Was jetzt wo gilt

In diesen Bundesländern kommt 2G

Wo gilt 2G? Wo gilt 3G?

Wer darf noch wo rein? Diese Frage bringt wieder einmal den alten Flickenteppich der Länderentscheidungen zum Vorschein. Denn während einige Bundesländer den Gastronomen und Betreibern öffentlicher Einrichtungen und Freizeitaktivitäten bereits die Möglichkeit geben, nur Geimpfte oder Genesene hereinzulassen (2G), wollen andere Länderchefs auch Getestete nicht vom öffentlichen Leben ausschließen (3G). Wir haben den Überblick über die Länder.

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Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg gelten seit Donnerstag strengere Corona-Regeln. Das Land hat ein mehrstufiges Warnsystem eingeführt, dass sich nach der Intensivbetten-Belegung richtet. Aktuell gilt die so genannte Basisstufe.

In einem zweiten Schritt haben Ungeimpfte nur noch mit PCR-Test Zutritt zu bestimmten öffentlichen Bereichen. Ein Antigentest reicht nicht mehr aus. In Stufe drei haben Ungeimpfte gar keinen Zutritt mehr zu Restaurants, Kultur- und Sportveranstaltungen.

Bayern

In Bayern sind bereits neue Regeln in Kraft, die auch eine „Krankenhaus-Ampel“ als Indikator umfassen. 2G sei „theoretisch möglich und nicht verboten, aber nicht vom Staat vorgeschlagen“, hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gesagt.

Berlin

Geimpfte und genesene Menschen in Berlin können in der Corona-Pandemie mit weiteren Erleichterungen rechnen. Am Dienstag wurde die Einführung eines 2G-Optionsmodells beschlossen: In etlichen Bereichen wie der Gastronomie oder bei Veranstaltungen können die Betreiber dann selbst entscheiden, ob sie den Zutritt zu Innenräumen nur Geimpften oder Genesenen (2G) oder auch Getesteten (3G) erlauben.

Kinder unter zwölf Jahren sollen von dieser Regelung ausgenommen werden. Im Falle von 2G würden bisherige Corona-Einschränkungen wie Abstand oder Maske entfallen.

Brandenburg

Auch in Brandenburg gilt seit Donnerstag die „2G-Regel“. Veranstalter und Betreiber können demnach nur Geimpften, Genesenen und Kindern bis 12 Jahren Zutritt gewähren, einzelne Corona-Auflagen sollen entfallen. Auch hier hat die Hospitalisierungsinzidenz die Sieben-Tage-Inzidenz abgelöst.

Bremen

Anders als bislang kann sich Bremen auch vorstellen, dass in einigen Bereichen, etwa in der Gastronomie, in Clubs und in Konzerten, von der 3G-Regelung abgewichen wird und dort 2G ermöglicht werde.

In den kommenden Tagen soll ein mehrstufiger Plan zur Reaktion auf die jeweilige Entwicklung der Corona-Pandemie erarbeitet werden. Dieser werde dann eine Entwarnungsstufe bei niedrigen Corona-Werten, eine Risikostufe bei hohen Werten und wahrscheinlich zwei Stufen dazwischen enthalten, teilte Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) am Donnerstag in einer Regierungserklärung mit.

Hamburg

Seit Ende August gibt es auch für Hamburg ein 2G-Optionsmodell für Gastronomen und andere öffentliche Bereiche. 3G gilt aber weiterhin als Basis. Zuvor hatte Fußball-Zweitligist FC St. Pauli das Prinzip in seinem Stadion umgesetzt. „Wir werden alles in 2G durchführen, wir halten es für unentbehrlich, dass die Impfung stattfindet. Es ist der beste Schutz und vor allem das Sozialste“, sagte St.-Pauli-Präsident Oke Göttlich im „Doppelpass 2. Bundesliga“ auf Sport1. Es gehe darum, „die Gesellschaft zu schützen. Wir wollen eine Möglichkeit aufzeigen, wie wir mehr Kapazitäten ermöglichen können“. Für jene, die nicht geimpft werden können, „kämpfen wir weiter“, so Göttlich.

Hessen

Neben der verpflichtenden 3G-Regelung in vielen Innenbereichen hat Hessen mit der neuen landesweiten Verordnung seit Donnerstag auch das 2G-Optionsmodell eingeführt. Die neue 2G-Option bietet vor allem Veranstaltern und privaten Betreibern die Möglichkeit, nur geimpfte und genesene Menschen einzulassen. In diesen Fällen gebe es dort für diese Menschen keine wesentlichen coronabedingten Einschränkungen wie Abstandsregeln oder eine Maskenpflicht mehr. Kinder und Jugendliche bis zwölf Jahre können an 2G-Angeboten und -veranstaltungen auch ohne Impfung teilnehmen.

Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern ist eine „2G-Regelung“ im Moment nicht angedacht. Das sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) bereits Ende August dem Radiosender Bayern 2 des Bayerischen Rundfunks. „Ich denke, dass wir weiter auf 3G setzen müssen“, so Schwesig. „Wir haben ein Ampelsystem entwickelt, was nicht allein die Inzidenz, sondern auch die Krankenhausbelastung, die Intensivstationsbelastung und auch den Impffortschritt berücksichtigt.“

NRW

In Nordrhein-Westfalen soll die „3G-Regel“ bis auf weiteres unverändert bestehen bleiben. Grund dafür könnten auch die zuletzt schlechten Erfahrungen mit Lockerungen auf Basis der „2G-Regelung“ sein.

Am 3. September hatten rund 380 Menschen an einer so genannten 2G-Partynacht teilgenommen. Für den Zutritt galt: nur Geimpfte oder Genesene wurden reingelassen. Im Nachhinein hatten sich bei der Party aber doch mehrere Dutzend Menschen mit Covid-19 infiziert. Die Zahl stieg zuletzt auf 83 (Stand 16.9.).

Niedersachsen

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) kündigte an, dass die „2G-Regel“ in mehr Bereichen angewendet werden könne. Betreibern und Veranstaltern stellte er ein Optionsnmodell in Aussicht. Dies bedeutet Zugang nur für Geimpfte und Genesene, aber nicht für negativ Getestete. Möglich ist es etwa schon in Diskotheken. Eine politisch verordnete 2G-Regelung ist das aber noch nicht.

Neben dem Schriftzug 2G Regel befindet sich ein Faehnchen von Niedersachsen.
Auch in Niedersachsen können Gastwirte und andere Anbieter von Freizeitangeboten zwischen der 2G- und 3G-Regelung wählen © deutsche presse agentur, Sascha Steinach

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz hat bereits Änderungen umgesetzt und drei Warnstufen eingeführt. Für Geimpfte und Genesene sind unbegrenzte Zusammenkünfte möglich. Dazu kann eine bestimmte Zahl Getesteter kommen. Für Getestete gelten diese Freiheiten nicht.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer erklärte außerdem, dass es nicht erneut zu einem generellen Lockdown kommen werde. Stattdessen würden im Fall steigender Krankenhaus-Inzidenzen die Freiheiten der Ungeimpften weiter beschränkt.

Saarland

Im Saarland ist eine entsprechende Regelung noch nicht beschlossen. Man berät noch. „Wenn es hart auf hart kommt, müssen wir auch mit 2G-Modellen versuchen, die Normalität zu sichern“, sagte der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans im Interview mit dem Saarländischen Rundfunk. Im Moment sei das aber noch nicht nötig, so Hans., Eine 2G-Regelungen würde bedeuten Menschen, die sich nicht impfen lassen können, vom öffentlichen Leben auszuschließen. Das dürfe nicht sein, so Hans.

Tobias Hans
Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans ist zum jetzigen Zeitpunkt ein Gegner von 2G. © deutsche presse agentur

Sachsen

Auch Sachsen will 2G als Optionsmodell einführen. Dies soll für Restaurants, Einrichtungen oder Events von bis zu 5000 Menschen möglich sein, wenn der Veranstalter es so entscheidet, wie die Staatskanzlei mitteilte. Die Neuregelung soll kommende Woche in Kraft treten, so die zuständige Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD). Neben der Obergrenze für Gäste sollen dann auch Auflagen wie z.B. Abstandsregeln wegfallen.

Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt gilt seit Dienstag ein „2G-Optionsmodell“. Veranstalter können damit selbst entscheiden, ob sie nur Geimpfte und Genesene einlassen oder ob sie weiterhin das 3G-Modell (geimpft, genesen, getestet) nutzen wollen - also auch aktuelle negative Tests akzeptieren. Brandenburg plant ebenfalls die Einführung der „2G-Regel“. Veranstalter und Betreiber können demnach nur Geimpften, Genesenen und Kindern bis 12 Jahren Zutritt gewähren, einzelne Corona-Auflagen sollen entfallen.

Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein hat die Regierung am Mittwoch eine neue Corona-Verordnung beschlossen. Diese tritt ab 20. September in Kraft. Demnach werden die Corona-Beschränkungen überall aufgehoben, wo die sogenannte 3G-Regel gilt, wonach Menschen vollständig geimpft, genesen oder getestet sein müssen. Dies gilt für alle Veranstaltungen. Die Maskenpflicht gilt künftig nur noch beispielsweise im öffentlichen Nahverkehr oder dem Einzelhandel.

Im Fall einer Verschärfung der Corona-Lage ist generell „ein Übergang zu einer 2G-Regelung mit 3G-Option vorgesehen“ - und bei 3G würden verstärkte Auflagen gelten.

Thüringen

In Thüringen gilt ab Sonntag (19. September) eine neue Corona-Verordnung. Eine 3G-Regelung bleibt allerdings weiter bestehen. Über die Einführung einer 2G-Regelung soll allerdings schon am kommenden Dienstag erneut gesprochen werden.

Eine Sprecherin des Thüringer Gesundheitsministeriums sagte dem „MDR Thüringen“ am Freitag, die Landesregierung prüfe derzeit noch rechtliche und praktische Fragen, die mit der Einführung eines 2G-Modells bestehen würden.

(dpa, sst, khe)

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