Blitze und Hitze - Der Sommer 2021 wird nicht langweilig

42-Tage-Wettertrend: Der Siebenschläfer deutet auf einen wechselhaften Sommer hin

Vorhersage für den Juli 2021 zeigt reichlich Aufs und Abs

Der Sommer scheint in diesem Jahr nichts für schwache Nerven zu werden. Denn nicht nur die aktuelle Hitze- und Unwetterlage hat es in sich. Auch in den Aussichten bis Ende Juli 2021 sind einige Berg- und Talfahrten dabei. Und die sind natürlich im Sommer gerne mal verknüpft mit Schauern und Gewittern. Das sehen zumindest die momentanen Prognosen der Wettercomputer für den 42-Tage-Wettertrend so. Hier die kleine Deutschland-Reise durch die erste Hälfte des durchaus rasanten Sommers 2021.

Oben im Video: So viele Sommer- und Hitzetage sind normalerweise möglich.

Das Wetter im Norden: Die Temperaturen zeigen massive Sprünge

Der 42-Tage-Wettertrend vom 16.6.2021 für den Norden mit dem Fokus auf Hamburg: Bei den Nordlichtern hat es der Sommer schon aufgrund der geographischen Lage am schwersten. Und das zeigt auch der aktuelle Blick auf die Prognose bis Ende Juli 2021.
Der 42-Tage-Wettertrend für den Norden am Beispiel von Hamburg (Stand der Vorhersage: 20. Juni 2021). © wetter.de

Das Thema Hitze ist im Norden auch bei den Aussichten nicht ganz vom Tisch. Gleich mehrfach springt die rote Linie der vorhergesagten Höchstwerte der Hitzemarke von 30 Grad entgegen. Insbesondere im letzten Juli-Drittel scheint in Sachen Hochsommer was zu gehen. Gleichzeitig folgen aber auch krasse Abstürze bis auf unter 16 Grad. Mediterrane Heißluft trifft frisches Nordseelüftchen. Eine durchaus explosive Mischung deutet sich somit an. Denn solche Wetter- und Temperatursprünge verlaufen nur selten ruhig und beschaulich ab, wie die Regenmengen zwischendrin andeuten.

Damit Sie die schönen Phasen zwischendrin nutzen können: Hier gibt es alle Informationen zu den Wassertemperaturen und zum Badewetter an den Küsten und Seen.

Das Wetter im Westen: Mehr Schaukelsommer geht fast nicht

Der 42-Tage-Wettertrend für den Westen am Beispiel von Köln zeigt einen durchwachsenen Sommer bis Ende Juli. Da aber die Temperaturen zeitweise auf hohem Niveau sind, werden auch einige Unwetter kommen.
Der 42-Tage-Wettertrend für den Westen am Beispiel von Köln (Stand der Vorhersage: 20. Juni 2021). © wetter.de

Es deutet sich für den Westen im Juli 2021 eine Seitwärtsbewegung mit großer Schwankungsbreite an. Die aktuellen Trends und Prognosen für den Juli 2021 sind somit ebenfalls ziemlich spannend. Es sind nämlich sowohl Spitzen bis über 30 Grad im Rennen, als auch Abstürze auf unter 20 Grad. Gerade der Siebenschläfer-Zeitraum zeigt sich hierbei besonders wechselhaft. Und das scheint dann auch kein gutes Omen für einen stabilen Sommer zu sein. Im Anschluss geht es nämlich ebenso durchwachsen weiter.

Das Wetter im Osten: Wieder mehr Regen im Juli in Sicht

Der 42-Tage-Wettertrend für Berlin als Beispiel für den Osten Deutschlands: Das Thema Dürresommer scheint bei den aktuellen Trends vom Tisch zu sein.
Der 42-Tage-Wettertrend für den Osten am Beispiel von Berlin (Stand der Vorhersage: 20. Juni 2021). © wetter.de

Regen und Sommer? Das wünscht man sich ja eigentlich auch nur selten. Doch gerade der Osten hatte zuletzt neben der Hitze mit einer enormen Trockenheit und der höchsten Waldbrandgefahr zu kämpfen. Und wenn man die letzten Prognosen des 42-Tage-Wettertrends sieht, dann würde sich diese Problematik durch den ganzen Juli hindurch halten. Allerdings sind die aktuellen Trends etwas gesprungen und zeigen auch im Osten - neben einer weiteren Hitze-Phase Anfang Juli - mehr Ansätze für Regen im Juli. Aber keine Angst: Auch die Sommerfreunde können sich im Juli auf einige schöne und warme Abschnitte freuen.

