30-Tage-Wettertrend: Hoffnung auf Regen im Juni

Endet die Dürre im Jüni?

Fast alle sehnen sich nach Regen. Im Frühjahr hat es in ganz Deutschland viel zu wenig geregnet, besonders der Westen ist im Mai geradezu leer ausgegangen. Nennenswerte Niederschläge gab es fast nur ganz im Süden. Kann der Juni da was aufholen? Er ist im Schnitt der regenreichste Monat des Jahres. Und es gibt tatsächlich Prognosen, die Hoffnung machen, dass Trockenheit und Dürre gemildert werden.

Tschüss, Sommer mit 30 Grad!

Das heiße Sommerwetter der ersten Juni-Tage dauert nur kurz, dann wird es wechselhafter und kühler. Das reicht natürlich lange nicht zum Auf-, aber immerhin zum kurzen Durchatmen. Endlich Wasser für Felder, Wälder, Parks und Gärten. Dazu mehr im 7-Tage-Trend.

Young girl holding up umbrella in the rain.
Große Freude über Regen in Deutschland. Wer hätte das mal gedacht? © Getty Images, stevecoleimages

Endlich Regen für den Westen Deutschlands

42 Tage Trend Koeln
42-Tage-Trend für Köln: Regen im Juni ja, aber nicht besonders viel.

Ein vorsichtig vielversprechendes Beispiel ist der Westen Deutschlands. Für Köln berechnet die 42-Tage-Prognose für den Juni recht wechselhaftes Wetter mit nur wenigen ganz trockenen Tagen. Viel ist das nicht, um die ausgedörrten Böden zu durchdringen, aber besser als nichts.

Besonders Richtung Ende Juni könnte es in der Atmosphäre hier brodeln. Zu hohen Temperaturen auf Sommerniveau gibt es einige Tage lang Regen weitaus mehr als in den bisherigen homöopathischen Mengen. Dann allerdings beginnt schon wieder eine Durststrecke bis weit in den Juli.

Trockenheit im Nordosten hält an

42 Tage Trend berlin
42-Tage-Trend für Berlin: Bis auf einen Ausreißer Mitte Juni hat Berlin an Regen nicht viel zu bieten.

Anderes Beispiel: Der Nordosten. Auch hier ist Niederschlag seit langem Mangelware. Wie das Beispiel Berlin im 42-Tage-Wettertrend zeigt, fällt die Prognose allerdings noch magerer aus. Mitte Juni könnte es nennenswerten Niederschlag geben, aber dann kommt dort nicht mehr viel zusammen. Die Trockenheit hält an.

NOAA sieht für den Juni mehr Regen

NOAA Juni Regen
Die NOAA Prognose für den deutschen Juni: uneinheitlich nass bzw. trocken.

Die Langfristprognose der NOAA zeigt eine nassere Variante: Sie sieht für Deutschland einen durchschnittlichen bis sogar etwas zu nassen Juni für weite Teile. Im Norden gibt es aber weiterhin zu trockene Ecken. Außerdem: Bei dem derzeitigen Niederschlagsdefizit müsste es schon mehr als durchschnittlich regnen, um die Böden und Gewässer wieder aufzufüllen.

Die Temperaturen im Juni: Im Mittel normal

NOAA
So berechnet die NOAA die Temperaturen für den Juni: Nordeuropa zu warm, in der Mitte normal, im Süden zu kalt.

Echt spannend und lange nicht dagewesen ist die damit einhergehende Temperaturprognose der NOAA.

Demzufolge liegt Deutschland im Juni weitestgehend auf Durchschnittskurs. Nur im Norden weichen die Temperaturen um 1 Grad nach oben zum langjährigen Mittel ab. Durchschnittswerte schließen natürlich keine Spitzenwerte von weit über 30 Grad aus – sie müssen dann eben nur entsprechend von tiefen Temperaturen ausgeglichen werden.

Und das Außergewöhnliche: Südwesteuropa mit Portugal, Spanien und Südfrankreich wird sogar um einiges zu kalt, so die Berechnungen.

Nordeuropa dagegen liegt voll im Erderwärmungstrend mit bis zu zwei Grad Wärmeüberschuss im Vergleich zu den Durchschnittswerten für Juni.

Was wir noch vom Sommer erwarten können, finden Sie hier.

So entsteht unser 30-Tage-Wetter

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