Winter in Lauerstellung

42-Tage-Wettertrend: Von wegen nur golden, so extrem ist der Trend im Oktober

Erst goldene Tage im Herbst, dann wird es fast winterlich

Der Spätsommer geht wohl nach einem kleinen Gewitter-Intermezzo in einen kurzen Altweibersommer über. Und es kommt noch besser. Denn in den ersten beiden Oktoberwochen soll es richtig golden werden. Viel Sonne und kaum Niederschläge sind berechnet. Der Goldene Oktober will sich so richtig ausbreiten! Erst zu Beginn der zweiten Oktoberhälfte geht es abwärts, dann droht ein heftiger Absturz. Ein Hauch von Winter legt sich über das Land.

Oben im Video: Warum die Sonne im Herbst fast unberechenbar ist?

Das Wetter im Norden: Goldener Oktober, bevor der Winter anklopft

42 Tage Vorhersage, Hamburg, Norddeutschland
Der 42-Tage-Wettertrend für den Norden am Beispiel von Hamburg (Stand: 15. September 2021) © wetter.de

Die Temperaturen gehen zwar Richtung kalendarischen Herbstanfang nach unten, können sich aber zum Monatsende noch einmal erholen. Ein bisschen Altweibersommer lässt grüßen. Zum Monatswechsel scheint es leicht unbeständig zu werden, aber in der ersten Oktoberwoche will sich das Wetter stabilisieren. Die Höchstwerte bleiben bis Mitte Oktober noch in einem angenehmen Bereich zwischen 15 und 20 Grad. Nachts kann es dann auch vermehrt einstellige Werte geben. Dazu werden kaum Niederschläge berechnet. Der Goldene Oktober entfaltet sich in den ersten beiden Oktoberwochen prächtig.

Zu Beginn der zweiten Oktoberhälfte droht – nach derzeitigem Stand – dann aber ein erster Absturz Richtung Winter. Die Höchstwerte sollen kaum noch die 10-Grad-Marke erreichen, die Tiefstwerte gehen teilweise unter den Gefrierpunkt. Dazu noch mehr Niederschläge, mit Sicherheit der erste Schnee im Bergland und insgesamt sieht es nach nasskaltem Winterwetter aus. Die Winterräder an den Autos sollten dann anmontiert sein!

Das Wetter im Westen: Viel Goldener Oktober, dann Schnee im Bergland

Wettervorhersage, Langfristprognose für Düsseldorf, Wetter im Westen
Der 42-Tage-Wettertrend für den Westen am Beispiel von Düsseldorf (Stand: 15. September 2021) © wetter.de

Auch im Westen – hier als Beispiel Düsseldorf – schaut sowohl der Altweibersommer (eher kurz) als auch der Goldene Oktober (mit Glück etwas länger) vorbei. Denn nach einem kontinuierlichen Rückgang der Temperaturen, sollen die Werte Richtung letztes September-Wochenende wieder deutlich über der 20-Grad-Marke liegen. Zu Beginn der letzten Septemberwoche folgt gleich wieder ein rasanter Absturz. An in den ersten beiden Oktoberwochen sieht es meist nach ruhigen und trockenen Tagen aus. Tagsüber meist um die 20 Grad, nachts wird es auch mal häufiger einstellig. Das ist doch tolles Herbstwetter im Oktober.

Doch auch im Westen wird ein drastischer Absturz zu Beginn der zweiten Monatshälfte im Oktober berechnet. Einstellige Höchstwerte, in der Nacht nahe am Gefrierpunkt, dazu wieder etwas mehr Niederschläge. Im Bergland wäre der erste Schnee der Saison nach den aktuellen Prognosen sicher.

Das Wetter im Osten: Altweibersommer und Goldener Oktober schauen vorbei

Wettertrend für 42 Tage, Prognose für Berlin
Der 42-Tage-Wettertrend für den Osten am Beispiel von Berlin (Stand: 15. September 2021) © wetter.de

Ein ähnlicher Wetterverlauf zeigt sich auch im Osten – hier am Beispiel von Berlin. Die Temperaturen gehen bis in die nächste Woche immer weiter nach unten, um dann am letzten September-Wochenende wieder nach oben zu gehen. Sie erreichen aber kaum noch die 20-Grad-Marke. Zu Beginn der letzten Septemberwoche ein weiterer Absturz, aber Richtung Monatswechsel stabilisiert sich das Wetter weitestgehend. Bis zur Monatsmitte bleibt es fast durchgehend trocken, aber Sprünge über 20 Grad bleiben die Ausnahme.

