Regen zum Siebenschläfer

42-Tage-Wettertrend: Hitze-Sommer lässt bis Mitte Juli auf sich warten

Halbzeit-Check: Wie wird der Sommer 2021?

Inzwischen blicken die Berechnungen unseres 42-Tage-Wettertrends schon weit in den Juli hinein. Recht ordentlich scheint es im Norden und Osten in Sachen Sommer auszusehen – auf jeden Fall gibt es mehr Aufs als Abs. Insgesamt sieht es für unseren Sommer 2021 momentan nach einem recht durchschnittlichen Verlauf aus mit wechselhaften Phasen, ganz besonders im Westen und Süden. Dort kann an einem Tag geschwitzt, am nächsten der Regenschirm und am dritten die Jacke ausgepackt werden. Wirklich vielversprechend ist das aber – nach jetzigem Stand – wohl nicht. Gleichwohl folgt pünktlich zum Siebenschläfer nach den aktuellen Trends eine ziemlich Klatsche mit Regengüssen und spürbar kühleren Temperaturen. Hier die Details.

Oben im Video: So viele Sommer- und Hitzetage sind normalerweise möglich.

Das Wetter im Norden: Auf in den Juli, auf in den Sommer

Der 42-Tage-Wettertrend vom 9.6.2021 für den Norden mit dem Fokus auf Hamburg: Bei den Nordlichtern hat es der Sommer schon aufgrund der geographischen Lage am schwersten. Das zeigen die aktuellen Berechnungen bei den Temperaturen eindeutig.
Der 42-Tage-Wettertrend für den Norden am Beispiel von Hamburg (Stand: 09.06.2021).

Das sieht gar nicht so schlecht aus für den Sommer. Der kalendarische Sommerbeginn am 21. Juni ist zwar noch leicht unterkühlt mit knapp 20 Grad, aber das ist ja auch das Ende der Schafskälte. Was danach kommt, lässt auf einen ordentlichen Julisommer für die Nordlichter hoffen. Ab und zu gibt es Temperatureinbrüche, aber Mitte des Hochsommermonats sind sogar die 30 Grad anvisiert. Und das alles bei kaum Niederschlag. das freut die Badeurlauber und lässt die Landwirte zittern.

Das Wetter im Westen: Ziemliche Schaukelpartie für den Westsommer

42 Tage Trend von Köln zeigt viele Aufs und Abs.
Der 42-Tage-Wettertrend für den Westen am Beispiel von Köln (Stand: 09.06.2021).

Die Anzahl der Hitzetage mit 30 Grad und mehr in Köln bisher: Null. Und das könnte bis auf absehbare Zeit auch so bleiben. Die derzeitigen Prognosen sehen im Juni noch einmal Spitzenwerte knapp unter der 30-Grad-Marke, bevor die Temperaturkurve mit dem Siebenschläfer ordentlich nach unten rauscht. Das letzte Juni-Drittel sieht dann recht durchwachsen aus, bis es bis Mitte Juli ordentlich nach oben geht, um dann wieder steil nach unten zu rauschen.

Das Wetter im Osten: Hitze - und das immer wieder

Der 42-Tage-Wettertrend für Berlin als Beispiel für den Osten Deutschlands: Nichts für schwache Nerven und einen anfälligen Kreislauf. Der Sommer 2021 ist gespickt viel Hitze.
Der 42-Tage-Wettertrend für den Osten am Beispiel von Berlin (Stand: 09.06.2021).

Ja, es gibt einige ordentliche Temperaturspitzen, die 30 Grad werden wohl schon Ende Juni geknackt, kurz nachdem der kalendarische Sommer begonnen hat. So richtig kalt will es auch nicht mehr werden, auch wenn die Temperaturen nicht konstant oben bleiben, die 20 Grad werden in Berlin bis in das letzte Julidrittel wohl nicht mehr unterschritten. Mitte Juli sieht es sogar nach ein richtigen Hitzewoche aus. Und die Regensummen? Davon muss sich der Osten im Juli wohl verabschieden. Laut den Trendprognosen ist in Sachen Niederschlag wenig zu erwarten.

