42-Tage-Wettertrend: Der Spätsommer löst den Hochsommer ab

Spätsommer beendet die Hundstage: Die Normalität klopft an

Die erste Augusthälfte verläuft weiterhin ziemlich hochsommerlich und bringt mit den Hundstagen und der dazugehörigen Hitze tagsüber sowie den tropischen Nächten einen satten Temperaturüberschuss. Doch auch das Ende des Hochsommers zeichnet sich ab. Zur Monatsmitte kehrt allmählich Normalität beim Sommer 2020 ein. 

Auch die Nächte werden dann schrittweise frischer, so dass wir uns vom Hochsommer in Richtung Spätsommer bewegen. Der Trend für den September kann sich ebenso sehen lassen. Denn nach jetzigem Stand geht spätsommerlich bis frühherbstlich angenehm weiter. Das einzige Manko: Die Trockenheit könnte sich zum Teil noch weiter verschärfen. Oben im Video sehen Sie außerdem, wie lange die Hitze in den verschiedenen Regionen maximal noch bleiben wird.

42 Tage-Vorhersage für den Norden

Der 42-Tage-Trend für Hamburg
Der 42-Tage-Trend für den Norden am Beispiel von Hamburg. Die rote Linie zeigt die Höchstwerte, die blaue die Tiefstwerte und die Balken unten den berechneten Regen. © wetter-ressort

Die Nordlichter im Trockenstress

In der zweiten Augusthälfte zucken die Temperaturen im Norden nochmals über die 30 Grad-Marke. Ein letztes Mal in diesem Jahr. Denn gegen Monatsende sowie im September sind es dann nur mehr spätsommerliche bis frühherbstliche Wellen, die der Temperatur-Verlauf schlägt. Ein wenig Sorge bereitet dabei aber der Blick auf die vorhergesagten Niederschläge. Sollte es sich so entwickeln, wie es der aktuelle 42-Tage-Trend zeigt, dann bleibt der Norden bis weit in den September hinein viel zu trocken. Übel!

42 Tage-Vorhersage für den Süden

Der 42-Tage-Trend für München
Der 42-Tage-Trend für den Süden am Beispiel von München. Die rote Linie zeigt die Höchstwerte, die blaue die Tiefstwerte und die Balken unten den berechneten Regen. © wetter-ressort

Der Süden ist in Sachen Regen das Maß der Dinge

Der Süden braucht sich dagegen vorerst keine Sorgen um zu wenig Regen zu machen. Einerseits ist im August schon einiges vom Himmel gekommen. Andererseits sieht die Vorhersage wiederholt Schauer kommen. Außerdem ist im Süden die Lage in Sachen Tropennächte ganz schön entspannt. Hier bleibt es nachts auch weiterhin am frischesten.

42 Tage-Vorhersage für den Westen

Der 42-Tage-Trend für Köln
Der 42-Tage-Trend für den Westen am Beispiel von Köln. Die rote Linie zeigt die Höchstwerte, die blaue die Tiefstwerte und die Balken unten den berechneten Regen. © wetter-ressort

Der Westen: Bis zur Monatsmitte heiß

Im Westen brauchen wir in Sachen entspanntes Schlafen dagegen noch etwas Geduld. Allerdings zeigt die Kurve für die Tiefstwerte in der zweiten Augusthälfte auch hier auf unter 20 Grad. Das heißt im Umkehrschluss aber auch: Wer laue Sommernächte mag und genießen kann, der sollte sich jetzt ranhalten. Verhältnismäßig entspannt sieht es derweil beim vorhergesagten Regen aus. Verglichen mit dem Norden und dem Osten kann der Westen nämlich auch mal auf nennenswerte Schauer hoffen. 

42 Tage-Vorhersage für den Osten

Der 42-Tage-Trend für Berlin.
Der 42-Tage-Trend für den Osten am Beispiel von Berlin. Die rote Linie zeigt die Höchstwerte, die blaue die Tiefstwerte und die Balken unten den berechneten Regen. © wetter-ressort

Der Osten vertrocknet

Die Trockenheit und die Waldbrandgefahr im Osten sind und bleiben hoch bis sehr hoch. Die Niederschlagssignale halten sich nach wie vor sehr in Grenzen. Nennenswerte Regenmengen sehen die aktuellen Vorhersagen nämlich erst im September. Das Potenzial für Hitze ist dagegen im Osten noch am größten. Auch im September kratzt die Temperaturkurve in Berlin erneut an der Hitzemarke von 30 Grad.

 Ernte der Feldfrucht Weizen auf einem Feld in Abbenrode im Landkreis Harz im Bundesland Sachsen-Anhalt. Getreideernte *** Harvesting the wheat field crop in a field in Abbenrode in the Harz district of Saxony Anhalt Grain harvest
Auch das Jahr 2020 brachte für die Landwirte wohl keine Entspannung. Die Trockenheit dürfte am Ende erneut für dicke Einbußen sorgen. © imago images/Martin Wagner, Martin Wagner via www.imago-images.de, www.imago-images.de

So funktioniert unser 42 Tage-Wetter

Bevor sich die Menschen Gedanken um die Vorhersage von Wetter gemacht haben, sind ihnen schon gewisse Regelmäßigkeiten aufgefallen. Hieraus sind dann auch Bauernregeln entstanden. Das waren – wenn man so will – auch die ersten Formen der Langfrist-Wettervorhersagen. Bis heute ist in diesem Gebiet natürlich rasant viel passiert und wir sind Lichtjahre von den Ursprüngen entfernt.

Erste Wetterbeobachtungen und das Erkennen von Zusammenhängen und physikalischen Gesetzen gründeten die moderne Form der Wettervorhersage. Und die hat definitiv richtig viel zu bieten. Ein Teil der Vorhersagen zielt dabei auf Langfristprognosen ab. Ursprünglich vor allem für die Energiewirtschaft entwickelt, halten sie auch in unserer alltäglichen Wetterwelt mehr und mehr Einzug. Die experimentellen Monats- und Jahreszeiten-Vorhersagen des Amerikanischen Wetterdienstes NOAA beispielsweise. Und auch unsere 42 Tage-Trend geht – basierend auf dem europäischen Wettermodell – in den Bereich von mehreren Wochen mit den Charts für Höchsttemperatur, Tiefsttemperatur und Niederschlag. Kombiniert mit dem Fachwissen unserer Meteorologen/-Innen und Redakteure/-Innen, um Ihnen einen Blick über die aktuellen Trends und Fakten für die kommenden sechs Wochen zu geben.

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