Vorsicht vor Zecken: Holzbock und Auwaldzecke können uns mit dem FSME-Virus anstecken

Igitt, wie eklig: Ein kleines braunes Tierchen steckt mit dem Kopf voraus in der Haut. Die Füßchen zucken noch, abzupfen geht jetzt nicht mehr. Und beängstigend ist die fiese Angelegenheit auch noch. Schließlich können Zecken gefährliche Krankheitserreger übertragen. Darunter auch das FSME-Virus (Frühsommer-Meningoenzephalitis), das in schweren Fällen zu einer Gehirnentzündung und zu einer Schädigung des Rückenmarks führen kann. Bislang galt der Holzbock als Haupt-Übeltäter. Nun hat er Verstärkung bekommen: die Auwaldzecke.

Weiterhin keine Therapie oder Medikamente gegen FSME-Virus

"Bei der FSME muss man berücksichtigen, dass es keine Therapie gibt. Das heißt, eine Infektion kann zu einer schwerwiegenden Erkrankung führen. Entweder eine Hirnhautentzündung oder auch wenn das Rückenmark betroffen ist. Es kommt zu Lähmungen und in etwa zwei Prozent der Fälle kann dies zum Tod führen", erklärte Prof Ute Mackenstedt.

Die Behandlung beschränkt sich nach wie vor darauf, die Symptome zu lindern. "Da macht es wirklich Sinn, sich zu schützen", sagt Oehme. Zumal Langzeitschäden drohen.