Kurz und knackig kommt die Hitze im August

42-Tage-Wettertrend: Hinweise auf 30-Grad-Sommer sind da

Was macht der Sommer 2021 im August?

Der Sommer bis jetzt war irgendwie keiner. Der Juni zu nass, der Juli geprägt von Unwetter-Katastrophen und jetzt läuft schon der August und macht einen auf Herbst. Geht da noch was mit Sommer für Badesee, Freibad und lange Biergarten-Abende? Schließlich sind wir mitten in den Hundstagen, den normalerweise heißesten Tagen des Jahres. Die Wettercomputer sind gnädig und rechnen in unserem Sinne. Zumindest werfen sie einmal die 30 Grad aus. Nicht viel, aber immerhin.

Angeberwissen: Das sind die Hundstage - unser Wetter-Lexikon

Oben im Video: So viele Sommer- und Hitzetage sind normalerweise möglich.

Das Wetter im Norden: Hundstage alles andere als heiß

Die Grafik zeigt den 42-Tage-Wettertrend für Hamburg.
Die 42 Tage-Prognose für den Norden am Beispiel Hamburg. © wetter.de

Also, Hamburg packt die 30 Grad nicht. Aber das will für den Rest der Republik nicht viel heißen. Ist die Stadt an der Elbe doch nicht gerade ein klimatischer Günstling mit vielen Top-Werten in Sachen Temperatur. Aber eine Warmphase entdecken wir hier auch. Zur Mitte des Monats hin geht es mit den Temperaturen vom Um-die-20-Grad-Niveau hoch hinaus auf 28. Der Sommer geht dann aber auch so schnell, wie er gekommen ist, und lässt auch die niederschlagsfreie Phase hinter sich.

Das Wetter im Westen: 30 Grad Mitte August zum Ersten

Die Grafik zeigt den 42-Tage-Wettertrend für Düsseldorf
Die 42 Tage-Prognose für den Westen am Beispiel Düsseldorf. © wetter.de

Schauen wir ins Rheinland. Zack! Da sind sie die 30 Grad. In der NRW-Landeshauptstadt werden zur Mitte des Monats Badeseen, Biergärten und Rheinpromenade voll sein, denn der Kurz-Sommer sollte genutzt werden. Mehr als drei, vier Tage so was Ähnliches wie Hitze sieht das EZMWF-Modell auch für Düsseldorf nicht vor. Drumherum sind schon 25 Grad die relative Hitzespitze im August. Danach geht’s sowieso nur noch stetig bergab.

Das Wetter im Osten: 30 Grad Mitte August zum Zweiten

Die Grafik zeigt die  42 Tage-Prognose für den Osten am Beispiel Berlin.
Die 42 Tage-Prognose für den Osten am Beispiel Berlin. © wetter.de

Ja, klar, das lässt die Bundeshauptstadt nicht auf sich sitzen und zieht gleich. 30 Grad Mitte August. Der Osten hatte in Sachen Wärme sowieso in letzter Zeit immer die Nase vorn und so sieht auch diese Sommerphase etwas ausgedehnter aus als im Westen Deutschlands. Aber mehr als 30 Grad sind aber auch nicht vorgesehen. Muss auch so mal reichen. Die Niederschläge fallen ganz ähnlich aus, so die aktuellen Berechnungen.

Das Wetter im Süden: Starkregen statt Hitze

Die Grafik zeigt die  42 Tage-Prognose für den Osten am Beispiel Berlin.
Die 42 Tage-Prognose für den Süden am Beispiel München. © wetter.de

Im Süden Deutschlands fällt die Prognose ganz anders aus. 30 Grad werden hier lange nicht erreicht, dafür liegen die Temperaturen immer mal wenigstens um 25 Grad herum. Was ist da besser, ist die Frage? Nicht so schön: Die Ausschläge für die Regenprognose sind teilweise heftig. Das sieht nach Gewittern mit Starkregen aus.

Fazit zur Prognose: Der Sommer 2021 bleibt wechselhaft auch im August

RTL-Meteorologe Carlo Pfaff meint: „Der Sommer 2021 hat es nach den extremen Trocken- und Hitze-Sommern 2018 und 2019 sowie dem anschließenden zu trockenen und 2 Grad zu warmem Sommer 2020, die wohl alle noch im Gedächtnis haben, von vorneherein nicht leicht gehabt.“ Aber dass er jetzt nach dem nassen Juni 2021, Unwetter-Juli mit einem womöglich herbstlich angehauchten August fortgesetzt wird, ist noch nicht raus. Wir erinnern uns: Als der Sommer erst im August loslegte – die späte Rekord-Hitzewelle im August 2020

Und wie die Bauernregeln den Sommer 2021 sehen, können Sie hier lesen.

    Aus dem Wetter-Archiv: August 2020 - Vom Normalo-Sommer in den Hitzesommer

    Der Sommer 2020 schien lange ein ganz normaler Sommer zu werden. Doch das änderte sich im August. Denn der Sommer schaltete mal kurz den Turbo ein. Von Berlin bis rüber nach Hamburg gab es teilweise bis zu 15 Hitzetage! Und apropos Hitze: Die heißeste Temperatur des Augusts 2020 und damit auch des Jahres aus dem offiziellen Messnetz des Deutschen Wetterdienstes vermeldete Trier-Petrisberg am 9. August mit einem Höchstwert von 38,6 Grad. Am Ende war der August 2020 der zweitwärmste August seit Aufzeichnungsbeginn mit einer teils sehr unausgewogenen Regenbilanz. Denn die mitunter schweren Gewitter in der hochsommerlichen Luft waren sehr unterschiedlich verteilt. In Teilen Bayerns fielen über 340 Liter pro Quadratmeter (Aschau-Innerkoy), während die trockensten Orte im Westen unseres Landes keine 20 Liter zusammen bekommen haben. Das Verrückte an der Statistik ist jedoch, dass im deutschlandweiten Mittel der August 2020 sogar etwas zu nass ausfiel.

    Wettervorhersage: So funktioniert unser 42 Tage-Wetter

    Bevor sich die Menschen Gedanken um die Vorhersage von Wetter gemacht haben, sind ihnen schon gewisse Regelmäßigkeiten aufgefallen.Hieraus sind dann auch Bauernregeln entstanden. Das waren – wenn man so will – auch die ersten Formen der Langfrist-Wettervorhersagen. Bis heute ist in diesem Gebiet natürlich rasant viel passiert und wir sind Lichtjahre von den Ursprüngen entfernt.

    Erste Wetterbeobachtungen und das Erkennen von Zusammenhängen und physikalischen Gesetzen gründeten die moderne Form der Wettervorhersage. Und die hat definitiv richtig viel zu bieten. Ein Teil der Vorhersagen zielt dabei auf Langfristprognosen ab. Ursprünglich vor allem für die Energiewirtschaft entwickelt, halten sie auch in unserer alltäglichen Wetterwelt mehr und mehr Einzug. Die experimentellen Monats- und Jahreszeiten-Vorhersagen des Amerikanischen Wetterdienstes NOAA beispielsweise. Und auch unser 42 Tage-Trend geht – basierend auf dem europäischen Wettermodell – in den Bereich von mehreren Wochen mit den Charts für Höchsttemperatur, Tiefsttemperatur und Niederschlag. Kombiniert mit dem Fachwissen unserer Meteorologen/-Innen und Redakteure/-Innen, um Ihnen einen Blick über die aktuellen Trends und Fakten für die kommenden sechs Wochen zu geben.

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    (avo)