Das Wetter im Süden: Der Sommer verläuft bald gemächlicher

Der 42-Tage-Wettertrend für München zeigt bis in den Juli 2021 hinein sehr sommerliche Ansätze. Allerdings sind auch etliche wechselhafte Abschnitte dabei. Konstantes Sommerwetter sieht anders aus.
Der 42-Tage-Wettertrend für den Süden am Beispiel von München (Stand der Vorhersage: 20. Juni 2021). © wetter.de

Die erste Hitzewelle des Jahres 2021 hat natürlich auch den Süden Deutschlands getroffen. So intensiv wollen die kommenden Wochen aber offensichtlich nicht werden. Denn der Sommer verläuft Stand jetzt auf einem gemächlicheren und weniger intensiven Niveau. Dennoch zeigen sich im Süden ebenfalls einige Spitzen in Richtung 30 Grad. Teils auch darüber. Gleichzeitig deutet sich für das Ende des Vorhersage-Zeitraums eine gewisse Stabilisierung der sommerlichen Temperaturen an. Und auch die Nächte tendieren dann wieder auf ein tropisches Niveau, während es zunächst bald heißen dürfte: Durchatmen und Durchlüften. Im Juni 2021 ist nämlich keine weitere Hitzewelle in Sicht.

Fazit zur Prognose und Vorhersage: Der Sommer 2021 zeigt sich weiterhin unentschlossen

Die Vorhersagen für den Sommer 2021 zeigen nach wie vor eine große Unentschlossenheit. Weiterhin außen vor sind allerdings die extremen Ansätze, die uns die Langfristvorhersage zwischenzeitlich auch mal lieferte und die mit einer enormen Trockenheit im Osten Deutschlands einherging. Insofern scheint sich auch der Trend für einen Schaukelsommer zu festigen. Denn keine Stabilität zum Siebenschläfer-Zeitraum, der von Ende Juni bis ins erste Juli-Drittel reicht, spricht eben auch dafür, dass der Witterungsverlauf für den gesamten Juli tendenziell durchwachsen bleiben könnte.

Wenn Sie mehr zum Sommer in Deutschland und den Wetterfakten der heißen Jahreszeit wissen möchten, dann schauen Sie doch mal hier: Was können wir vom Sommer erwarten?

Und wie die Bauernregeln den Sommer 2021 sehen, können Sie hier lesen.

    Wettervorhersage: So funktioniert unser 42 Tage-Wetter

    Bevor sich die Menschen Gedanken um die Vorhersage von Wetter gemacht haben, sind ihnen schon gewisse Regelmäßigkeiten aufgefallen.Hieraus sind dann auch Bauernregeln entstanden. Das waren – wenn man so will – auch die ersten Formen der Langfrist-Wettervorhersagen. Bis heute ist in diesem Gebiet natürlich rasant viel passiert und wir sind Lichtjahre von den Ursprüngen entfernt.

    Erste Wetterbeobachtungen und das Erkennen von Zusammenhängen und physikalischen Gesetzen gründeten die moderne Form der Wettervorhersage. Und die hat definitiv richtig viel zu bieten. Ein Teil der Vorhersagen zielt dabei auf Langfristprognosen ab. Ursprünglich vor allem für die Energiewirtschaft entwickelt, halten sie auch in unserer alltäglichen Wetterwelt mehr und mehr Einzug. Die experimentellen Monats- und Jahreszeiten-Vorhersagen des Amerikanischen Wetterdienstes NOAA beispielsweise. Und auch unser 42 Tage-Trend geht – basierend auf dem europäischen Wettermodell – in den Bereich von mehreren Wochen mit den Charts für Höchsttemperatur, Tiefsttemperatur und Niederschlag. Kombiniert mit dem Fachwissen unserer Meteorologen/-Innen und Redakteure/-Innen, um Ihnen einen Blick über die aktuellen Trends und Fakten für die kommenden sechs Wochen zu geben.

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    (bal)