Stiftung Warentest: Diese zehn Mittel gegen Zecken und Mücken sind gut

10 von 14 Mitteln helfen gut

Stiftung Warentest fand heraus: Zwei Mittel gegen Mücken und Zecken schützen fast gar nicht. Aber 10 von 14 getesteten Produkten helfen gegen die Plagegeister.

Getestet hat StiWa vier Anti-Zecken-Mittel sowie 10 Kombimittel, die auch Mücken vom Zustechen abhalten sollen. Das Gesamtergebnis kann sich sehen lassen, denn zehn der 14 Mittel erwiesen sich als gut.

Testsieger wurde 'Anti Brumm Forte', das Zecken am besten abhielt. Im Test krabbelte nur eines von 216 Tieren über die mit dem Mittel eingesprühte Hautpartie. Und dieses Tier ließ sich später auch noch fallen und schnappte nicht zu. 100-prozentiger Schutz also - im Test. Ganz anders sah das bei 'Braeco Zecken Abwehr' aus, bei der von den 216 Zecken nur 16 nicht über die Tabuzone marschierten. 113 Zecken und damit immer noch mehr als die Hälfte liefen bei den mit 'Zedan Natürlicher Insektenschutz' behandelten Hautpartien einfach weiter. Diese beiden Mittel erhielten von den Testern die Note 'Mangelhaft'.    

'Braeco' und 'Zedan' mangelhaft

Stiftung Warentest: Welche Mittel helfen gegen Zecken und Mücken wirklich?
Die Stechmücken schlagen oft blitzschnell zu. Die Hausmücke meist in der Dämmerung und der Nacht. © dpa, A3528 Armin Weigel

'Braeco' und 'Zedan' waren nicht nur im Kampf gegen Zecken die schlechtesten Mittel, sondern auch bei der Wirkung gegen Mücken. 11 der 14 untersuchten Sprays schützten hingegen gut. 'Anti Brumm Zecken Stopp' erhielt im Gesamturteil eine 1,8 in der Rubrik 'Anti-Zecken-Mittel'. Die Mittel von 'DM' und 'Greensect' wurden mit einer 2,3 bewertet und damit immer noch mit einem 'Gut'. 

Bestes Kombimittel war 'Autan Protection Plus Multi Insektenschutz' mit einer 1,7. Insgesamt erhielten sieben der 14 Mittel ein 'Gut'. Rossmanns 'Zeckito Classic Insektenschutz Pumpspray' bekam eine 1,8; immer noch eine gute 1,9 erhielten 'Anti Brumm Forte', 'Doctan Classic Spray' und 'Mosquito Protect Zeckenschutz Spray'.   

Nebenwirkungen treiben den Testern Sorgenfalten auf die Stirn

Auwaldzecke in Deutschland
Die Auwaldzecke kommt in Deutschland häufig vor. © dpa, Patrick Pleul, ppl

Problematisch sind die Gesundheitsaspekte und Nebenwirkungen. Denn im Prüfpunkt Gesundheit erhielt keines der 14 Mittel eine bessere Note als 'Befriedigend', die Hälfte muss mit einer 4 leben. Es kam beim Test zu allergischen Reaktionen. Daher rät die Stiftung, die Mittel wirklich nur gezielt aufzutragen, wenn zum Beispiel eine Wanderung ansteht. Nach Rückkehr aus der Natur empfiehlt es sich, das Mittel wieder von der Haut zu waschen.