2011 war das Jahr der Wetterextreme

2011 war das Jahr der Wetterextreme
© REUTERS, EDUARDO MUNOZ

Wetter verrückt - Klimawandel macht vor USA nicht halt

Der Klimawandel geht weiter und er trifft mit besonderer Härte einen der größten Verursacher: die USA. Das Jahr 2011 hat nach Angaben von Wissenschaftlern den USA ungewöhnlich extremes Wetter beschert.

Wie die US-Klimabehörde NOAA in Washington mitteilte, erlebten die Amerikaner Hitze, Stürme, Niederschläge und als Folge Überflutungen und Dürre "in historischen Ausmaßen".

Den Experten zufolge wurden die größten Niederschlagsunterschiede seit einem Jahrhundert registriert. So habe es in sieben Staaten Rekordregen gegeben, auch in New York. Regen und Schneeschmelze zusammen hätten wiederum historische Überflutungen entlang großer Flüsse im mittleren Teil der USA ausgelöst.

Umgekehrt führten nach Angaben der Wissenschaftler ungewöhnlich heiße Temperaturen und ausbleibende Niederschläge im Süden der USA zu einer Rekorddürre. Besonders hart traf demnach die Trockenheit den Bundesstaat Texas: Hier habe die Dürre beinahe das ganze Jahr gedauert. Auch die Golfküste und der Südosten des Landes seien stark betroffen gewesen.

Wetter kommt die USA teuer zu stehen

Den NOAA-Experten zufolge trug die Trockenheit zu Flächenbränden bei, die beinahe 13.000 Quadratkilometer Land schwärzten. Das entspricht in etwa der fünffachen Fläche des Saarlandes.

Die Wissenschaftler verzeichneten zudem eine ungewöhnlich heftige Tornado-Saison. Demnach wurden allein von März bis Ende Mai 1.150 Tornados gezählt, im Jahr 2011 seien insgesamt 551 Menschen durch die Wirbelstürme ums Leben gekommen - die höchste jährliche Opferzahl seit Beginn der statistischen Erhebungen vor 62 Jahren.

Auch wirtschaftlich kam das extreme Wetter 2011 die USA teuer zu stehen. So listet die NOAA 14 katastrophale Wetterereignisse mit Schäden von je mindestens einer Milliarde US-Dollar auf - zwei mehr als im Vorjahr.