Einige angefressen, andere denken um

2G in Fahrschulen in Bayern: Ohne Impfung gibt's hier keine Fahrstunden!

Fahrschuhle
In Bayern benötigen Fahrschüler einen 2G-Nachweis. © deutsche presse agentur

Fahrtstunden nur mit Impf- oder Genesenen-Nachweis möglich

Seit einiger Zeit gilt in vielen Fahrschulen die 2G-Regel. Die Folgen für Fahrschülerinnen und Fahrschüler: Nicht-Geimpfte (oder Nicht-Genesene) können ihren Führerschein nicht mehr zu Ende machen. Es sei denn, sie entscheiden sich doch noch für eine Corona-Impfung.

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"Einige Schüler weggebrochen"

Im bayrischen Bad Tölz ärgert sich der Fahrlehrer Wolfgang Strunck über die 2G-Regel. „Mir sind einige Schüler weggebrochen, weil sie nicht geimpft sind“, erzählte er dem „Münchner Merkur“. Zwar würden die Jugendlichen, die noch in die Schule gehen, regelmäßig auf das Virus getestet, „aber wer nicht geimpft ist, den darf ich nicht mitnehmen“. Der Fahrlehrer hatte eigentlich erwartet, dass die 3G-Regelung bestehen bleibt. „Ich hätte kein Problem damit, wenn die Schüler getestet kommen.“ Deshalb sieht er die aktuellen Maßnahmen kritisch: „Wir sind natürlich nicht begeistert. Wenn wir keine Schüler mehr haben, geht das doch wieder in die Richtung, dass die Fahrschulen zumachen müssen.“

"Einige angefressen"

Gleichzeitig seien einige seiner Schüler angefressen, wie er im „Münchner Merkur“ berichtet. Vor allem jene, die sich im Fahren schon eine gewisse Routine angeeignet hätten. Die müssten jetzt in nächster Zeit pausieren. Mache von ihnen würden allerdings nun umdenken, hat der Fahrlehrer beobachtet.

„Einige überlegen sich jetzt, ob sie sich impfen lassen, weil sie mit dem Führerschein fertig werden wollen“, so Strunck. Zwar gilt für die theoretisch und praktische Führerscheinprüfung die 3G+-Regelung, das nützt vielen aber nichts, wenn sie vorher nicht mehr üben dürfen. Vorerst soll die 2G-Regel in Fahrschulen in Bayern bis Mitte Dezember gelten. Aber: Auch in anderen Bundesländern gilt 2G beim Fahren lernen.

Auch in Sachsen 2G für Fahrschüler

Zum Beispiel in Sachsen. So legt das sächsische Verkehrministerium für den Freistaat fest: „Für Fahrschulen gilt 2G für die Schülerinnen und Schüler und 3G für das Lehrpersonal.“ Und auch in anderen Bundesländern könnten die Regeln verschärft werden – auch für Fahrschulen. (xst)