Winter extrem in den Abruzzen: Schnee und Frost sorgen für Chaos

Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt: Fast -20 Grad in der Gemeinde Navelli

Extrem winterliches Wetter schafft chaotische Zustände in den Abruzzen. Schneehöhen von fast drei Metern bringen nicht nur auf den Straßen und beim Flugverkehr erhebliche Probleme. In vielen Gemeinden der Abruzzen blieben die Schulen geschlossen. In der Gemeinde Schiavi di Abruzzo waren Hunderte Menschen für sechs Tage von der Außenwelt isoliert - dort lag der Schnee an einigen Stellen mehr als drei Meter hoch. 

Tausende ohne Wasser

Wegen Schnee und Frost waren in den Abruzzen Tausende Menschen ohne Wasser. Zu den Hauptproblemen zählen vereiste Zähler. Wegen der Wasserdispersion mussten die Pegel der Stauseen gesenkt werden. Das hat zur Folge, dass sich die Fließgeschwindigkeit des Wassers verringert und ein Druckabfall stattfindet. 

Tiefdruck bringt den Abruzzen weiterhin kalte und instabile Luft. Am Mittwoch ist zwar mit einer deutlichen Verbesserung der Wetterbedingungen zu rechnen, doch dies wird wohl nur eine vorübergehende Atempause sein: Eine neue Störung vom Atlantik könnte schon am Donnerstag Verschlechterungen bringen.

Schnee fiel nicht nur in den eher bergigen Erdbebengebieten in den Regionen Marken, Umbrien, Abruzzen und Latium, sondern selbst an den Küsten - vor allem an der Adria.