Und auch hier kommt ab Mitte Oktober kaltes und ungemütliches Wetter auf uns zu. In den Nächten kann es sogar mal bis ganz unten schneien. Der Winter guckt schon im Herbst um die Ecke.

Das Wetter im Süden: Erst Goldener Oktober, dann Schnee und Nachtfröste

Wettervorhersage für den Süden Deutschlands
Der 42-Tage-Wettertrend für den Süden am Beispiel von München (Stand: 15. September 2021) © wetter.de

Auch im Süden geht es bis zum kalendarischen Herbstanfang in der nächsten Woche stetig bergab. Bis zum Ende des Monats pendeln die Werte um die 15-Grad-Marke. Immerhin scheint es in der vorletzten Septemberwoche mal trocken zu bleiben, zum Ende wird es wieder nasser. Zu Oktoberbeginn geht es aufwärts, die 20 Grad kommen für ein paar Tage in Sichtweite und es werden die ersten 14 Tage kaum Niederschläge berechnet. Die erste Oktoberhälfte will also golden werden, doch in der zweiten Oktoberhälfte soll es rasant nach unten gehen. Es wird winterlich: Von knapp 20 Grad auf unter 5 Grad, dazu Schnee bis auf unter 500 Meter und Nachtfröste. Warten wir es mal ab...

Woher hat der Altweibersommer seinen Namen?

Jetzt kommen wir in die Zeit des klassischen Altweibersommers – die beginnt nämlich Mitte September. Dann lassen Tautropfen die Spinnweben im Gras oft grau erscheinen. Doch mit grauen Haaren von älteren Damen hat der Altweibersommer nichts zu tun.

RTL-Meteorologe Björn Alexander: „Der Wortteil „-weiber” hat nämlich seine Wurzel im Wort „weiben” aus dem Althochdeutschen. Das bedeutete ehemals „weben”. Also das Weben der Spinnweben, die der Morgentau sichtbar grau erscheinen lässt. Erst später kamen dann auch weitere Interpretationen hinzu, die etwas mit älteren Frauen mit silbernem oder grauen Haar oder dem gealterten Sommer zu haben.”

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Wettervorhersage: So funktioniert unser 42 Tage-Wetter

Bevor sich die Menschen Gedanken um die Vorhersage von Wetter gemacht haben, sind ihnen schon gewisse Regelmäßigkeiten aufgefallen.Hieraus sind dann auch Bauernregeln entstanden. Das waren – wenn man so will – auch die ersten Formen der Langfrist-Wettervorhersagen. Bis heute ist in diesem Gebiet natürlich rasant viel passiert und wir sind Lichtjahre von den Ursprüngen entfernt.

Erste Wetterbeobachtungen und das Erkennen von Zusammenhängen und physikalischen Gesetzen gründeten die moderne Form der Wettervorhersage. Und die hat definitiv richtig viel zu bieten. Ein Teil der Vorhersagen zielt dabei auf Langfristprognosen ab. Ursprünglich vor allem für die Energiewirtschaft entwickelt, halten sie auch in unserer alltäglichen Wetterwelt mehr und mehr Einzug. Die experimentellen Monats- und Jahreszeiten-Vorhersagen des Amerikanischen Wetterdienstes NOAA beispielsweise. Und auch unser 42 Tage-Trend geht – basierend auf dem europäischen Wettermodell – in den Bereich von mehreren Wochen mit den Charts für Höchsttemperatur, Tiefsttemperatur und Niederschlag. Kombiniert mit dem Fachwissen unserer Meteorologen/-Innen und Redakteure/-Innen, um Ihnen einen Blick über die aktuellen Trends und Fakten für die kommenden sechs Wochen zu geben.

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(oha)