Unwetter extrem: Die tödlichsten Wetterkatastrophen aller Zeiten im Überblick

Der Mensch hat es bis zum Mond geschafft - aber das Wetter kann er nicht kontrollieren. Doch mit Beobachtung und Wetterprognosen können zumindest oft vor Unwettern Vorbereitungen getroffen werden, um die Gefahren abzumildern. Dies zählt zu den Anliegen der Weltwetterorganisation (WMO), die nun ihre Statistik der tödlichsten Wetterkatastrophen veröffentlicht hat.

Hagelkörner so groß wie Orangen

Bei dem tödlichsten je registrierten Hagelsturm kamen demnach am 30. April 1888 in Indien 246 Menschen ums Leben. Manche der Menschen wurden von Hagelkörnern so groß wie Gänseeier, Apfelsinen oder Cricket-Bällen erschlagen. Außerdem starben 1600 Kühe, Schafe und Ziegen.

Gewitter mit verheerenden Blitzen

Gewitter über Kairo
In Afrika sind viele Gebäude nicht gegen Gewitter geschützt. Bild: Ein Blitz erhellt am 12.04.2017 während eines Gewitters den Nachthimmel über Kairo (Ägypten). © dpa, Nariman El-Mofty, NM jai

Der weltweit fatalste Blitzschlag mit 21 Toten hat sich am 23. Dezember 1975 im heutigen Simbabwe ereignet. Fast 90 Prozent der Gebäude in Sub-Sahara-Afrika sind nicht gegen Blitzschläge geschützt. Ganze Familien, Klassenzimmer und Arbeitsräume sind gefährdet.

Der Blitzschlag mit den höchsten indirekten Opferzahlen wurde am 2. November 1994 in Ägypten erfasst. Dort kamen 469 Menschen ums Leben. Bei einem schweren Unwetter mit Überschwemmungen setzte ein Blitzeinschlag drei Tanks mit Flugbenzin und Diesel in Brand. Die Tanks hatten auf Schienen gestanden, die durch eine Flutwelle fortgerissen wurden. Die Wassermassen spülten das brennende Benzin in ein Dorf.

Zyklone und Tornados mit katastrophalen Folgen

Der Zyklon mit der größten Opferzahl wütete am 12. bis 13. November 1970 in Bangladesch, damals Ostpakistan: 300.000 kamen durch den 'Great Bhola'-Zyklon um. (Zyklone werden die tropischen Wirbelstürme im Indischen Ozean und im südlichen Pazifischen Ozean genannt.)

Der tödlichste Tornado traf am 26. April 1989 ebenfalls Bangladesch: Er schlug im Distrikt Manikganj eine 1,5 Kilometer breite Schneise der Verwüstung und riss 1.300 Menschen in den Tod. Zwei Städte wurden vernichtet, 80.000 Menschen veroren ihre Häuser.