktober 2021) © wetter.de

Die Norddeutschen müssen nach den letzten Tagen des Goldenen Oktobers einen Temperatursturz von mehr als 10 Grad in der ersten Novemberwoche verkraften – Dauerregen inklusive. Unser Wettertrend für Hamburg zeigt einige Niederschlagssignale bis Mitte November an. Die Tiefstwerte halten sich meist im Bereich von 4 Grad und weniger auf. Vorsicht vor Bodenfrost! Möglicherweise wachen die Norddeutschen dann auf und vor dem Haus liegt Schnee.

Der wird aber nicht liegen bleiben, da die Temperaturkurve anschließen ansteigt. Die Höchstwerte gehen bis auf 13 Grad hoch und es bleibt trocken. Für einen Wanderausflug oder Spaziergang bietet sich das Wetter nahezu an. Deutlich kühler geht es Richtung Monatsende. Die Gradzahlen bleiben einstellig und mit Beginn des Dezembers liegen die Tiefstwerte unter 0. Mit einsetzendem Niederschlag könnte dann erneut Schnee fallen.

Das Wetter im Westen: Indian Summer Mitte November

Wetter-Prognose für 42-Tage in Köln: Indian Summer Mitte November
Der 42-Tage-Wettertrend für den Westen am Beispiel von Köln (Stand der Vorhersage: 27. Oktober 2021) © wetter.de

Mit viel Regen startet der Westen in den November, wie unser Beispiel Köln zeigt. Das hält auch noch bis ins zweite Drittel des Monats an. Hinzu kommt, dass die Temperaturen sich im Abwärtstrend befinden. Das ist nicht weiter ungewöhnlich für den dritten (meteorologischen) Herbstmonat, dass es dann aber noch mal einen Sprung nach oben gibt bis auf 17 Grad, dann schon eher. Ab Mitte des Monats steigen die Gradzahlen steil an. Für ein paar Tage bekommt der Westen also nochmal etwas Indian Summer zu spüren mit Hochdruckeinfluss. In diesen Tagen bleibt es trocken.

Zum Ende des Monats gehen die Temperaturen schließlich nach unten und es wird kalt. Rund um Nikolaus am 6. Dezember sind es dann nur noch 2 bis 3 Grad tagsüber. In den Nächten ist es schon sehr kühl. Meist liegen die Tiefsttemperaturen im einstelligen Bereich. Teilweise sinken sie sogar unter den Gefrierpunkt. Mit Bodenfrost muss also immer mal wieder gerechnet werden. Ab und zu kann es sogar eine weiße Überraschung am Morgen geben.

Das Wetter im Osten: Erster Schnee in Berlin erst im Dezember

Wetter-Prognose für 42 Tage in Berlin: Erster Schnee erst im Dezember
Der 42-Tage-Wettertrend für den Osten am Beispiel von Berlin (Stand der Vorhersage: 27. Oktober 2021) © wetter.de

Im Osten macht ein kühler und nasser Herbst auf sich aufmerksam. Am Ende der ersten Monatshälfte fällt auch ordentlich viel Regen. Gerade nachts sind dann Temperaturen bis teilweise unter dem Gefrierpunkt möglich. Nach Schnee am Morgen sieht es zwar nicht aus, aber Bodenfrost ist allemal mit von der Partie. Nach einem Zwischenhoch zum Ende des zweiten Monatsdrittels pendeln sich die Temperaturen um die 5 Grad tagsüber ein. Mit dem Dezember wird es dann richtig kalt. Die Tiefstwerte liegen zum Beginn des letzten Monats bei -2 Grad. Zusammen mit dem verzeichneten Niederschlag dürfte es auch dort für den ersten Schnee reichen.

Das Wetter im Süden: Viel Schnee bis zur Monatsmitte in Garmisch-Partenkirchen

Prognose für die nächsten 42-Tage in Garmisch-Partenkirchen: Viel Schnee bis zur Monatsmitte in Garmisch-Partenkirchen
Der 42-Tage-Wettertrend für den Süden am Beispiel von Garmisch-Partenkirchen (Stand der Vorhersage: 27. Oktober 2021) © wetter.de

Auf der Suche nach Schnee begeben wir uns im Süden auf die Berge. Mit Garmisch-Partenkirchen auf rund 700 Metern Höhe haben wir dafür auch ein gutes Beispiel gefunden. Gerade in den ersten zwei Wochen des Novembers fällt dort bereits eine beträchtliche Menge Schnee. Hohe Niederschlagssummen und Tiefstwerte bis teilweise -16 Grad reichen. Dass dieser dann aber auch liegenbleibt ist zweifelhaft, da trockenes Wetter und wärmere Luft folgen. So steigen die Temperaturen wieder auf bis zu 11 Grad an. Mit dem Dezember beginnt auf den Bergen dann die Talfahrt. Es wird deutlich kälter und das auch tagsüber mit Temperaturen unter 0 Grad..

Was ist der Goldene Oktober?

Im Herbst können wir im Goldenen Oktober nochmal Sonne tanken und uns an der Farbenvielfalt der Natur freuen. Das hat das Wetter gut eingerichtet. Denn es kommt oft im zweiten Oktober-Drittel zu einer Wetterlage, die einen Goldenen Oktober mit viel Sonnenschein und leuchtend buntem Herbstlaub möglich macht. Das bedeutet, es etabliert sich ein stabiles Hoch über Mittel- oder Osteuropa, das atlantische Tiefdruckgebiete in die Schranken weist. Tagsüber kann es dann oft noch 20 Grad geben, nachts wird es schon kalt. Durch die schon tief stehende Sonne sind auch die Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge besonders schön und lassen die Welt erst recht in einem goldenen Licht erstrahlen.

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Wettervorhersage: So funktioniert unser 42 Tage-Wetter

Bevor sich die Menschen Gedanken um die Vorhersage von Wetter gemacht haben, sind ihnen schon gewisse Regelmäßigkeiten aufgefallen.Hieraus sind dann auch Bauernregeln entstanden. Das waren – wenn man so will – auch die ersten Formen der Langfrist-Wettervorhersagen. Bis heute ist in diesem Gebiet natürlich rasant viel passiert und wir sind Lichtjahre von den Ursprüngen entfernt.

Erste Wetterbeobachtungen und das Erkennen von Zusammenhängen und physikalischen Gesetzen gründeten die moderne Form der Wettervorhersage. Und die hat definitiv richtig viel zu bieten. Ein Teil der Vorhersagen zielt dabei auf Langfristprognosen ab. Ursprünglich vor allem für die Energiewirtschaft entwickelt, halten sie auch in unserer alltäglichen Wetterwelt mehr und mehr Einzug. Die experimentellen Monats- und Jahreszeiten-Vorhersagen des Amerikanischen Wetterdienstes NOAA beispielsweise. Und auch unser 42 Tage-Trend geht – basierend auf dem europäischen Wettermodell – in den Bereich von mehreren Wochen mit den Charts für Höchsttemperatur, Tiefsttemperatur und Niederschlag. Kombiniert mit dem Fachwissen unserer Meteorologen/-Innen und Redakteure/-Innen, um Ihnen einen Blick über die aktuellen Trends und Fakten für die kommenden sechs Wochen zu geben.

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(kfb)