2017 war das Jahr der Unwetter-Rekordjahr: Schäden durch Wetter-Katastrophen so hoch wie nie

Klimawandel: Die Erde heizt sich auf
Klimawandel: Die Erde heizt sich auf Umfangreiche Daten der NASA als Animation 00:55

Ungewöhnlich viele Hurrikane

2017 war das bislang heißeste Jahr, das nicht durch das Klimaphänomen El Niño beeinflusst war. Die Temperatur lag demnach um 1,1 Grad über dem vorindustriellen Niveau. Außerdem waren die Schäden durch extreme Wetterlagen, einem Bericht der Weltwetterorganisation (WMO) zufolge, im vergangenen Jahr so hoch wie nie zuvor. Die Ursache hierfür waren ungewöhnlich viele Hurrikane im Nordatlantik, schwere Überschwemmungen auf den indischen Subkontinent und schwere Dürren in Teilen Ostafrikas.

2018 startet mit schlechten Vorzeichen

Auch das neue Jahr verspricht laut WMO nichts Gutes: "2018 hat angefangen, wie 2017 aufgehört hat: mit extremem Wetter, das Menschenleben gefordert und Existenzgrundlagen zerstört hat", erklärte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas.

In der Arktis seien die Temperaturen ungewöhnlich hoch gewesen, die Bewohner der nördlichen Hemisphäre hätten es bitterkalt gehabt, in Australien und Argentinien sei es extrem heiß gewesen, Kenia und Somalia hätten unter Dürre und Kapstadt in Südafrika unter Wasserknappheit gelitten.

Das Risiko, durch Hitze zu sterben, sei seit 1980 stetig gestiegen, schreibt die WMO. Rund 30 Prozent der Weltbevölkerung lebten heute in Klimazonen, in denen an mindestens 20 Tagen im Jahr potenziell tödlich hohe Temperaturen herrschen.

Klimakiller CO2 nimmt zu

Rauch steigt aus den Schornsteinen einer Industrieanlage in Moskau (Russland) auf.
Rauch steigt aus den Schornsteinen einer Industrieanlage in Moskau (Russland) auf. © dpa, Yuri Kochetkov, yk ase Dok5 jai

Die WMO erinnert daran, dass die CO2-Konzentration in der Atmosphäre in 25 Jahren von 360 ppm (Teilen pro Million) auf mehr als 400 ppm gestiegen ist. Der Wert sei in 800.000 Jahren natürlich zwischen 180 und 280 ppm geschwankt, wie Klimaforschungen zeigen.

Bei der Einschätzung der Schäden verweist die WMO auf die Schätzung des weltgrößten Rückversicherers Munich Re, der die versicherten und nicht versicherten Schäden durch Naturkatastrophen 2017 auf 330 Milliarden Dollar (gut 260 Milliarden Euro) geschätzt hatte.