Deutschland kränkelt: Hier rollt die Grippewelle!

Grippewelle: Ganz Deutschland kränkelt

Grippewelle schlimmer als in den Vorjahren - fast jeder dritte Deutsche erkältet

Halbleere Büros, prallvolle Wartezimmer. Viele husten und schnupfen sich derzeit so durch. Die Grippewelle hat Deutschland gepackt. Und sie ist diesmal schlimmer als in den Vorjahren, weil sie früher einsetzte und somit wohl auch länger dauern wird, warnen die Landesgesundheitsämter.

Derzeit sind laut einer aktuellen Forsa-Umfrage für RTL 27 Prozent der Deutschen erkältet.

Mindestens sieben Menschen sind schon gestorben. Die Forscher kämpfen gegen 200 (!) unterschiedliche Erreger, auch gegen die Schweinegrippe. Der Höhepunkt der Grippewelle ist noch lange nicht erreicht und die Gefahr, die Krankheit zu verschleppen, ist riesengroß.

Vor allem nach Karneval rechnen Ärzte mit vielen neuen Grippe-Patienten, weil küssen, das enge Zusammenstehen und Umarmen einfach dazu gehört. Von Ostdeutschland ausgehend breitet sich die Krankheit in rasantem Tempo über ganz Deutschland aus. Nur im Süden Deutschlands ist die Verbreitung noch nicht so stark ausgeprägt.


In Baden-Württemberg muss schon jeder fünfte mit Grippe ins Krankenhaus. Viele Patienten sind erkältet oder haben grippale Infekte. Etwa 10 bis 15 Prozent haben tatsächlich eine Grippe. Die tritt meistens plötzlich und heftig auf, mit hohem Fieber, trockenem Husten und schweren Kopf- und Gliederschmerzen.

"Die Leute sind deutlich länger krank als die letzten Jahre. Es dauert oft 10 bis 14 Tage, bis es wieder zur Arbeit geht", so Arzt Frank Radowsky.

"Die Grippewelle hat ja im Winter etwas früher begonnen als in den vergangenen Wintern, aber auch nicht ungewöhnlich früh. Und wir haben im Moment etwa 4.000 Fälle, die dem Robert-Koch-Institut pro Woche übermittelt werden und können schlecht vorhersagen, wie die Grippewelle sich weiter entwickelt. Wer sich jetzt impfen lassen möchte: Es dauert etwa zwei Wochen bis der volle Grippeschutz aufgebaut ist. Gegen eine fiese Erkältung hilft die Impfung allerdings nicht", so Susanne Glasmacher vom Robert-Koch-Institut.

Apothekerin Britta Meyer-Plath empfiehlt: "Unterstützen Sie mit Medikamenten oder molekularen-diätetischen Mitteln ihr Immunsystem. Sie sollten viel trinken, um die Schleimhäute feucht zu halten und damit weniger angreifbar für Erkältungskrankheiten zu sein und auch für eine schnellere Abheilung zu sorgen. Sie sollten sich soweit es geht, viel ausruhen, viel schlafen".

Außerdem sollte man sich eine gute Handhygiene angewöhnen, sofern man sie nicht schon hat. Also regelmäßig Händewaschen. Vor allem dann, wenn man vielen anderen die Hand geschüttelt hat oder viele Oberflächen angefasst hat.

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© wetter.de: Eine Grippewelle schwappt über Deutschland. Der Höhepunkt ist noch lange nicht erreicht und die Gefahr die Krankheit zu verschleppen ist riesen groß.
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