Die Hundstage werden nicht heiß

42-Tage-Wettertrend: Der Hochsommer bleibt ohne 30 Grad

Wie geht der Sommer 2021 im August weiter?

Wir stecken nun in den Hundstagen, die stehen eigentlich für eine stabile Wetterphase und die größte Chance auf Hitze in Deutschland. Nun spielt aber der Sommer 021 einfach nicht mit. Im Norden schon gar nicht, im Süden wenigstens so halbwegs. Das Gute ist: eine neue unerträgliche Hitzewelle sehen wir nicht und ein Dürresommer ist auch nicht zu erwarten. Soo schlecht ist das also nicht. Die hitzeresistenten Menschen unter uns müssen halt den Urlaub irgendwo am Mittelmeer verbringen.

Angeberwissen: Das sind die Hundstage - unser Wetter-Lexikon

Oben im Video: So viele Sommer- und Hitzetage sind normalerweise möglich.

Das Wetter im Norden: Kampf um jeden Sommertag

Der 42-Tage-Trend für Bremen
Eher ein Ab als ein Auf: Der Sommerverlauf in Bremen

Hm, also austrocknen wird der Norden nicht. Den gesamten August über sehen wir Niederschläge im deutschen Norden fallen. Dazu entfernen sich die Werte mehr und mehr von den 30 Grad, sind aber immer noch gut für ein paar Sommertage.

Ein paar Sommertage sollten aber auch wirklich drin sein, immerhin sind wir jetzt in der heißesten und stabilsten Phase des Sommers. Allerdings scheint der August im Norden auch ein paar Tage bereitzuhalten, in denen die Höchstwerte die 20 Grad nicht erreichen – Anfang und Ende August zum Beispiel. Fassen wir zusammen: Der Norden hatte schon bessere Sommer.

Das Wetter im Westen: Der August startet im Sommer 2021 mit einem Absturz

Der 42-Tage-Trend für Köln
In Köln werden die 25 Grad immer mal wieder geknackt, die 30 eher nicht.

Auch im Westen ist im restlichen Sommer 2021 keine neue Hitzewelle zu befürchten. Die Temperaturen kratzen immer wieder an der Sommermarke von 25 Grad, die 30 Grad sind tatsächlich den gesamten Sommer über außer Reichweite. Interessant. Und am Ende des Sommers, also Ende August, stürzen wir sogar im Westen unter die 20 Grad. Um das nochmal zu betonen: Wir reden hier von der Höchsttemperatur.

Wenn wir dieser Berechnung etwas Gutes abgewinnen wollen, dann dass wir wenigstens gut schlafen können, denn die Werte rutschen nachts stets unter die 20 Grad.

Das Wetter im Osten: Nix is mit Sommer

Der 42-Tage-Trend für Rostock
An der Ostsee geht es Richtung Herbst permanent bergab.

Für den Osten nehmen wir heute mal das Beispiel Rostock, auch wenn wir natürlich wissen, dass Rostock eher im Norden als im Osten ist. aber die Ostsee ist nun mal ein echtes Urlaubsgebiet für die Deutschen, zumal in der Pandemie ja keine Grenzen überschritten werden müssen.

Die Geschichte an der Ostsee ist schnell erzählt: Es geht den gesamten August runter mit den Höchsttemperaturen. Erreichen wir an der See Ende Juli noch ungewöhnlich hohe 30 Grad, so geht es bis Mitte August auf 20 bis 25 runter, um Ende August an die 20 Grad zu fallen. Regen gibt es in erster Linie Ende Juli/Anfang August, dann könnte sich eine trockene Phase anschließen, ehe der Sommer kühl und nass zu Ende geht.

Das Wetter im Süden: Das sieht schon nach Sommer aus

42-Tage-Trend für Freiburg
Im Süden sieht es schon am ehesten nach Sommer aus.

Wenn wir die 30 Grad in diesem Sommer in Deutschland noch irgendwo knacken, dann im Süden. Als Beispiel haben wir Freiburg gewählt, was ja auch eine der wärmsten deutschen Städte ist. Die 30 Grad sind immer mal wieder in Reichweite, die hübsche Sommermarke von 25 Grad wird aber häufig erreicht. Erst Ende August ist dann aber auch im Breisgau mit Sommer Schluss.

