Wetter-Computer kippen wärmere Vorhersagen

42-Tage-Wettertrend: 25 Grad sind im Mai auf Eis gelegt

Wetterprognose: Der Sommer 2021 bleibt in weiter Ferne

Es ist wie es ist – leider: Der Frühsommer wird im Mai böse ausgebremst. Schade! Denn die wärmeren Ansätze bei den Langfrist-Vorhersagen sind wieder in der Minderheit. Die Wetter-Computer zeigen für den Mai 2021 leider kein richtiges Frühsommer-Wetter mehr. Und selbst im sonnen- und wärmeverwöhnten Freiburg, also im Südwesten unseres Landes, ist die Sommermarke von 25 Grad völlig von der Bildfläche verschwunden. Da können wir fast nur hoffen, dass wir mit unseren Langfrist-Prognosen falsch liegen – ist das nicht verrückt? Wir schauen auf die kühlen Details in den vier Regionen: Norden, Westen, Osten und Süden.

Oben im Video: So viel Sommer- und Hitzetage sind möglich.

Das Wetter im Norden: Der Frühsommer hat im Mai 2021 keine Chancen mehr

Die Graphik zeigt den 42-Tage-Wettertrend für Hamburg: Frühsommerwärme im Norden bleibt vorerst einmal in weiter Ferne. Erst Ende Mai soll es was mit den 25 Grad werden.
Der 42-Tage-Wettertrend für den Norden am Beispiel von Hamburg (Stand: 14.04.2021). © wetter.de

Die frostigen Nächte sind bald überstanden und der April zeigt zum Ende auch noch einmal sein anderes Gesicht. Denn es geht Richtung 20-Grad-Marke. Doch was dann der Mai zu bieten hat, ist eigentlich ein Frechheit: 20 Grad in weiter Ferne, meist so um die 15 Grad. Dazu ein böser Absturz kurz vor Pfingsten. Nein, auch im Norden kann der Wonnemonat Mai normalerweise mehr. Aber das zeigt er wohl erst am Ende der Prognose, wenn es in Richtung ersten Sommermonat 2021 geht.

Das Wetter im Westen: Sommergefühle kommen im Mai wohl doch nicht auf

Die Graphik zeigt den 42-Tage-Wettertrend für den Westen am Beispiel von Düsseldorf: Das Blatt hat sich wieder gedreht. Die aktuellen Trends zeigen nur einen mittelmäßigen Mai 2021.
Der 42-Tage-Wettertrend für den Westen am Beispiel von Düsseldorf (Stand: 14.04.2021). © wetter.de

Auch im Westen haben die Wetter-Computer unseres 42-Tage-Wettertrends ihre Berechnungen im Mai 2021 leider wieder nach unten korrigiert. Immerhin klingt der April versöhnlich aus bei Werten von über 20 Grad. Doch der Mai 2021 hat dann kaum Sommerwärme im Gepäck. Selbst die 20-Grad-Marke erweist sich als schwierige Hürde. Das steht einem Wonnemonat Mai gar nicht gut. Da besteht nur das Prinzip Hoffnung, dass die Wettercomputer bald wieder umschwenken.

Das Wetter im Osten: April erholt sich zum Ende, der Mai kommt nicht aus dem Quark

Auf der Graphik ist der 42-Tage-Wettertrend für Berlin dargestellt. Im Osten zeigt sich ebenfalls ein Anstieg in der zweiten Aprilhälfte, aber das Wetter im Mai bricht dann wieder ein.
Der 42-Tage-Wettertrend für den Osten am Beispiel von Berlin (Stand: 14.04.2021). © wetter.de

Bei den Prognosen des 42-Tage-Wettertrends zeigt sich der Osten zum Aprilende versöhnlich. Da pirschen wir uns langsam an die 20-Grad-Marke ran. Doch der Mai kann den Aufwärtstrend nicht weiter fortsetzten. Ganz im Gegenteil: Er fällt ganz schön ab. Meist liegen die Höchstwerte bei um die 15 Grad, mal mit einem größeren Schlenker nach oben, mal nach unten. Ein Durchbruch in Sachen Frühsommer 2021 ist nicht wirklich zu erkennen. Erst zum Ende des Monats Mai schnellen die Werte nach oben in Richtung Sommermarke. Aber bis dahin fließt noch viel Wasser die Spree hinunter oder abwarten und ‘Berliner Weiße’ genießen.

