Spannende Rechen-Formel aus den USA

3-Tage-Wetter-Prognose zum Coronavirus

Die Sonne und die UV-Strahlung lassen das Coronavirus schneller zerfallen.
Die Sonne und die UV-Strahlung lassen das Coronavirus schneller zerfallen. © dpa, Martin Gerten, mg bsc wst

Das Wetter unterstützt, ist aber kein Allheilmittel

Das Wetter hat Auswirkungen auf das Corona-Virus und seinen Zerfall. Dieser Vorgang ist abhängig von einigen Faktoren. Beispielsweise von der Intensität der Sonne. So lässt sich berechnen, wie lange es dauert bis das Virus an der frischen Luft oder auf Oberflächen zerfällt. Die Entwicklung dieser Zerfallszeiten in Stunden sehen Sie in unseren Graphiken. Wichtig ist allerdings: Bei der Verhinderung einer Ansteckung hilft das alleine natürlich nur nicht. Es ist lediglich die Berechnung der Haltbarkeit in der Luft sowie an Oberflächen. Wesentlich wichtiger ist das Einhalten der Abstands- und Hygieneregeln.

Hier die Entwicklung der Corona-Zerfallszeiten

Wir schauen jeweils auf den Nachmittag. Grün dargestellt sind die kurzen Zerfallszeiten. Hier sind die Wetterbedingungen so, dass die Viren in der Luft rascher absterben als in den gelblich bis rötlich dargestellten Bereichen.

Vorhersage: Die Zerfallszeit der Corona-Viren

So funktioniert das Corona-Wetter

Temperatur, UV-Index und Relative Luftfeuchte beeinflussen das Absterben des Corona-Virus, wenn es außerhalb unseres Körpers ist. Hierzu wurde unter Laborbedingungen zum einen die Temperatur näher untersucht. Ein weiterer wichtiger Parameter ist der UV-Index, also die Strahlung der Sonne. Und auch die Luftfeuchtigkeit wurde maßgeblich mit einbezogen. Aus diesem Mix lässt sich berechnen, in welchem Zeitraum die Viren an der freien Luft oder auf Oberflächen zerfallen. 

Inwieweit das Wetter die Verbreitung des Virus ins der Luft beeinflussen kann, untersuchte eine von der Homeland Security in Auftrag gegebene Studie.

Hintergrund-Check: Das sagen die Experten

Im Sommer gibt es mehrere Gründe, warum das Wetter eine wichtige Rolle spielt. Man hält sich häufiger draußen auf als im Winter. Dort ist die Ansteckungsgefahr per se geringer. Für den Virologen Christian Drosten von der Charité in Berlin seien „die Wärme im Sommer, UV-Strahlen und die Tatsache, dass Leute vermehrt draußen sind und sich weniger aneinander infizieren können", sind helfende Effekte

Auch der Virologe Alexander Kekulé erklärte im Gespräch mit der ARD: „Wenn es warm ist, werden diese Corona-Viren normalerweise schwächer, und die Krankheiten schwächen sich ab – das könnte eigentlich unser bester Verbündeter sein.” 

Sommer ist grundsätzlich besser als Winter

Unser Körper ist im Winter anfälliger. Je kälter es ist, desto schneller kühlen die Schleimhäute aus. Diese sind dadurch schlechter durchblutet und schützen nicht mehr so gut. Wärme greift hingegen die Fettschicht des Virus an und schädigt ihn damit.

Die Tage werden kürzer - Das Erkältungsrisiko steigt an

Im Winter sind wir empfänglicher für Erkältungskrankheiten aller Art. Auch der Aufenthalt in geschlossenen Räumen mit mehreren Personen kann die Situation verschärfen.
Im Winter sind wir empfänglicher für Erkältungskrankheiten aller Art. Auch der Aufenthalt in geschlossenen Räumen mit mehreren Personen kann die Situation verschärfen. © Getty Images/iStockphoto, solidcolours

Vorsicht: Das Wetter ist nur ein Faktor

Sonnig und warm ist somit in Bezug auf das Corona-Virus ideal, schützt aber nur bedingt vor dem Virus. Das Grundrisiko bleibt bestehen und es empfiehlt sich weiterhin, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen.

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In Tröpfchen fühlt sich das Corona-Virus lange wohl. Solange nicht Sonne und Wärme zuschlagen. © imago images/Alexander Limbach, Alexander Limbach via www.imago-images.de, www.imago-images.de

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