Wechselhafter Winter in Sicht

42-Tage-Wettertrend: Der Frost geht, die Niederschläge kommen

von Amelie von Kruedener

Nach den eisigen Tagen stehen mildere und deutlich wechselhaftere Tage an. Begleitet wird das Februar- und Märzwetter von einigen Temperatursprüngen und sehr vielen Niederschlägen. Besonders der März sieht nass aus. Ob die Niederschläge sich in Form von Schneeflocken oder in Regentropfen zeigen? Die Temperaturen sind da nicht eindeutig.

Oben im Video: Mit wie viel eisigen Tagen müssen wir normalerweise rechnen?

Das Wetter im Norden: Die trockenen Tage haben bald ein Ende

Langfristtrend für Temperatur und Niederschlag
Es kommt eine Menge Niederschlag auf den Norden zu. (Stand der Wettervorhersage 8. Februar 2023).

Mitte Februar klettern die Temperaturen erst einmal wieder nach oben. Auch die Nächte werden wieder frostfrei. Dann setzt für ein paar Tage der Regen ein, der nach einer kurzen trockenen Phase erneut loslegt und das auch kräftig. Das könnte ein nasser Monat werden. Die Temperaturen bleiben tagsüber im positiven Bereich, schwanken dann zwischen 3 und knapp über 10 Grad. Das ist kein knackiger Winter, ein Frühling allerdings auch nicht.

Das Wetter im Westen: Pünktlich zum Karneval wird es milder

Langzeitwettertrend für den Westen
Auch der Westen taut auf und gleichzeitig fährt die Niederschlagskurve nach oben. (Stand der Wettervorhersage 8. Februar 2023).

Da steht Regen auf dem Programm. Wenn man den Ausschlägen der Niederschlagsprognose vertraut, auch sehr viel Regen. Mit den wieder steigenden Temperaturen bleibt es auch bei Tropfen. Pünktlich zum Karneval wird es milder, auch wenn sich der Frost in den Nächten immer wieder zeigt. Ein echter Winternachschlag wird das eher nicht, denn die Tagestemperaturen liegen meist zwischen 5 und 15 Grad – das reicht für keinen Schneemann.

Das Wetter im Osten: Mildere Tage, knackig kalte Nächte

Langzeitprognose für den Osten in Deutschland
Frost beschränkt sich nur noch auf die Nächte. (Stand der Wettervorhersage 8. Februar 2023).

Der zu ausgetrocknete Osten ist trotz der nassen Aussichten für Deutschland, der Teil, der im Vergleich am wenigsten Niederschlag abbekommen wird. Aber etwas ist immerhin mehr als gar nichts und die Böden sind für jeden Liter dankbar. Die Temperaturen klettern wieder nach oben und die Tage werden milde, während es in den Nächten immer wieder knackig kalt sein wird.

Das Wetter im Süden: Viel wechselhaftes Wetter mit reichlich Niederschlägen

Langfristprognose für den Süden
Kalt und frostig in der nächsten Woche (Stand der Wettervorhersage 8. Februar 2023).

Mal 15, mal 1 Grad da ist viel Spielraum dazwischen. Winter? Frühling? In den Nächten lässt der Winter grüßen, an den Tagen reicht es an die Frühlingsmarke heran. Und dazu immer wieder Niederschläge, die sich je nach Temperatur als Schnee oder Regen sehen lassen. Und das in reichlicher Menge, die Modellberechnungen der Wettercomputer zeigen immer wieder kräftige Ausschläge nach oben. Besonders die Zeit zwischen Ende Februar bis in Richtung Mitte März wird sehr nass.

Wie wird das Wetter in Deutschland im Winter?

Hier ein kleiner Klimacheck für unsere Wintermonate Dezember, Januar, Februar:

  • Meteorologisch beginnt der Winter am 1. Dezember und endet mit dem Februar
  • Kalendarisch findet der Wechsel gut drei Wochen später statt. Grund ist die Statistik und die Vergleichbarkeit von Jahreszeiten
  • Der letzte halbwegs normal kalte Winter war 2012/2013, deutlich zu kalt war er in den Jahren 2009/2010 und 2010/2011
  • Die kältesten Temperaturen bringt der Winter für gewöhnlich am Ende, wenn die Nordhalbkugel insgesamt stark abgekühlt ist
  • Die niedrigste Temperatur im Winter wurde in Deutschland mit -37,8 Grad in Wolznach-Hüll in Bayern am 12. Februar 1929 gemessen
  • Und selbst im Dezember ist Hüll immer noch Rekordhalter mit -32,4 Grad am 29.12.1929. Im Januar wurde bisher die tiefste Temperatur mit -34.6 Grad auf der Zugspitze am 02.01.1905 gemessen
  • Die höchste Temperatur wurde im Winter in Mülheim in Baden-Württemberg mit 24,0 Grad am 16.12.1989 gemessen
  • Statistisch gesehen können wir dabei im Deutschlandmittel auf rund 181 Sonnenstunden hoffen
  • Regen ist im Schnitt um die 156 Liter pro Quadratmeter drin
  • Das Temperaturmittel liegt bei rund 1 bis 2 Grad

Lese-Tipp: Das alles kann der erste Wettermonat im Jahr – der Januar

Wettervorhersage: So funktioniert unser 42-Tage-Wetter

Bevor sich die Menschen Gedanken um die Vorhersage von Wetter gemacht haben, sind ihnen schon gewisse Regelmäßigkeiten aufgefallen. Hieraus sind dann auch Bauernregeln entstanden. Das waren – wenn man so will – auch die ersten Formen der Langfrist-Wettervorhersagen. Bis heute ist in diesem Gebiet natürlich rasant viel passiert und wir sind Lichtjahre von den Ursprüngen entfernt.

Erste Wetterbeobachtungen und das Erkennen von Zusammenhängen und physikalischen Gesetzen gründeten die moderne Form der Wettervorhersage. Und die hat definitiv richtig viel zu bieten. Ein Teil der Vorhersagen zielt dabei auf Langfristprognosen ab. Ursprünglich vor allem für die Energiewirtschaft entwickelt, halten sie auch in unserer alltäglichen Wetterwelt mehr und mehr Einzug. Die experimentellen Monats- und Jahreszeiten-Vorhersagen des Amerikanischen Wetterdienstes NOAA beispielsweise. Und auch unser 42 Tage-Trend geht – basierend auf dem europäischen Wettermodell – in den Bereich von mehreren Wochen mit den Charts für Höchsttemperatur, Tiefsttemperatur und Niederschlag. Kombiniert mit dem Fachwissen unserer Meteorologen/-Innen und Redakteure/-Innen, um Ihnen einen Blick über die aktuellen Trends und Fakten für die kommenden sechs Wochen zu geben.

Unsere Wettertrends und Themenseiten

Sollten Sie Interesse an weiteren Wetter-, Klima- und Wissenschaftsthemen haben, sind Sie bei wetter.de bestens aufgehoben. Besonders ans Herz legen können wir Ihnen auch den 7-Tage-Wettertrend mit der Wetterprognose für die kommende Woche. Wie sich das Wetter kurzfristig entwickelt, können Sie in unserem Wetterbericht für drei Tage lesen. Diese werden täglich aktualisiert. Vielleicht interessiert Sie eher wie sich das Klima in den vergangenen Monaten verhalten hat und wie die Prognose für das restliche Jahr aussieht. Dafür haben wir unseren Klimatrend für Deutschland.

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(avo)