Das Wetter im Süden: Frühsommerwerte tauchen im Mai 2021 immer weiter ab

Die Graphik zeigt den 42-Tage-Wettertrend für Freiburg. Keine Chance für Sommerwerte im sonst so sonnen- und wärmeverwöhnten Südwesten Deutschlands.
Der 42-Tage-Wettertrend für den Süden am Beispiel von Freiburg (Stand: 14.04.2021). © wetter.de

Die Berechnung des 42-Tage-Wettertrends für den Süden zeigen wie sonst auch einen deutlichen Aufwärtstrend in der zweiten Monatshälfte im April. Und nach einem kleinen Einbruch zum Monatswechsel geht es auch wieder schnell über die 20-Grad-Marke. Richtung Muttertag und Christi Himmelfahrt scheint es aber auch hier wieder nach unten zu gehen bei Höchstwerten unter 20 Grad. Und in der zweiten Maihälfte soll es noch dicker kommen bei Werten knapp über der 10-Grad-Marke und jeder Menge Niederschlag. Keine Chance für Sommerwerte im sonst so sonnen- und wärmeverwöhnten Südwesten Deutschlands.

Aus dem Wetter-Archiv: Frühsommer-Fakten der letzten Jahre

Hier der Blick auf einige Fakten der letzten Jahre:

  • In Sachen frühes Sommerfeeling stach das Jahr 2018 besonders hervor
  • Damals erlebte der Norden im April bereits einige Sommertage mit Temperaturen jenseits der 25 Grad
  • Noch außergewöhnlicher war der Mai 2018. Hamburg bekam damals schon um die 15 Sommertage
  • Im deutschlandweiten Mittel erlebten wir im Mai 2018 schon durchschnittlich 10 Sommertage und sogar bis zu 5 Hitzetage von 30 Grad oder mehr
  • Tropennächte, also mit Tiefstwerten nicht unter 20 Grad, kommen dagegen im Mai nur äußerst selten vor
  • Die unterkühltesten Mai-Monate mit den wenigsten Sommertagen gab es in den letzten drei Jahrzehnte übrigens in den 1990er
  • Am wenigsten Sommerfeeling brachten uns der Mai 1991 (0,12 Sommertage im deutschlandweiten Durchschnitt) und der Mai 1994 (0,24 Sommertage)
  • Auch der Mai 2010 verlief extrem unterkühlt mit gerade einmal 0,54 Sommertagen im deutschlandweiten Mittel

Fazit: Der Wettertrend im Frühling und Frühsommer 2021

Alles hat sich wieder gedreht. Denn die Wettercomputer im 42-Tage-Wettertrend zeigen nun wieder kältere Varianten für den Mai. Immerhin soll die zweite Aprilhälfte einigermaßen versöhnlich werden. Es zeigt sich ein Hauch von Frühsommer im ganzen Land. Grundsätzlich sind solche extrem frühen Wärmephasen aber gar nicht so häufig, wie man es selbst vielleicht sieht.

Wettervorhersage: So funktioniert unser 42 Tage-Wetter

Bevor sich die Menschen Gedanken um die Vorhersage von Wetter gemacht haben, sind ihnen schon gewisse Regelmäßigkeiten aufgefallen.Hieraus sind dann auch Bauernregeln entstanden.Das waren – wenn man so will – auch die ersten Formen der Langfrist-Wettervorhersagen. Bis heute ist in diesem Gebiet natürlich rasant viel passiert und wir sind Lichtjahre von den Ursprüngen entfernt.

Erste Wetterbeobachtungen und das Erkennen von Zusammenhängen und physikalischen Gesetzen gründeten die moderne Form der Wettervorhersage. Und die hat definitiv richtig viel zu bieten. Ein Teil der Vorhersagen zielt dabei auf Langfristprognosen ab. Ursprünglich vor allem für die Energiewirtschaft entwickelt, halten sie auch in unserer alltäglichen Wetterwelt mehr und mehr Einzug. Die experimentellen Monats- und Jahreszeiten-Vorhersagen des Amerikanischen Wetterdienstes NOAA beispielsweise. Und auch unser 42 Tage-Trend geht – basierend auf dem europäischen Wettermodell – in den Bereich von mehreren Wochen mit den Charts für Höchsttemperatur, Tiefsttemperatur und Niederschlag. Kombiniert mit dem Fachwissen unserer Meteorologen/-Innen und Redakteure/-Innen, um Ihnen einen Blick über die aktuellen Trends und Fakten für die kommenden sechs Wochen zu geben.

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