240 Tote durch Tropensturm 'Tembin' auf den Philippinen

Trauriges Weihnachtsfest für die Menschen auf den Philippinen, von denen die meisten Katholiken sind. Sie haben ihr Zuhause verloren, viele auch geliebte Menschen. Die Zahl der Tropensturm-Toten ist auf 240 gestiegen. Auf Mindanao sind viele Ortschaften komplett zerstört. Beim Verlassen der Philippinen nahm der Sturm wieder an Stärke zu. Böen des nun zum Taifun verstärkten Sturms erreichten Spitzenwindgeschwindigkeiten von bis zu 145 Kilometer pro Stunde. 'Tembin' zieht in westliche Richtung und nimmt Kurs auf Vietnam.

Ausmaß der Zerstörungen ernorm

Das Videostandbild zeigt Dorfbewohner, die am 22.12.2017 versuchen, in Lanao Del Norte (Philippinen) über ein reißendes Hochwasser zu gelangen. Der Tropensturm «Tembin» hat in den südlichen Philippinen Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst. Mehr
Der Tropensturm 'Tembin' hat auf seinem Weg durch die Philippinen über 200 Menschen getötet und eine Schneise der Verwüstung gezogen © dpa, Aclimah Disumala, hel gfh

Die meisten Menschen waren durch Überschwemmungen und Erdrutsche ums Leben gekommen. 'Tembin' war am Freitag in der südlichen Region Mindanao auf Land getroffen. Mehr als 72.000 Bewohner mussten ihre Wohnungen verlassen. Häuser wurden weggeschwemmt, viele Straßen waren durch umgestürzte Bäume und Geröll unpassierbar. Auf TV-Bildern waren Häuser zu sehen, die bis zum Dach unter Wasser standen. Soldaten und Helfer versuchten mit Hilfe von gespannten Seilen Hochwasser führende Flüsse zu überqueren.

Immer wieder werden die Philippinen von Stürmen getroffen

Erst vergangene Woche starben 54 Menschen, als Sturm 'Kai-Tek‘ über die Philippinen zog. Der südostasiatische Inselstaat wird jedes Jahr von durchschnittlich 20 Wirbelstürmen getroffen. 2016 kamen durch Taifun 'Haiyan‘ mehr als 6.000 Menschen ums Leben.