Trauriger Fund im Bazaruto-Marinepark

111 tote Delfine an Stränden in Mosambik angespült

Tote Delfine in Mosambik
Im Bazurato-Marinepark in Mosambik wurden über 100 tote Delfine gefunden. © ANAC

Tiere sind äußerlich unverletzt - woran starben sie?

Ein schrecklicher Anblick bietet sich momentan an mehreren Stränden in Mosambik. Im Bereich des Marineparks am Bazaruto-Archipel im Süden Afrikas wurden über 100 tote Delfine angespült. Die Tiere sind äußerlich unverletzt – deshalb ist bislang auch unklar, woran die Meeressäuger starben.

Sieben Delfine konnten gerettet werden

86 Tiere seien am Dienstag am Strand einer Insel, die zu einem Naturschutzgebiet gehört, im Süden des Landes entdeckt worden, hieß es in einer Mitteilung der nationalen Behörde für Naturschutz ANAC. Bereits am Sonntag seien 25 Delfine im selben Marinepark gefunden worden, darunter auch ein Baby-Delfin. Sieben Tiere hätten allerdings auch wieder zurück ins Wasser gebracht und damit gerettet werden können.

Ist ein Zyklon am plötzlichen Massensterben schuld?

Die Tiere würden jetzt untersucht und obduziert, um herauszufinden, was die Ursache für ds plötzliche Massensterben sein könnte, teilte das Umweltministerium von Mosambik mit. Proben seien für weitere Untersuchungen in ein Labor gebracht worden, hieß es. Zudem sollten Experten am Mittwoch in das Gebiet reisen, um die Vorfälle zu untersuchen.

Möglicherweise könnte die Ursache für das plötzliche Massensterben ein Zyklon sein, der letzte Woche in den Gewässern vorm Bazaruto-Archipel wütete, sagte Tomás Manasse, der die Untersuchungen im Nationalpark leitet.

Im Bazaruto-Marinepark leben Hunderte seltene Tierarten

Das Gebiet um Bazaruto ist der älteste Marinepark in dem südostafrikanischen Land und wurde 1971 geschaffen. In dem 1430 Quadratkilometer großen Gebiet leben über 2.000 Fischarten sowie etliche andere Meereslebenswesen, Vögel und Reptilien.