Das Wetter im Süden: Nichts für einen schwachen Kreislauf

Der 42-Tage-Wettertrend für München zeigt bis in den Juli eine rasante Berg-Tal-Fahrt. Stabilität ist also etwas, mit dem der Süden nicht dienen kann. Zumindest aber ist es am ehesten mal sommerlich warm.
Der 42-Tage-Wettertrend für den Süden am Beispiel von München (Stand: 06.06.2021). © wetter.de

Es geht rauf und runter mit den Temperaturen. Am Beispiel München kann man sehen, dass der Süden wohl weiter mit viel wechselhaftem Wetter rechnen muss. Eine richtige Stabilität will dabei nicht aufkommen. Dabei gibt es im Juni schon die kurz vor dem kalendarischen Sommerbeginn Hitzetage über 30 Grad – und nur eine Woche später werden die 20 Grad nicht mehr erreicht. Auch die Niederschlagskurve schlägt bis zum Ende des Monats immer wieder kräftig aus, im Juli wird es etwas trockener.

Fazit: Wechselhaft ist das Schlagwort

In diesem Sommer muss der Kreislauf einiges aushalten. Immer wieder klettern die Temperaturen bis über die 30 Grad, um dann ordentlich wieder herunterzukrachen. Stabil ist anders. Wenn sich diese Trends tatsächlich so bewahrheiten, dann würde uns im Sommer 2021 ein wahrhafter Schaukelsommer auf einem eher niedrigen Niveau erwarten. Wir sind gespannt und hoffen auf die nächsten Berechnungen der Wettercomputer, dass sich vielleicht doch mal was tut in Sachen Sommerfeeling für ganz Deutschland.

Wenn Sie mehr zum Sommer in Deutschland und den Wetterfakten der heißen Jahreszeit wissen möchten, dann schauen Sie doch mal hier: Was können wir vom Sommer erwarten?

Und wie die Bauernregeln den Sommer 2021 sehen, können Sie hier lesen.

    Der Frühsommer-Check

    Hier der Blick auf einige Fakten der letzten Jahre:

    • In Sachen frühes Sommerfeeling stach das Jahr 2018 besonders hervor. Damals erlebte der Norden im April bereits einige Sommertage mit Temperaturen jenseits der 25 Grad.
    • Noch außergewöhnlicher war der Mai 2018. Hamburg bekam damals schon um die 15 Sommertage. Im deutschlandweiten Mittel erlebten wir im Mai 2018 schon durchschnittlich 10 Sommertage und sogar bis zu 5 Hitzetage von 30 Grad oder mehr.
    • Tropennächte, also mit Tiefstwerten nicht unter 20 Grad, kommen dagegen im Mai nur äußerst selten vor.
    • Die unterkühltesten Mai-Monate mit den wenigsten Sommertagen gab es in den letzten drei Jahrzehnte in den 1990er Jahren.
    • Am wenigsten Sommerfeeling brachten uns der Mai 1991 (0,12 Sommertage im deutschlandweiten Durchschnitt) und der Mai 1994 (0,24 Sommertage).
    • Auch der Mai 2010 verlief extrem unterkühlt mit gerade einmal 0,54 Sommertagen im deutschlandweiten Mittel

    Wettervorhersage: So funktioniert unser 42 Tage-Wetter

    Bevor sich die Menschen Gedanken um die Vorhersage von Wetter gemacht haben, sind ihnen schon gewisse Regelmäßigkeiten aufgefallen.Hieraus sind dann auch Bauernregeln entstanden.Das waren – wenn man so will – auch die ersten Formen der Langfrist-Wettervorhersagen. Bis heute ist in diesem Gebiet natürlich rasant viel passiert und wir sind Lichtjahre von den Ursprüngen entfernt.

    Erste Wetterbeobachtungen und das Erkennen von Zusammenhängen und physikalischen Gesetzen gründeten die moderne Form der Wettervorhersage. Und die hat definitiv richtig viel zu bieten. Ein Teil der Vorhersagen zielt dabei auf Langfristprognosen ab. Ursprünglich vor allem für die Energiewirtschaft entwickelt, halten sie auch in unserer alltäglichen Wetterwelt mehr und mehr Einzug. Die experimentellen Monats- und Jahreszeiten-Vorhersagen des Amerikanischen Wetterdienstes NOAA beispielsweise. Und auch unser 42 Tage-Trend geht – basierend auf dem europäischen Wettermodell – in den Bereich von mehreren Wochen mit den Charts für Höchsttemperatur, Tiefsttemperatur und Niederschlag. Kombiniert mit dem Fachwissen unserer Meteorologen/-Innen und Redakteure/-Innen, um Ihnen einen Blick über die aktuellen Trends und Fakten für die kommenden sechs Wochen zu geben.

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    (avo)