Nachts kann man bei 15 bis 20 Grad gut schlafen. Regen gibt es auch, das heißt, einen weiteren trockenen Sommer wie 2018 oder 2019 wird es nicht geben. Trockene Tage sind aber auch immer mal wieder dabei, eine schöne Sommer-Mischung eigentlich. Der Kaiserstuhl ist aber generell im August eine Reise wert. Wer also seinen Urlaub in Deutschland verleben möchte...

Es geht auch anders: Der Blick nach Barcelona

Der 42 Tage Trend für Barcelona
Es geht auch anders, wie der Blick nach Barcelona zeigt: Herrliches und trockenes Sommerwetter an der Costa Brava

Wie Sommer geht, zeigt uns der Blick nach Spanien. In Barcelona sind die Temperaturen die gesamte Zeit über zwischen 20 Grad in der Nacht und um die 30 Grad am Tag bei kaum Niederschlägen. Das ist Sommer!

Fazit zur Prognose: Der Sommer 2021 bleibt tendenziell wechselhaft

Vielleicht rettet uns ein Hoch im zweiten Augustdrittel. Dann ist fast überall etwas Ruhe eingekehrt und die Temperaturen stabilisieren sich. Vorher und auch nachher steht aber einiges an Regen und ungemütlichen Temperaturen an.

Lese-Tipp: Als der Sommer erst im August loslegte – Die späte Rekord-Hitzewelle im August 2020


Und wie die Bauernregeln den Sommer 2021 sehen, können Sie hier lesen.

    Aus dem Wetter-Archiv: August 2020 - Vom Normalo-Sommer in den Hitzesommer

    Der Sommer 2020 schien lange ein ganz normaler Sommer zu werden. Doch das änderte sich im August. Denn der Sommer schaltete mal kurz den Turbo ein. Von Berlin bis rüber nach Hamburg gab es teilweise bis zu 15 Hitzetage! Und apropos Hitze: Die heißeste Temperatur des Augusts 2020 und damit auch des Jahres aus dem offiziellen Messnetz des Deutschen Wetterdienstes vermeldete Trier-Petrisberg am 9. August mit einem Höchstwert von 38,6 Grad. Am Ende war der August 2020 der zweitwärmste August seit Aufzeichnungsbeginn mit einer teils sehr unausgewogenen Regenbilanz. Denn die mitunter schweren Gewitter in der hochsommerlichen Luft waren sehr unterschiedlich verteilt. In Teilen Bayerns fielen über 340 Liter pro Quadratmeter (Aschau-Innerkoy), während die trockensten Orte im Westen unseres Landes keine 20 Liter zusammen bekommen haben. Das Verrückte an der Statistik ist jedoch, dass im deutschlandweiten Mittel der August 2020 sogar etwas zu nass ausfiel.

    Wettervorhersage: So funktioniert unser 42 Tage-Wetter

    Bevor sich die Menschen Gedanken um die Vorhersage von Wetter gemacht haben, sind ihnen schon gewisse Regelmäßigkeiten aufgefallen.Hieraus sind dann auch Bauernregeln entstanden. Das waren – wenn man so will – auch die ersten Formen der Langfrist-Wettervorhersagen. Bis heute ist in diesem Gebiet natürlich rasant viel passiert und wir sind Lichtjahre von den Ursprüngen entfernt.

    Erste Wetterbeobachtungen und das Erkennen von Zusammenhängen und physikalischen Gesetzen gründeten die moderne Form der Wettervorhersage. Und die hat definitiv richtig viel zu bieten. Ein Teil der Vorhersagen zielt dabei auf Langfristprognosen ab. Ursprünglich vor allem für die Energiewirtschaft entwickelt, halten sie auch in unserer alltäglichen Wetterwelt mehr und mehr Einzug. Die experimentellen Monats- und Jahreszeiten-Vorhersagen des Amerikanischen Wetterdienstes NOAA beispielsweise. Und auch unser 42 Tage-Trend geht – basierend auf dem europäischen Wettermodell – in den Bereich von mehreren Wochen mit den Charts für Höchsttemperatur, Tiefsttemperatur und Niederschlag. Kombiniert mit dem Fachwissen unserer Meteorologen/-Innen und Redakteure/-Innen, um Ihnen einen Blick über die aktuellen Trends und Fakten für die kommenden sechs Wochen zu geben.

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    (avo)